Homeoffice Tipps: Effektiv von zu Hause arbeiten

Im Homeoffice wegen Corona

Seit über zehn Jahren bin ich selbstständig. Und genauso lange arbeite ich schon im Homeoffice, wenn ich nicht unterwegs bin. Seit rund zwei Jahren bereichert außerdem Hund Buddy meine Heimarbeit. Hier kommen meine 7 Homeoffice Tipps für produktives Arbeiten zu Hause: ob Arbeitsplatz, Abläufe oder Zeiteinteilung. Außerdem findet ihr im Beitrag ein paar Zusatzhinweise fürs Arbeiten in Zeiten von Coronavirus und Quarantäne.

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Homeoffice Tipps: Mobiles Arbeiten von zu Hause aus

Als hauptberuflicher Reiseblogger war ich bis Corona rund vier Monate pro Jahr unterwegs. Meine letzten Reisen ging im Januar und Februar 2020 nach Thailand, Singapur und Polen.

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Den Rest der Zeit arbeite ich normalerweise vom Homeoffice aus. Reisen kann ich gerade nicht, also verbringe ich meine komplette Arbeitszeit und Freizeit in Mönchengladbach. In der 260.000 Einwohner Stadt bei Düsseldorf lebe ich mit meinem Freund Carsten und Buddy.

Du bist wegen Corona in Quarantäne? Ich bin bislang nicht betroffen. Doch ich mache als Selbstständige mit beim Social Distancing (räumliche Distanzierung). So vermeide ich zurzeit alle sozialen Kontakte, die nicht unbedingt nötig sind.

Bevor ich mich 2009 selbstständig gemacht habe, habe ich in einer PR-Agentur und als Pressesprecherin für zwei Nahrungsmittelkonzernen gearbeitet. Überwiegend in Großraumbüros.

Umso mehr genieße ich die Stille im Homeoffice, wo ich mich super konzentrieren kann. Doch neben Vorteilen gibt es auch Nachteile.

Vor- und Nachteile des Homeoffice

Home Office Quarantäne CoronavirusVorteile Homeoffice

Keine Anreise
Früher bin ich mit dem Auto gependelt, eine meiner Arbeitsstätten lag eine Stunde Fahrtzeit entfernt (bei gutem Wetter und ohne Stau). Ich bin sehr dankbar, dass das beim Homeoffice entfällt.

Wunscharbeitsplatz einrichten
Vielleicht seid ihr nur zeitweise im Homeoffice und arbeitet vom Küchentisch aus. Ich habe am Anfang probiert, vom Sofa aus zu arbeiten, mit dem Notebook auf dem Schoß. Das brachte mir nur Nackenschmerzen. Deshalb habe ich einen Arbeitsplatz nach meinen Wünschen eingerichtet, samt einem bequemen Bürostuhl.

Eigene Abläufe
Im Homeoffice gibt es keine festen Zeiten. Ich kann selbst bestimmen, wann Arbeitsanfang und -ende ist. Auch Pause kann ich einlegen, wann ich möchte.

Kein Dresscode
Früher trug ich im Job Anzüge, jetzt Freizeitkleidung mit lässiger Hose. Nur für diese Fotos von Ingo Jürgens habe ich eine Ausnahme gemacht.

Nachteile Homeoffice

Keine Kollegen
Für mich ist das der größte Nachteil. Ich mochte es früher sehr, mit meinen Kollegen zum Mittagessen zu gehen und mich auszutauschen. Im Homeoffice kann es schon mal einsam werden. Gerade wenn ihr wegen Corona in Quarantäne seid, kann euch das anfangs schwerfallen.

Fehlende Unterstützung
Probleme mit dem Internet? Da rief ich früher in der IT-Abteilung an, jetzt hilft mir Carsten. Büromaterial bestellen? Briefe in die Post geben? Das muss ich nun selbst erledigen.

Kein fester Zeitplan
Das verlockt natürlich dazu, Ungeliebtes aufzuschieben. Netflix statt Buchhaltung – dieser Verlockung muss ich widerstehen.

Homeoffice Tipps und Tricks

Homeoffice Ausrüstung Telearbeit1) Arbeitsplatz oder Arbeitszimmer: Home Office Ausstattung

Als ich im Oktober 2018 mit Carsten zusammengezogen bin, war mir ein ruhiger, gemütlicher Arbeitsplatz sehr wichtig.

Ich richtete ihn ein mit:

Am meisten Wert legte ich auf den Stuhl, schließlich verbringe ich oft viele Stunden darauf. Es ist ein Drehstuhl, höhenverstellbar und mit verstellbarer Rückenlehne.

Da wir eine relativ kleine Wohnung haben, ist mein Homeoffice im Schlafzimmer untergebracht. Wenn ihr könnt, dann nehmt dafür einen Extraraum, also ein Arbeitszimmer.

So könnt ihr am Feierabend die Tür hinter euch zumachen. Dann habt ihr eine bessere Trennung von Privat- und Berufsleben.

2) Home-Office: Fertig machen wie fürs Büro

Ich gestehe: Am Anfang setzte ich mich oft als erstes an den Rechner, noch im Schlafanzug. Aus „nur mal kurz die Mails checken“ wurden dann schnell drei Stunden.

Heute mache ich mich fertig wie fürs Büro. Mit dem Unterschied, dass ich statt Anzug Freizeitkleidung trage.

3) Geregelten Ablauf entwickeln (Homeoffice Tipps)

Im Laufe der Zeit hat sich ein Ablauf eingestellt, der für viele Tage gilt:

  • Aufwachen ohne Wecker, meist gegen 8 Uhr
  • Duschen
  • Frühstücken
  • Gassirunde mit Buddy
  • Arbeiten von rund 9 bis 13 Uhr
  • Mittagspause von 13 bis 14 Uhr
  • Arbeitsende gegen 18 Uhr

Wie lange ich genau arbeite? Das richtet sich nach meiner To do Liste.

Von Freunden, die in Zeiten von Corona vorübergehend im Homeoffice arbeiten, habe ich erfahren: Sie vereinbaren mit ihren Chefs ein bestimmtes Ergebnis, das erzielt werden muss. Falls ihr eine andere Regelung habt, hinterlasst sie gerne als Kommentar!

4) Richtige Zeitplanung für die Heimarbeit – Ablenkung vermeiden

Homeoffice Tipps Heimarbeit Coronavirus QuarantäneJeden Morgen checke ich als erstes meine Mails sowie die Social Media Kanäle meines Reiseblogs (FacebookInstagram und Pinterest).

Anhand meiner To do Liste überlege ich danach, was am wichtigsten und dringendsten ist.

Bei Kooperationen muss ich Deadlines einhalten. In meinem Kalender sind außerdem Termine für Telefonmeetings über Skype oder WhatsApp sowie für Webinare über Zoom hinterlegt.

Während des Arbeitstages lege ich Pausen ein. Doch ich hänge nicht „mal eben“ die Wäsche auf oder räume die Spülmaschine aus. Ich versuche, die Zeit von Arbeitsstart bis -ende als einen Arbeitstag zu sehen, wie ich ihn auch im Büro erleben würde.

5) Pausen einlegen bei der Telearbeit (Homeoffice Tipps)

Bei mir ist fehlende Disziplin nicht das Problem. Sondern ich vertiefe mich oft so in die Arbeit, dass ich Pausen vergesse. Die muss ich bewusst einplanen.

Vor dem Coronavirus bin ich zum Mittagessen oft in eines der kleinen Restaurants und Imbisse in meiner Umgebung gegangen.

Jetzt koche ich mir mittags stattdessen etwas Schnelles oder wärme Vorbereitetes auf. Ich bin ja Veganer. Meist gibt es Reis oder Nudeln mit Gemüse und Obst zum Nachtisch. Bei Pinterest sammele ich übrigens Rezepte zum vegan kochen.

In der nächsten Zeit werde ich Rezepte aus diesen Kochbücher ausprobieren, die ich bestellt habe:

Vegan for Starters – Die einfachsten und beliebtesten Rezepte aus vier Kochbüchern (Vegane Kochbücher von Attila Hildmann)

Vegan Foodporn: 100 einfache und köstliche Rezepte

Für die Pausen mache ich mir einen Tee, nehme mir einen Keks und kuschele eine Runde mit Buddy auf dem Sofa. Wenn es warm und sonnig ist, setze ich mich kurz zum Luftschnappen auf den Balkon.

6) Kontakt zu anderen Menschen – gegen Einsamkeit im Homeoffice

Ich bin vor Corona so gerne in der Mittagspause rausgegangen, weil ich dann unter Menschen kam.

Etwas Leckeres essen, mich mit anderen Gästen unterhalten oder Leute beobachten – eine schöne Abwechslung.

Im Moment bleibe ich über Social Media und Telefonkonferenzen mit anderen in Kontakt.

7) Beweglich bleiben mit Yoga und Hund

Jedes Mal, wenn ich bei der Thaimassage bin, weist mich meine Masseurin auf Verspannungen in Nacken, Schultern und Hüftbereich hin.

Dabei steuere ich schon gegen. Abends mache ich oft eine halbe Stunde Yoga. Mit 19 Jahren habe ich damit angefangen und schon einige Kurse besucht.

Bei YouTube kann ich euch Videos empfehlen von:

Mady Morrison
Liebscher & Bracht

Auch die Gassigänge mit Buddy durch Park, Wälder und Felder helfen. Es macht Spaß, mit Carsten zusammen die Runden zu drehen und über unseren Tag zu sprechen.

Homeoffice Tipps: Welche Erfahrungen habt ihr gemacht?

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Anja Beckmann

Blogger bei Travel on Toast
Das Reiseblog und Foodblog Travel on Toast steht für die schönen Momente im Leben: ob Kurzurlaub, Städtereisen, Roadtrips, Urlaub mit Hund, vegan reisen, kochen oder backen. Über Instagram Stories nehme ich euch live mit.

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8 Kommentare

  • Antworten
    Sabiene
    4. April 2020 um 21:29

    Ich arbeite auch seid Jahren im Homeoffice und was ich am meisten vermisse, sind – wie du sagst – die Kollegen. Und der Austausch mit ihnen über berufliche Probleme und Kochrezepte und so weiter.
    Das größte Problem bei der Arbeit als solche ist bei mir, nicht in den Socials zu versinken. Da hilft eigentlich nur ein strikter Plan und ein Kampf gegen den inneren Schweinehund.
    LG
    Sabiene

    • Antworten
      Anja Beckmann
      5. April 2020 um 22:18

      Hallo Sabiene,

      ja, ich kann mit Social Media auch unendlich viel Zeit verbringen. Aber es gehört zu meinem Job und ich mache ihn sehr gerne.

      Liebe Grüße
      Anja

  • Antworten
    Daggi
    2. April 2020 um 20:53

    Liebe Anja, vielen Dank für den Beitrag.
    Meine Probleme habe ich bereits erkannt, mein größtes ist wohl die fehlende Struktur. Aber ich kämpfe ;)

    LG
    Daggi

    • Antworten
      Anja Beckmann
      3. April 2020 um 17:51

      Liebe Daggi,

      super, dass ich dir weiterhelfen konnte! Und vielen Dank für die Erwähnung in deinem Blogartikel. :)

      Viele Grüße
      Anja

  • Antworten
    Myriam
    28. März 2020 um 01:06

    Hallo,
    ich bin seit genau einer Woche im Home Office.
    Leider habe ich noch keine Möglichkeit mit einem Diensthandy zu telefonieren, daher kann ich zurzeit nur per E-Mail kommunizieren oder in ganz dringenden Fällen rufe ich mit dem privaten Handy an. Ansonsten nutzen wir viel Skype. Ich stelle mir morgens den Wccker, mach mich fertig, schalte den PC an, lese Mails, checke die News. Dann ist der erste Skypecall mit den Teamkollegen. Dann arbeite ich meine to dos an, habe Skype-Schulungen, Barcamps, Skype-Konferenzen mit Kunden, etc. Aktuell haben wir auch in großerer Runde viele Skypecalls, um uns über die neuen Herausforderungen in der Vertiebstätigkeit auszutauschen. Mein Freund denkt schon ich verdiene mein Geld damit den ganzen Tag mit Leuten zu skypen- ;) Dann ist von 13-14 Uhr Mittagspause, dann ist 14 Uhr wieder ein Skype-Meeting mit den Teamkollegen und dem Chef. Arbeitsergebnisse werden mitgeteilt und der fachliche Austausch findet statt. Dann gehe ich ca. 1 Stunde raus, allein spazieren. Dann arbeite ich 1-2 Stunden bis ggf. am frühen Abend ein fachlicher Skypeaustausch mit Kollegen ist. Dann ist Feierabend und ich lese noch in bisschen. Ich mache tatsächlich zwischendurch die Hausarbeit oder kaufe ein. Ich mag diese Flexibilität. Auch finde ich es gut, dass ich, wenn ich um 20 Uhr noch eine Idee habe, mich nun an den Rechner setzen kann und es kurz eingeben kann. Wenn nächste Woche mein Diensthandy ankommt, wird es auch wieder produktiver, weil ich dann anrufen anstelle von Mails schreiben kann. :)
    Unser Vorstand hat gemeint, wenn sich Home Office bewährt, können wir es auch generell freistellen, wo wir wann arbeiten. Durch Corona wird auch die NEW WORK Bewegung ziemlich stark vorangetrieben.
    Allerdings ist es anstrengend, wenn auch mein Partner im HO arbeitet, bzw. ich früh arbeite (äh skype ;) ) und er Spät- oder Nachtschicht im HO an. Daher will ich HO nicht dauerhaft – außerdem ist Kaffeevollautomat auf Arbeit einfach zu gut. :)

    LG Myri

    • Antworten
      Anja Beckmann
      29. März 2020 um 17:24

      Hallo Myri,

      ja, den Kaffee und Kollegen vermisse ich auch hier im Homeoffice.

      Aber mit Carsten – der jetzt einen Tag pro Woche Homeoffice macht – habe ich mich ganz gut arrangiert. Bis gerade hat er den Arbeitsplatz genutzt, jetzt bin ich dran.

      Allein wegen Buddy möchte ich auch weiterhin zu Hause arbeiten, das ist mit Hund einfach perfekt.

      Liebe Grüße
      Anja

  • Antworten
    Corina
    19. März 2020 um 23:53

    Danke für die Tipps! Schön, dass du weiter machst und flexibel bist, was deine Themen angeht. Den Yoga Link habe ich direkt mal meiner Schwester geschickt, die kann das gerade gebrauchen.

    • Antworten
      Anja Beckmann
      20. März 2020 um 15:50

      Klasse! Ich freue mich, dass ich helfen konnte. :)

      Am liebsten schreibe ich ja über Reisen. Aber da das gerade nicht passt, geht es halt um andere Themen, zu denen ich etwas sagen kann.

      Dir alles Gute!

      Liebe Grüße
      Anja

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