Peloponnes: Fotoreise nach Griechenland

Peloponnes - Fotoreise in GriechenlandBeitrag von Pia Kleine Wieskamp. Über Ostern besuchte ich Griechenland, genauer gesagt die Halbinsel Peloponnes. Wer sie nicht kennt, sollte nach den vier Fingern in der Nähe von sagenumwobenen Orten wie Olympia, Sparta oder Korinth Ausschau halten. Mit Peloponnes ist der südliche Teil des Festlands – die Halbinsel mit den vier Fingern – gemeint. Hier ging ich auf Fotoreise.

Bild1_Peloponnes_2015 (1 von 1)-2Die Landschaft der Peloponnes gehört zu den abwechslungsreichsten und schönsten Landschaften Griechenlands. Hier findet man Sand- und Felsstrände, raue Gebirgszüge und natürlich ein Blick auf ein tiefes blaues Meer.

Bild 5a_Peloponnes_2015 (1 von 1)-2Ich freute mich aber nicht nur auf Griechenland und die Peloponnes, sondern auch auf mein Hobby, die Fotografie. Denn bei dieser Reise nahm ich an einem Fotoworkshop teil, bei dem der Spaß an der Fotografie im Vordergrund stand.

Bild_7-Stuehle-Peloponnes_2015 (1 von 1)Angereist bin ich von München nach Athen mit der griechischen Fluggesellschaft Aegean Airlines. Organisiert wurde der Workshop von Greece Photo Workshops. Die Gründerinnen Maria Theocharopoulou und Stella Pertsa haben sich zur Aufgabe gemacht, die Freude an Land und Leuten mit dem Hobby Fotografie zu verbinden und ganz nebenbei auch noch Kultur und Natur der jeweiligen Region in die Reisen mit einzubeziehen.

Bild_Nikos-und-seine-Kamera_Peloponnes_2015 (1 von 1)Sie organisieren Reisen sowie Fotoworkshops auf der Halbinsel Peloponnes, auf der Insel Tinos sowie in Athen. Als Workshopleiter begleitet uns der in Deutschland geborene und in Athen lebende Fotograf Nikos Kokkas.

Katze_Peloponnes_2015 (1 von 1)Jetzt denkt ihr bestimmt, dass ich ja bereits oft und viel auf meinen Reisen fotografiere. Ja, das stimmt. Bisher habe ich jedoch nach dem Prinzip „Quantität“ fotografiert und aus vielen Fotos schon einige (rein subjektiv) vorzeigbare Bilder aussuchen können.

Bild_11_Kirchenmaler-Peloponnes_2015 (1 von 1)Nun habe ich mir zum Ziel gesetzt, bewusst Bilder zu gestalten, also erst das Bild zu sehen und dann ausgesucht aufzunehmen.

Unsere Reise startet in Athen und wir reisen mit einem Kleinbus in Richtung Gythio. Unsere Gruppe setzt sich aus Nikos, unserem Workshopleiter, Maria als Organisatorin und gute Seele der Reise, einem englischen Pärchen sowie drei jungen Griechen zusammen. Ein schöner multikultureller Mix.

Bild 6_Peloponnes_2015 (1 von 1)Unser Ziel ist Mani, ein wilder und fast noch unbekannter Landstrich im Süden von Peloponnes. An der Südspitze der Mani liegt in einer kleinen Bucht umgeben von Steilhängen der idyllische und südlichste Fischerhafen Gerolimenas.

4-Hotel_Peloponnes_2015 (1 von 1)Hier liegt unser Basislager – das 4-Sterne-Hotel Kyrimai.

Bild_Blick-durch-den-Sucher_Peloponnes_2015 (1 von 1)Die Foto-Reise richtet sich an Menschen mit Fotografiekenntnissen auf allen Leveln, vom Hobbyisten über den Semi-Professionellen bis zum Profi.

In verschiedenen Sessions geht es um das bewusste Aufnehmen von Fotografien – also nicht knipsen, sondern fotografieren. Dabei legt uns Profifotograf Nikos an Herz, nicht mehr als 15 Bilder aufzunehmen.

Bild_Licht-Farben-Strukturen-Tuere-Peloponnes_2015 (1 von 1)Danach üben wir Themen wie Form, Farbe, Porträts, Nachtfotografie, Licht, Schatten und vieles mehr umzusetzen.

verlassenes-Haus_Peloponnes_2015 (1 von 1)Abends besprechen wir anhand der von uns ausgewählten Beispiele Bildkomposition, Vorteile von Schwarz-Weiß zu Farbfotografie und wie wir eine eigene Bildsprache entwicklen können.

Bild_Portraet-Koch-Peloponnes_2015 (1 von 1)Was die Teilnehmer zur Bildbesprechung einreichen, ist wirklich klasse und häufig hören wir ein liebevolles „bloody amateur“ vom Profi Nikos. Sowohl er als auch die anderen Mitglieder geben wertvolle Tipps und Anregungen zur Verbesserung unserer Aufnahmen.

Alleine, dass wir Bilder eines gemeinsamen Fotografie-Ortes zum selben Thema aufnehmen und doch alle so unterschiedliche Resultate erzielen, ist beeindruckend.

Bild-5-wartende-Frau-mit-Kopftuch-2015 (1 von 1)Meist setzen wir die vom Meister erhaltenen Tipps und Tricks am nächsten Tag sofort um, denn die Fotoaufgaben beziehen jeden Tag einen weiteren Punkt mit ein. Ich habe mich rasch auf Porträts „eingeschossen“. 🙂

Strand-2_2015 (1 von 1)Auch innerhalb der Gruppe tauschen die Teilnehmer ihre Erfahrungen aus und so ermutigen wir uns zu immer besseren Bildern. Ich gebe zu, dass ich abends mit einem Kopf voller neuer Ideen und Eindrücke ins Bett gehe und bin begeistert, so viele tolle, motivierte und nette Menschen kennengelernt zu haben.

Was-waere-Griechenland-ohne-Katzen-2015 (1 von 1)„Erst sehen, dann überlegt aufnehmen“, ist der wichtigste Satz, den ich mit auf die kommende Fotopirsch auf der Peloponnes nehme.

Bild_9_Haende-Fischer-Peloponnes_2015 (1 von 1)Wie nehmen wir ein Porträt eines Mannes auf, der Fische für das Mittagessen herrichtet? Sind es seine Hände, die im Wasser des Eimers mit Fischen arbeiten? Ist es sein Gesicht mit dem ernsten Ausdruck?

Bild_2_Nikos_Kokkas-Peloponnes_2015 (1 von 1)Fotograf Nikos begleitet uns, schaut bei dem jeweiligen Workshopteilnehmer durch den Sucher, erteilt Tipps und regt durch Fragen zu Überlegungen an.

Portraet-Hundeblick-2015 (1 von 1)Ich gebe zu, dass ich bisher mehr die Vielknipserin bin. In den kleinen beschaulichen Örtchen der Peloponnes, es ist außerhalb der Saison, kann man sich auch Zeit lassen, denn uns begegnen nicht viele Menschen und es passiert nicht viel.

Olivenbaum-2015 (1 von 1)Hier gibt es nicht den Überfluss von Eindrücken einer Großstadt und man sucht als Fotograf mehr die Stille und Vergänglichkeit einzufangen, die Ruhe, das Licht.

Bild_Steg-Peloponnes_2015 (1 von 1)Insgesamt wirkt dieser Abschnitt Griechenlands leer, fast wie ein Geisterland. Auch der wilde Landstrich der Peloponnes, Mani, hat mich beeindruckt.

Kueste-2015 (1 von 1)Vom Basiscamp aus starten wir unsere täglichen Fotoexkursionen durch die Gegend.

Wir besuchen Orte und Strände, Höhlen, Städte, Klippen und mehr – immer auf der Suche nach den perfekten Motiven, Darstellungsmöglichkeiten und individuellen Aufnahmen.

Kueste-2-2015 (1 von 1)Die Orte waren u. a. der verlassene Ort Vathia, traditionelle Dörfchen wie Oityliy, Thalames, Platsa, der Katzantzakis, die Höhlen von Diros, Areopolis, Kardamili, Gytheo und über Kalamata zurück nach Athen.

Bild_Kirche-im-Nebel-Peloponnes_2015 (1 von 1)Aber ich will ja gar nicht so viel von den Orten berichten, sondern von dem Workshop.

Anhand vieler Beispiele und Besprechungen haben wir uns mit den folgenden Themen beschäftigt: Bildgestaltung, Motivwahl, Quer-, Hoch- oder quadratisches Format, Goldener Schnitt, Lage des Horizonts, Perspektive, Klischee und eigenen Bildsprache, Porträtfotografie, Linien, Farben, Formen und vieles mehr.

LebensfreudeMein Interesse liegt in der Porträt-Fotografie und so ist es auch hilfreich, Personen in der Gruppe zu haben, die in der Landessprache mit den Dorfbewohnern sprechen können und erklären, warum wir wie ein Schwarm Fliegen mit acht Personen über ein Dorf mit 57 Einwohnern hereinfallen.

Abendstimmung_Peloponnes_2015 (1 von 1)Mein Fazit: Mir fällt es nicht leicht umzulernen, denn ich mag Streetfotografie und Zufallsaufnahmen. Aber Reportagen lassen sich besser in gut überlegten Aufnahmen realisieren.

Ich lerne, mir Zeit für die einzelne Fotografie zu nehmen. Während des Workshops ist es eine gute Erfahrung zu erkennen, dass es meinen Fotos gut tut, mich wirklich auf die Fotografie konzentrieren zu können. Auch die Mischung der Kulturen hat mir sehr gut gefallen. Deshalb lege ich euch diese Fotoreise ans Herz.

Landschaft_Peloponnes_2015 (1 von 1)Wart ihr schon mal auf der Halbinsel Peloponnes? Oder habt ihr schon mal eine Fotoreise mitgemacht?

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Die Peloponnes Reise wurde unterstützt von discovergreece.com – auf der Website findet ihr viele Informationen zu Griechenland – und Aegean Airlines. Vielen Dank dafür!

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Ich entdecke das Leben abseits vom Alltag, also neue Länder und Kulturen. Entweder verreise ich alleine oder auch zu zweit – aber nie ohne meine Kamera. Ich mag Städte-, Rund- und gelegentlich auch längere Fernreisen, bin neugierig auf Land, Leute, gutes Essen und halte gerne meine Eindrücke auf Fotos fest. 😉

Kommentare

  1. Meine Oma kommt aus der Gegend um Korinth und ich war gerade mal wieder eine Woche dort. Vor allem Korinth und der See in der Nähe des Dörfchens Perachora gefallen mir sehr – schöne Gegend auf jeden Fall. Aber in Griechenland gibt es so viele schöne Fleckchen, dass ich beim nächsten Mal auf jeden Fall einmal woanders hin möchte 🙂

  2. Hallo Zypresse,
    merci. Es lohnt, die Gegend zu erkunden und ein weitaus unbekanntes Griechenland zu entdecken. Ich war bereits vor über 30 Jahren dort, und es hat sich sehr geändert.
    Liebe Grüße
    Pia

  3. Oh da werden Erinnerungen wach. In den 90er Jahren sind wir öfter in Stoupa (südlich von Kardamili) gewesen, fast keine Touristen, tolles griechisches Dorfleben und an unsere Rundfahrten über die ganze Mani-Halbinsel erinnere ich mich gern. Tolle Gegend für einen Fotoworkshop und schöne Aufnahmen, die du gemacht hast.

  4. Hallo Shadownlight,
    beneidenswert – die Peloponnes bzw. Mani ist ein eindrucksvolles „Fleckchen“ der Welt mit sehr netten Menschen und ich kann mir gut vorstellen, dass es Dir dort gefallen hat:-)
    Liebe Grüße
    Pia

  5. die impressionen sind wundervoll. ich habe mal für 1 1/2 jahre in patras gelebt und kenne die gegen dort gut und schaue gerne auf die zeit zurück.
    liebe montagsgruesse!

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