Roadtrip mit Aussicht – durch die Capital Region USA

USA RoadtripBeitrag von Sophia Schillik. 

Ein Roadtrip durch die Capital Region USA mit Washington D.C., Baltimore und malerischen Nebenstraßen durch Virginia und Maryland – auf dieses Abenteuer begebe ich mich auf eigene Faust. Es entpuppt sich als spannendes Unterfangen mit ein paar Hindernissen, aber hohem Spaßfaktor. Das Tolle am selbstständigen Reisen in den USA ist das Gefühl absoluter Freiheit. Auch als Frau kann man hier bedenkenlos allein unterwegs sein.

BaltimoreAlleine reisen ist eine meiner liebsten Herausforderungen. Trotzdem: eine Herausforderung. Vor allem, wenn ich mich nicht einfach in einen Bus oder Zug setze, sondern mein Fortbewegungsmittel über weite Strecken allein navigiere.

Insgesamt fahre ich an sieben Tagen knapp 1.300 Kilometer: Von Washington D.C. nach Frederick, über Ellicott City nach Baltimore, von dort aus nach Annapolis, dann weiter nach Williamsburg, tags darauf nach Charlottesville und dann für eine Nacht in den Shenandoah National Park. Von dort aus geht es zurück nach Washington D.C., hier verbringe ich noch eineinhalb Tage.

Als ich in Deutschland mein ESTA-Formular für die Einreise nach Amerika beantrage und meine abwechslungsreiche Reiseroute unter die Lupe nehme, macht sich große Vorfreude, aber auch ein sanftes Ziepen in meiner Magengegend breit.

Unsicher fühle ich mich dann jedoch nur ganz kurz, als ich in Baltimore einfahre, der Verkehr mich umtost und ich erst einen Parkplatz, dann den Weg zum Hotel suche.

Baltimore Inner Harbour„Charm City“, wie Baltimore genannt wird, belohnt mich mit einer goldenen Stunde am Inner Harbour und einer ziemlich coolen Aussicht aus meinem Hotelzimmer.

Baltimore
Baltimore Hotel MonacoUnd was für einem Zimmer: Das Hotel Monaco Baltimore (4 Sterne, 2 North Charles Street) ist ein heißer Tipp für alle, die gerne in weichen Sesseln, gepflegtem Ambiente und seidiger Bettwäsche versinken.

Big city life: Damit kann Baltimore auf jeden Fall aufwarten. Und mit super frischem Fisch. Entlang des Hafens an den Piers reiht sich ein Restaurant an das andere, von lässig bis chic, typisch amerikanisch oder exotisch.

Baltimore Volt Family MealIch suche nach einem entspannten Ort ohne viel Chichi und lande im Volt Family Meal (621 East Pratt Street, am Ende des Pier 4).

Im modern inszenierten Restaurant von Marylands Starkoch Bryan Voltaggio gibt es amerikanisches Comfort Food wie Burger, Mac ’n‘ Cheese oder knackige Salate. Wie den hier mit Babyspinat, Apfel und einem unvergesslich guten Lachs.

Kingsmill ResortAuch für eine Nacht im Kingsmill Resort (4 Sterne, 1010 Kingsmill Rd., 
Williamsburg) würde ich jederzeit noch einmal in die Hauptstadtregion fahren.

Wobei Hotel nicht das richtige Wort ist. Kingsmill ist eine beeindruckende Anlage der Luxusklasse, ein Golf- und Erholungsresort mit Spa, fast schon eine eigene kleine Welt für sich. Der Blick von der Terrasse des Hauptgebäudes auf den James River gehört für mich ins Guinness Buch der Rekorde.

Meine Seele möchte hier am liebsten noch ein paar Tage weiterbaumeln, aber ich muss weiter. Die nächste Etappe ruft…

Calvert County SolomonsKlima & Reisezeiten
Grundsätzlich verfügt die Capital Region USA über ein mildes, angenehmes und nicht zu extremes Klima. Mit ein wenig Glück kann man von März bis in den November hinein Outdoor-Aktivitäten planen und Sonne tanken.

Ich reise im Herbst, für mich die schönste aller Jahreszeiten, die gerade in den Bergregionen von Virginia allerdings auch ein paar Tücken mit sich bringt.

Virginia Wälder Indian SummerSagen wir es mal so: Das Wetter ist ein wenig wechselhaft im November. Mal genieße ich bei meinem 
Roadtrip bilderbuchmäßigen Indian Summer, mal begrüßt mich schon morgens Nebel oder ich trotze strömendem Regen.

Das ist aber die Ausnahme und das Leuchten der Herbstwälder auf meinem Weg durch Virginia ist eine wundervolle Entschädigung für den ein oder anderen Wolkenbruch.

Newseum

Verregnete Tage sind natürlich wie gemacht für ausgedehnte Museumsbesuche. Vor allem in Washington D.C. gibt es über ein Dutzend einzigartige und spannende Museen, die – wie großartig ist das denn – nur sehr wenig, meist sogar gar keinen Eintritt kosten.

Dazu gehören u. a. die 17 Museen und Galerien der Smithsonian Institution sowie der Smithsonian National Zoological Park (3001 Connecticut Ave NW, Washington) – allesamt umsonst zu besichtigen.

Im Newseum (555 Pennsylvania Ave NW) und dem International Spy Museum (800 F St NW) könnte man ganze Tage verbringen. Manche Besucher tun das auch.

USA RoadtripReiseroute und Scenic Byways
„Panoramaroute“ ist mein neues Zauberwort für Reisen in den USA. Immer nur die Interstate zu nehmen wäre ein echter Frevel.

USA Roadtrip VirginiaNational Scenic Byways gibt es überall in den Vereinigten Staaten. Sie sind eine tolle Möglichkeit, die Hauptstadtregion mit dem Auto zu erkunden. Also runter von der Autobahn, rein in die Natur und Augen auf.

USA Virginia RoadtripInsgesamt 13 National Scenic Byways gibt es in der Hauptstadtregion. Besonders bekannt ist Marylands Historic National Road („The Road that Build the Nation“), die von Frederick nach Baltimore führt, oder Baltimores historische Charles Street.

In Virginia sind es der Blue Ridge Parkway, der Colonial Parkway, der George Washington Memorial Parkway und der Skyline Drive.

USA RoadtripZum Schluss noch ein paar praktische Tipps zum 
Roadtrip:

  • Eigentlich kann man überall in den USA mit der Kreditkarte zahlen. Eigentlich. Denn immer wieder gibt es Situationen, in denen es sich doch lohnt, ein paar Scheine im Portemonnaie zu haben – Mautstellen wie jene auf der Governor Harry W. Nice Memorial Bridge, auch bekannt als Potomac River Bridge, auf der U.S. Route 301 nach Virginia, akzeptieren keine Kreditkarten, sondern nur Cash.
  • Es gibt allerdings auch einen speziellen E-ZPass für bargeldlosen Zahlungsverkehr, den die Einheimischen nutzen. Wenn man auf seiner Reise viele Mautstellen passiert, lohnt es sich unter Umständen, die Mietwagenfirma (in meinem Fall war das Alamo) bei der Anmietung nach einer speziellen Lösung dafür zu fragen.
  • Auch beim Tanken kann es mit unseren europäischen Kreditkarten gelegentlich zu Komplikationen kommen. An manchen Tankstellen wird beim Zahlen mit der Kreditkarte der Postcode verlangt, um diese zu verifizieren und Betrügern vorzubeugen. Mit einer deutschen Kreditkarte klappt das nicht immer, außerdem werden nicht alle deutschen Kreditkarten als solche akzeptiert. Zwei Kreditkarten dabei zu haben und als Backup immer auch ausreichend Dollarscheine im Geldbeutel, kann also nicht schaden. Die Amerikaner sind das zwar nicht gewohnt, aber doch immer sehr hilfsbereit. Man sagt dem Tankwart einfach vorab, für welchen Betrag man tanken möchte und schon gehts wieder los.

Dann klappts auch mit dem grenzenlosen Freiheitsgefühl und dem schwerelosen Reisen. Macht nämlich hier in den USA, alleine oder gemeinsam, mit vier Rädern unter dem Allerwertesten, enorm viel Spaß.

Habt ihr in den USA schon mal einen 
Roadtrip unternommen?

Weiterlesen zum USA 
Roadtrip
Virginia  – 5 Top Sehenswürdigkeiten
Maryland – kleine Städte mit großem Charme

Den 
Roadtrip durch die Capital Region USA hat Canusa Touristik ermöglicht, der Reiseveranstalter für USA- und Kanada-Reisen. Vielen Dank dafür!

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Ich bin genusssüchtig, seit ich denken kann. Und verrückt: Verrückt nach spannenden Reisen, authentischem Essen, kleinen Abenteuern und kulinarischen Aha-Momenten, nach inspirierenden Begegnungen und schönen Bildern. Reisen geht für mich eindeutig über den Magen – so hole ich mir fremde Kulturen auf meinen Teller und in mein Glas.

Kommentare

  1. Martina

    Ein Roadtrip in den USA ist immer was tolles. Wir waren 2012 / 2013 ein Jahr lang mit dem Wohnmobil unterwegs. Die USA sind einfach riesig.

  2. Jörg

    tolle Bilder, macht Lust auf Capital Region

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