7 Tipps für Teneriffa: Vulkane, schwarze Strände & Wale

Vulkaninsel TeneriffaDer „ewige Frühling“ erwartete mich auf Teneriffa. Klasse, denn in Deutschland regnete es Bindfäden. Ich freute mich auf fünf Tage Inselleben.

Vulkan Teide auf TeneriffaIn diesem Jahr besuchte ich viele Reiseziele zum ersten Mal – wie Bologna, Malta oder eben Teneriffa. Zur spanischen Vulkaninsel nahm ich einen Condor-Direktflug ab Frankfurt. Rund viereinhalb Stunden später landete ich auf der Insel bei der Westküste Afrikas.

Teneriffa ist die größte der kanarischen Inseln. Mir gefiel, wie abwechslungsreich sie ist mit Stränden, Vulkanen und Pinienwäldern. Besucher erleben etwa im trockenen Süden Sonne und Meer oder wandern im grünen Norden – ich besuchte beide Seiten.

Meine 7 Tipps für Teneriffa: Vulkan Teide auf Teneriffa1) Vulkane, bunter Sand und schwarze Strände
Auf Teneriffa gibt es mehr als 200 Vulkane. Beeindruckend fand ich den Teide mit 3.718 Metern Höhe, auf den ich mit der Seilbahn fuhr. Er ist die Hauptattraktion der Insel, zusammen mit der Schlucht Masca.

Ich übernachtete am Fuß des Vulkans im Parador, dem einzigen Hotel im Nationalpark. Mein Zimmer bot einen tollen Blick auf den Teide. Den Vulkanen Teneriffas widme ich einen eigenen Beitrag.

Bunter Vulkansand auf TeneriffaToll fand ich auch den Vulkansand in Farben wie gelb, rot und grün.

Schwarzer Strand auf TeneriffaSchwarz war etwa der Playa de las Americas. Ich liebe die Lavapools – in ihnen liegt man wie in einer Badewanne, mit Blick auf das Meer.

Teneriffa - Reiseblogger Anja Beckmann beim Tauchen2) Tauchen mit Schildkröten
Kein Meer ist vor mir sicher: Am Great Barrier Reef, in Thailand oder in Indonesien war ich schon schnorcheln. Auf Teneriffa ging ich jetzt zum ersten Mal auf Tauchkurs. Wir ankerten in einer Bucht bei Puertito de Adeje im Süden Teneriffas. Hier sollte es viele „Tortugas“, also Schildkröten geben.

Ich war ziemlich aufgeregt, als ich den Taucheranzug anzog und den Tank auf den Rücken nahm. Taucherbrille auf und Mundstück eingesetzt – los ging es. Die Luft war warm, aber das Meer ziemlich kühl. Deshalb verfiel ich erstmal in hektische Schnappatmung. Nach einiger Zeit atmete ich langsamer und tiefer, dann ging es an der Hand meines Tauchlehrers von Flyover nach unten.

Mir gefiel es sehr gut: Ich fühlte mich als Teil des weiten Meeres, das war ein großes Freiheitsgefühl. Leider sah ich Schildkröten nur später vom Boot aus. Dafür bunte Fische und einen Schwarm Barrakudas.

Walbeobachtung bei Teneriffa3) Wale beobachten
Mit dem kleinen Boot Bonadea II fuhr ich vom Puerto de Colon (ebenfalls Südteneriffa) aus zum Whale Watching. An diesem Tag war es bewölkt, die Sonne schien nur durch ein kleines Loch in den Wolken. Wir gaben Gas und ich ließ mir die Meeresluft um die Nase wehen.

In der Gegend leben rund 500 Grindwale als „Einheimische“, dazu schwimmen viele Walarten vorbei. Schnell tauchten die ersten Wale vor uns auf – es waren Finnwale. Sie prusteten Wasserfontänen hoch und zeigten uns ihre silbergrauen Rücken.

Dann hatten wir richtig Glück: Links neben uns erschienen viele Wale, die zu zweit oder dritt schwammen.

In Garachico auf Teneriffa4) Lokales Leben & lustige Bräuche
Ich mochte auch die Städte von Teneriffa. In Garachico lief ich entlang flacher Häuser in Bonbonfarben, das war der Kolonialstil. Ich verliebte mich in ein Hotel mit einem andalusischen Patio (Innenhof) – so schön!

In der alten Inselhauptstadt La Laguna gefiel mir der Markthalle besonders gut. Hier kauften die Einheimischen Fisch, Fleisch, Gemüse oder Gebäck. Viele trafen sich dann an einem der Tapasstände. Toll fand ich, dass in beiden Städten am Samstag und Sonntag viele Leute in Straßencafes saßen.

Es gibt einige witzige Traditionen auf Teneriffa. Im November werden zu „Las Tablas de San Andres“ Bretter eingewachst und die Jugendlichen rutschen damit die steilen Straßen hinab. Das würde ich gerne mal erleben!

Hirtensprung auf TeneriffaDer „Salto del Pastor“ ist ein Volkssport. Beim Hirtensprung nutzten Ziegenhirten lange Stangen, um die Berge teils herunter zu springen, teils zu klettern. Samir zeigt seine Künste an der 3,20 Meter langen Lanza. Beeindruckend!

Ich probierte es selbst bei einem niedrigeren Stein aus: Stange auf den Boden setzen, in die Knie gehen, Absprung und an der Stange heruntergleiten. Das klappte ganz gut…

Rosquetes Gebäck auf Teneriffa5) Lecker essen
Zum Frühstück aß ich gerne das Rosquetes Gebäck mit Kaffee und Bananensaft – mmh! Denn Bananenplantagen gab es viele, ebenso wie Anbaugebiete für Tomaten und Wein.

Gofio ist ein kanarisches Nahrungsmittel, das aus geröstetem und gemahlenem Getreide besteht. Ich probierte Gofio-Gebäck mit Mandeln und Honig. Nicht ganz mein Ding, etwas trocken… Auch vom typischen Gericht Kaninchen war ich kein großer Fan.

Schön scharf war Mojo, die rote und grüne Sauce. Die „rojo“ Variante bestand u. a. aus Paprika, Knoblauch, Salz, Safran, Öl und Essig. Davon habe ich mir gleich zwei Gläser als Mitbringsel gekauft. Ebenso wie Kaktus- und Bananen-Brotaufstrich.

Essen bei Bodegon Patamero auf TeneriffaWahnsinnig leckeres Essen gab es bei Bodegon Patamero in Buenavista del Norte. Das Lokal sah unspektakulär aus, wie eine normale Eckkneipe. Sehr gut waren Batatas (Süßkartoffeln) mit Fisch und Mojo in Vulkanform. Auch das Feigen-Mandel-Eis war traumhaft.

Pasteleria auf TeneriffaNatürlich machte ich mich auch auf die Suche nach der besten Pasteleria. Ich fand sie: El Aderno in Buenavista del Norte. Ich konnte mich kaum sattsehen an den vielen bunten Törtchen, die auch noch sehr lecker schmeckten.

Übrigens: An der Küste isst man eher draußen, es gibt oft Fisch und Weißwein. Bei den Dörfern in den Bergen wird eher drinnen gegessen, auf den Tisch kommen häufig Fleisch und Rotwein.

Teneriffa - Das Observatorium des Teide6) Sonne und Sterne gucken
Das Observatorium des Teide war spannend: Von 15 Türmen aus wird das Weltall beobachtet und sogar Musik hineingespielt. „Gregor“ ist das größte Sonnenteleskop Europas, mit 1,60 Metern Durchmesser das zweitgrößte der Welt. Die Anlage ist von März bis Dezember immer mittwochs und freitags geöffnet, der Eintritt ist frei.

Solarteleskop auf TeneriffaIm Observatorium sah ich mir mit Miguel von Discover Experience über ein Teleskop die Sonne an. Ganz schön hell! Nachts im Teide Nationalpark zeigte er mir die Sterne. Ich war mächtig beeindruckt von seinem Laserpointer, mit dem er auf verschiedene Sternbilder hinwies.

Casa Rural Patio de Tita auf Teneriffa7) Übernachten auf der Bananenplantage
Richtig schön geschlafen habe ich in der Casa Rural Patio de Tita. Von der Finca aus blickte ich auf Vulkan, Palmen, Bananenpflanzen und in der Ferne das Meer.

Casa Rural Patio de Tita auf TeneriffaDie Gästeapartments waren in Bonbonfarben gehalten. Ich fand auch den hübschen kleinen Pool und die vielen Tiere auf dem Hof toll – Katzen, Hühner und sogar Schweine.

Mein Fazit
Teneriffa gefiel mir als Meeres- und Vulkanfan sehr gut. Mit einer Vespa würde ich zu gerne mal die kurvigen Straßen entlang fahren, wie es viele Motorradfahrer machen.

Hinweis
Nach Teneriffa eingeladen wurde ich vom Tourismusamt Teneriffa und Condor. Vielen Dank dafür! Meine Meinung bleibt davon unberührt.

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Anja Beckmann

Gründerin & Reiseblogger bei Travel on Toast
Ein Jahr Weltreise war nicht genug, es zieht mich immer wieder in die Ferne - der Sonne entgegen. Ich habe dieses Blog 2012 gegründet, inzwischen habe ich über 50 Länder besucht und bin vier Monate im Jahr auf Reisen. Ich bringe euch hier zum Träumen, gebe praktische Hinweise und Geheimtipps - damit eure Reise unvergesslich wird. Meine Themen: Fernreisen, Strandurlaub, Städtereisen, leckeres Essen, Wassersport, Yoga und Wellness sowie Luxus mit 4 und 5 Sterne Hotels.

Kommentare

  1. Hab`s geteilt auf meiner Teneriffa FB-Seite 🙂
    Lg.

    • Wow, das ist ja super. Lieben Dank!

      Viele Grüße
      Anja

  2. War vor kurzem gerade auf Teneriffa. Ein herrliches Fleckchen Erde. Am schönsten fand ich die Fahrt nach Masca. Allein die Serpentinentour dorthin war schon ein Erlebnis. In La Laguna waren wir auch. So wie Du, fand ich die Markthalle auch sehr gut, die hätte ich gern bei mir zu Haus um die Ecke. Viele Grüße

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