Langstreckenflug leicht gemacht – 17 Tipps & Tricks

Langstreckenflug leicht gemacht - 17 Tipps & TricksAktualisiert am 1. Mai 2017. Seit meiner Weltreise hat mich das Reisefieber gepackt, ich bin rund vier Monate pro Jahr unterwegs. Und da ich Fernreisen liebe, fliege ich häufig lange Strecken und über viele Stunden. Meine weitesten Flüge waren nach Australien und Neuseeland. Hier kommen meine 17 Tipps & Tricks für deinen entspannten Langstreckenflug – samt Hinweisen zu Handgepäck, Kleidung und Gesundheit.

Langstreckenflug leicht gemacht - 17 Tipps & Tricks zu Flügen von einer Reisebloggerin, die seit ihrer einjährigen Weltreise rund vier Monate im Jahr unterwegs ist.1) Nonstop-Flug buchen

Wenn möglich, nehme ich Nonstop-Flüge. Das spart Zeit, die ich sonst auf Flughäfen beim Umsteigen verbringe. Und es stresst mich weitaus weniger. Allerdings muss ich dafür meist von meinem Wohnort Köln nach Frankfurt fahren – aber die längere Anfahrtszeit nehme ich gerne in Kauf.

Ab Köln bietet übrigens Eurowings viele Flüge an. In Europa nehme ich die Fluglinie häufiger, für den Langstreckenflug habe ich sie noch nicht ausprobiert.

Nachtflug2) Nachtflug buchen

Ich fliege gerne abends los, schlafe im Flugzeug und komme morgens ausgeruht am Ziel an. So kann ich auch direkt versuchen, mich in den neuen Rhythmus einzufinden. Ziele wie Südafrika ohne Zeitverschiebung sind übrigens ein Traum.

Ich mag die großen Flieger wie den Dreamliner oder den A380 am liebsten – sie liegen so schön ruhig in der Luft. Das hilft, wenn man wie ich Flugangst hat.

Condor Business Class Liegesitz3) Passende Klasse wählen

Ich bin 1,80 Meter groß, mit langen Beinen. Gerade in asiatischen Airlines wie Air Asia sitze ich in der Standardklasse eingequetscht im schmalen Sitz, mit den Knien am Kinn.

Bei Air Asia buche ich deshalb immer gegen einen Aufpreis „Hot Seats“ mit mehr Beinfreiheit. Damit bin ich etwa von Bangkok nach Melbourne ziemlich bequem geflogen.

Bei Condor mag ich die Premium Class sehr – mit mehr Platz für die Beine und weiter nach hinten neigbaren Rückenlehnen. Auch bei Cathay Pacific war ich schon in der Premium Economy Class, ebenfalls empfehlenswert! Die moderaten Aufschläge zahle ich gerne, da ich mehr Komfort bekomme.

Ein paar Mal durfte ich beim Langstreckenflug sogar Business Class fliegen. Fantastisch, aber meist deutlich teurer als die Premium Economy Class.

Tipps für den Langstreckenflug4) Sitzplatz clever aussuchen

Ich mag Fensterplätze, weil ich dort nach draußen schauen, fotografieren und mich zum Schlafen anlehnen kann.

Meist nehme ich jedoch einen Gangplatz. Da kann ich meine Beine ausstrecken. Und wenn ich zur Toilette muss oder etwas herumlaufen möchte, muss ich nicht jedes Mal meinen Sitznachbarn bitten aufzustehen.

Manchmal kann ich beim Langstreckenflug einen Platz am Notausgang ergattern. Das ist besonders angenehm, weil es dort viel Beinfreiheit gibt.

Reiseunterlagen5) Online einchecken

Ich checke meist vorab online über die Website oder App der Fluglinie ein. So kann ich mir den Sitzplatz aussuchen und mich am Flughafen beim Baggage-Drop-off-Schalter einreihen, wo es nicht so voll ist.

Am Frankfurter Flughafen komme ich oft mit dem Zug an. In der Nähe liegt der AiRail Check-in, im Verbindungsgang vom Fernbahnhof zum Terminal 1. Dort kannst du direkt deinen Koffer abgeben. So musst du ihn nicht noch extra zum Terminal mitnehmen.

Meine Bordkarte lade ich mir auf das Smartphone, in die Apple Wallet. Das habe ich lernen müssen: Immer einen Akkupack mitnehmen, um das iPhone aufzuladen, das sehr schnell leer geht. Und dann stehe ich da ohne Bordkarte…

Ladestation am Flughafen Singapur6) Früh am Flughafen sein

Du musst mit dem Zug zum Flughafen reisen? Und dann noch im Ausland in einen anderen Flieger wechseln? Da wird es manchmal zeitlich eng… Bisher habe ich erst einmal einen Anschlussflug verpasst – der erste Flieger hatte eine starke Verspätung.

Ich schaue, dass ich bei einem Langstreckenflug immer drei Stunden vor Abflug am Flughafen bin. Dann kann ich mein Gepäck in Ruhe einchecken und mir den Rest der Zeit im Café oder Duty Free Shop vertreiben.

Moderne Flughäfen wie in Singapur oder auf Bali bieten übrigens neben kostenlosem Wifi auch Ladestationen an. Dort lade ich Smartphone oder Tablet auf.

In Bangkok oder Amsterdam nutze ich manchmal die Gelegenheit für einen kurzen Spa Besuch. So starte ich entspannt zum Langstreckenflug…

Reiseblogger Anja Beckmann in Panama
7) Leicht reisen

Ich habe auf dem Langstreckenflug maximal acht Kilo in meinem roten Trolley. Er ist leicht auf dem Gepäckband wiederzuerkennen. Darin befindet sich vor allem Kleidung, die Technik habe ich im Handgepäck bei mir.

Ich fliege nur in sonnige Länder, habe keine Wander- oder Schnorchelausrüstung mit. An Kleidung packe ich nur meine Lieblinge ein, die ich vor Ort waschen lasse. Hier findest du meine Packliste für Fernreisen.

Ich habe also meinen Trolley, den ich meist einchecke. Dazu nehme ich eine Kameratasche von Shootbags mit, die aussieht wie eine normale Handtasche. Dazu eine Notebooktasche von Mandarina Duck, in der sich Notebook und iPad befinden. Beide Taschen sind gepolstert. Was sich für mich lohnt, ich habe beides schon fallen lassen.

8) Das Wichtigste ins Handgepäck

Ich hatte bisher ein Riesenglück mit meinem Gepäck: Nur einmal ging mein Koffer verloren. Ich war schon drei Tage lang auf La Gomera und La Palma in Spanien, dann traf mein Koffer endlich ein. Damals hatte ich meinen Badeanzug und das Ladekabel meiner Kamera im Koffer – nicht so gut…

Seitdem schaue ich, dass ich das Wichtigste im Handgepäck bei mir habe: Neben Reiseunterlagen, Reisepass und Kreditkarte eben auch Notebook, Tablet (für Filme, Serien und Bücher), Spiegelreflexkamera, Smartphone und alle Ladekabel. Wechselunterwäsche packen übrigens auch viele ein. Sollte der Koffer noch mal verloren gehen, kann ich alles andere nachkaufen.

Das Handgepäck habe ich übrigens während des Flugs zu meinen Füßen stehen. Das wirkt unpraktisch? Ich habe eben schon erlebt, dass einer Mitreisenden die Kameratasche nachts aus dem Handgepäckfach gestohlen wurde. Sicher ist sicher…

9) Lockere Kleidung

Auf dem Langstreckenflug locker sitzende Kleidung z. B. aus Baumwolle tragen, die schnürt nicht ein. Und das Material ist angenehm auf der Haut. Du kannst etwa in einer lockeren Baumwollhose an Bord gehen.

Im Flugzeug habe ich immer eine Strickjacke dabei, denn im Flieger wird es oft empfindlich kühl. Die Decke, die an Bord bereit liegt, kann ich dann als Kopfkissen nutzen oder sie wärmt mich zusätzlich. Viele schwören auch auf einen Schal.

Ich trage meist Ballerinas, da ich sie schnell ausziehen kann. Auch Turnschuhe hatte ich schon an.

10) Hilfsmittel

Thrombosestrümpfe habe ich bisher nicht benutzt. Doch eine Freundin hat mich überzeugt, dass ich sie brauche. Also war ich im Geschäft und habe mich vermessen lassen, rund eine Woche später waren die Strümpfe da. Ich werde sie am Flughafen anziehen und bin schon gespannt, wie sich meine Beine danach anfühlen.

Amenity Kits in Premium oder Business Class sind etwas Feines – mit Ohrenstöpseln, Schlafbrille, Socken oder Zahnbürste.

Die Schuhe ziehe ich beim Langstreckenflug aus und die Socken an. Ohrenstöpsel und Schlafbrille brauche ich meist nicht, ich schlafe – wenn ich Glück habe – auch so ein. Viele nutzen dafür jedoch aufblasbare Nackenkissen.

Für den Druckausgleich verteilen einige Fluglinien Bonbons, andere Reisende haben Kaugummis mit. Ich habe mit dem Druckausgleich nur Probleme, wenn ich eine Erkältung habe – und die erwischt mich leider oft. Da wird das Nasenspray zum besten Freund.

Condor Business Class - Unterhaltungsprogramm11) Unterhaltungsprogramm

Das Inflight Entertainment ist mir ganz wichtig, mein erster Blick bei einem Langstreckenflug geht immer zuerst zu den Filmen und Serien. Achtung: Bei Air Asia müsst ihr es etwa dazu buchen, dann bekommt ihr ein Tablet mit dem Unterhaltungsprogramm.

Meist finde ich dort etwas Passendes. Doch um ganz sicher zu gehen, habe ich mein (voll geladenes) iPad dabei. Darauf habe ich vorher Filme, Serien und Bücher gepackt – so dass ich mir damit die Zeit vertreiben kann. Auf meinem iPhone habe ich noch dazu meine Lieblingsmusik dabei.

12) Bewegung während des Flugs

Mindestens einmal pro Stunde solltet ihr bei einem Langstreckenflug aufstehen und durch die Kabine laufen. Oder am Platz die Füße rotieren bzw. anziehen.

Essen im Flugzeug13) Leichtes Essen

Da bei den Airlines immer verschiedene Optionen angeboten werden, entscheide ich mich beim Langstreckenflug meist für die leichteste Variante.

Da esse ich zum Frühstück Früchte und Joghurt statt Reis mit Schweinefleisch (das gab es etwa auf dem Flug nach Singapur). So fühle ich mich weniger voll und aufgebläht.

14) Viel trinken

Wegen der trockenen Luft an Bord trinke ich sehr viel – vor allem stilles Mineralwasser. Ich vermeide koffeinhaltige und alkoholische Getränke. Außer die Flugangst packt mich, dann muss ein Sekt her.

15) Die richtige Hautpflege

Ich schwöre beim Langstreckenflug auf den „24/7 Activated Moisturizer“ (75 ml) von Kiehl’s, er spendet Feuchtigkeit. In einer Tüte kann ich ihn im Handgepäck mitnehmen.

16) Viel schlafen

Wenn der Flieger ruhig in der Luft liegt, klappt es auch meist mit dem Schlafen. Nur wenn es Turbulenzen gibt, sitze ich hellwach in meinem Sitz.

Von Schlaftabletten halte ich nicht viel, davon werde ich benommen. Also wird so ein Flug schon mal zum Serienmarathon oder ich schaue sehr viele Filme hintereinander.

Anja Beckmann - Reiseblogger auf Aruba17) Jetlag bekämpfen

Leider habe ich auch nach unzähligen Flügen immer noch mit Jetlag zu kämpfen. Da hilft, direkt die Uhr umzustellen, sich viel im Tageslicht und an der frischen Luft aufzuhalten.

Hier findet ihr übrigens die Tipps einer Flugbegleiterin (15 Jahre an Bord) gegen Jetlag und Flugangst.

Welche Tipps hast du für einen Langstreckenflug?

Pinne diesen Artikel auf Pinterest

Langstreckenflug leicht gemacht - 17 Tipps & Tricks zu Flügen von einer Reisebloggerin, die seit ihrer einjährigen Weltreise rund vier Monate im Jahr unterwegs ist.

Dir hat dieser Artikel gefallen? Dann teile ihn, ich freue mich darüber! Oder möchtest du über neue Blogbeiträge informiert werden? Dann abonniere Travel on Toast per E-Mail oder RSS-Feed – das findest du rechts bzw. oben.

The following two tabs change content below.

Anja Beckmann

Gründerin & Reiseblogger bei Travel on Toast
Ein Jahr Weltreise war nicht genug. Es zieht mich immer wieder in die Ferne - der Sonne entgegen. Über 50 Länder habe ich inzwischen besucht. 2012 habe ich Travel on Toast gegründet, heute unter den Top 10 der deutschsprachigen Reiseblogs. Ich bringe euch hier zum Träumen, gebe praktische Hinweise und Geheimtipps - damit eure Reise unvergesslich wird!

Kommentare

  1. Sandra

    Als Frau mit einer Größe von 1,80 m würde ich am liebste n nur in der Business Class fliegen – aber leider gibt es da ein paar Budget Probleme 😉

  2. Hallo Anja, vielen Dank für Deine Tipps. Da sind wirklich sehr wertvolle Informationen bei die ich bei meiner nächsten Reise auf jeden Fall berücksichtigen werde. Viele Grüße, Markus

  3. Melli

    Hallo Anja,

    sehr schöner weil umfassender Artikel von Dir 😀
    Leider ist es mir nicht möglich während dem Flug zu schlafen, dass ist ein echtes Problem bei Langzeitflügen :/ Das mit dem Online Einchecken kann ich auch nur jedem empfehlen. Ist mittlerweile ja auch bei allen Airlines möglich.

    Viele Grüße und ein schönes Wochenende,
    Melli

  4. Da sind ja einige tolle Tipps dabei! Ich habe immer noch ein kleines Deo im Handgepäck, vor allem wenn ich schlafe finde ich das danach ganz angenehm und fühle mich frischer. Und ich habe auch immer (nicht nur auf Langstreckenflügen) einen Schal dabei.
    Bei Langstreckenflügen setze ich außerdem auf Trombosesocken aus der Apotheke – die halten die Füße nicht nur warm, sondern es ist auch noch besser. Die sind auch nicht so unbequem, wie es sich vielleicht anhört, schon nach ein paar Minuten gewöhnt man sich dran. Und dann viel trinken, am besten Wasser – und direkt vor dem Flug noch einmal auf die Toilette gehen. 🙂

    • Vielen Dank für deine Tipps! Die Thrombosestrümpfe habe ich noch nicht ausprobiert, sollte ich vielleicht mal machen…

  5. Da sind ja viele gute Tipps dabei. Ich versuche auch immer einen Nachtflug zu erwischen und ein Schal habe ich euch dabei. Der kann als Kopfkissen dienen oder eine Erkältung verhindern. Ein Upgrade (z.B auf Premium Economy) lohnt sich meiner Meinung nach vor allem, wenn man während der Flugs schlafen möchte (Nachtflüge).
    LG Nils

    • Ja, das lohnt sich auf jeden Fall!

      Liebe Grüße
      Anja

  6. Hallo Anja,
    das sind wirklich gute Tipps und Tricks.
    Ich finde es auch am wichtigsten relativ warme Kleidung auf einem Langstreckenflug dabeizuhaben. Ich wundere mich immer, wie Leute, die nur mit kurzer Hose und Flip-Flops bekleidet sind, einen solchen Flug überstehen.
    Ein Nackenhörnchen finde ich auch sehr angenehm, um in der Economyclass ein bisschen Schlaf zu finden.
    LG
    Jo

    • Hallo Jo,

      ich bin eine Frostbeule und brauche immer warme Sachen. Ich verstehe auch nicht, wie manche in leichter Sommerkleidung den Flug überstehen…

      Liebe Grüße
      Anja

  7. Ich habe immer ein dünnes Tuch bei, da es häufig zieht. Ins Handgepäck kommt je nach Reiseland mehr oder weniger Wechselwäsche und Ersatzklamotten, in Nairobi ohne Koffer dazustehen ist wesentlich schlimmer als in Vancouver!
    Im Kosmetik Beutel ist immer Feuchtigkeitspflege, für das Gesicht, die Hände und die Lippen bei, sowie ein Thermalwasser spray und ein deo.
    Außerdem meint eigenen oropax, da ich mit denen aus dem kit nicht klar komme.

    • Das Thermalwasserspray mag ich auch. Und du hast völlig Recht: In Nairobi (wo ich noch nicht war) ist das Nachkaufen von Sachen vermutlich deutlich schwieriger.

      Ich hätte als 1,80 Meter Frau vor allem in den asiatischen Ländern Probleme, Kleidung in meiner Größe zu bekommen.

      Liebe Grüße
      Anja

  8. Also ich schwöre ja seit geraumer Zeit auf Handgepäck (ausschließlich!). Da kriegt man(n) 😉 übrigens auch 8 kg rein, spart Zeit bei Check-in und bei der Landung und, last but not least, kann so auch nix verloren gehen…

    Und ein, zwei Gläschen ordentlichen Rotwein weiss ich auch zu schätzen. Das fördert den anschließenden Schlaf. Besonderes Glück hatte ich mal zwischen NY und London. Da waren sie nicht nur sehr großzügig mit dem Rotwein, ich hatte auch 4 Plätze in der Mitte für mich, auf denen ich meine 1,85 m ausstrecken konnte. Habe mich selten so wohl auf einem Flug gefühlt! Und nein, ich mache jetzt natürlich keine Reklame für die Airline, die dafür verantwortlich zeichnete… 😉

    LG, Wolfgang

    • Hallo Wolfgang,

      mein Trolley hat Handgepäckgröße. Aber damit allein komme ich meist nicht aus, ich habe in Kameratasche und Notebooktasche noch meine ganze Technik mit.

      4 Plätze klingt traumhaft – leider passiert das nicht so oft…

      LG, Anja

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.