Leben und reisen mit Hund – mein Erfahrungsbericht

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Ein Hund war schon lange unser absoluter Traum! Doch mein Freund und ich haben beide Vollzeitjobs. Als Reisebloggerin bin ich außerdem oft unterwegs, arbeite ansonsten vom Homeoffice aus. Würde das klappen? Im Juni 2018 kam Buddy zu uns. Seitdem hat der große, lebhafte Magyar Vizsla (ein ungarischer Jagdhund) unser Leben ganz schön auf den Kopf gestellt. Wir haben schon Reisen mit Hund an die deutsche und polnische Ostsee unternommen, waren in der Eifel und im Westerwald sowie auf einem Hausboot in Frankreich. Ich erzähle euch von meinen Erfahrungen zum Leben, Arbeiten und Urlaub mit Hund.

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Das Leben ändert sich immer wieder

In der Vergangenheit sind einige Dinge passiert, die sich stark auf mein Leben ausgewirkt haben:

  • Nach langjähriger Beziehung bin ich im Oktober 2017 endlich mit Carsten zusammengezogen. In Mönchengladbach (NRW) arbeite ich im Homeoffice, wenn ich bzw. wir nicht gerade unterwegs sind.
  • Nach meiner einjährigen Weltreise habe ich 2012 mein Reiseblog gestartet. Seit 2017 ist Reisebloggen mein Vollzeitjob. Traumjob Reiseblogger? Für mich auf jeden Fall! Denn so gehe ich viel auf Reisen und arbeite den Rest der Zeit von unserer Wohnung aus. Leider hat mich die Coronakrise ziemlich ausgebremst, ich hoffe auf bessere Zeiten.
  • Nach dem Zusammenziehen kam der Plan auf, uns einen Hund anzuschaffen. Nachdem wir in Tierheimen und bei Züchtern gesucht hatten, fanden wir über eine private Anzeige den 9 Monate alten Buddy. Falls ihr euch fragt, welche Hunderasse bei einem Vollzeitjob perfekt ist: Vizslas eher nicht. Buddy ist extrem anhänglich und sucht immer den Körperkontakt, außerdem braucht er viel Bewegung. Mit dem Homeoffice kann ich Hund und Arbeit gut vereinbaren, ansonsten wäre es wohl bei einem Fulltime Job schwierig. Beim Reisen mit Hund sind wir im Auto in Deutschland und Europa unterwegs. Wir besuchen hundefreundliche Reiseziele mit viel Natur, Badeseen oder Hundestränden. Und mit gemäßigten Temperaturen, denn Buddy verträgt Hitze nicht.

Ich hatte ja schon diesen Artikel geschrieben: Reisen, Freund & Hund – kann ich alles haben? Ich finde: ja! Aber ich musste einiges umstellen. Mit dem Reisen fange ich an, dies ist schließlich ein Reiseblog. Danach gehe ich auf das Leben und Arbeiten mit Hund ein.

Reisen mit Hund

Urlaub mit Hund Geheimtipps HundeurlaubHundefreundliche Reiseziele in Deutschland und Europa – mit dem Auto erreichbar

Fliegen im Transportraum möchten wir Buddy nicht zumuten. Und er ist viel zu quirlig für Bus oder Bahn. Also suchen wir nach Reisezielen, die gut mit dem Auto erreichbar sind und wo Hunde willkommen sind – wo sie etwa im Wald oder am Strand laufen können und schon mal ins Restaurant mitdürfen. Auch sollte es nicht zu warm sein.

In Kolberg an der polnischen Ostsee haben wir sehr gute Erfahrungen gemacht. Die Einheimischen sind extrem hundefreundlich und es gibt zwei Hundestrände. Wir waren schon sehr oft an diesem schönen und günstigen Reiseziel, zuletzt im Herbst 2020.

Auch die deutsch-polnische Ostseeinsel Usedom im Herbst 2020, Eifel oder Westerwald im Sommer 2020 waren klasse!

Hier findet ihr passende YouTube Videos dazu:

Gepäck für den Hund

Ich reise sonst am liebsten sehr leicht, nur mit einer kleinen Reisetasche. Buddy benötigt jedoch etliches Zubehör, das findet ihr in der Packliste Urlaub mit Hund zum Ausdrucken und Abhaken.

Ferienwohnung oder hundefreundliches Hotel?

Auf der ersten Fahrt nach Kolberg übernachteten wir unterwegs in einem hundefreundlichen Hotel, wie auch im Westerwald oder in der polnischen Hafenstadt Stettin.

Ich finde Ferienwohnungen jedoch besser geeignet. Dort können wir uns Mahlzeiten selbst zubereiten und haben unsere Ruhe. So hatten wir in Kolberg oder in der Eifel schöne Unterkünfte.

Toll gerade zur Coronazeit ist Hausboot Urlaub mit Hund. In Frankreich waren wir für uns, in unserem eigenen Tempo unterwegs und konnten jederzeit für Gassirunden anlegen.

Leben und arbeiten mit Hund

Mit Buddy gehen wir viermal pro Tag Gassi.

Die erste Runde übernimmt Carsten, bevor er zur Arbeit fährt.

Buddy und ich sind keine Morgenmenschen bzw. -hunde. Also gähnen und strecken wir uns nach dem Aufwachen ausgiebig, bevor wir zur zweiten Gassirunde aufbrechen (rund 30 bis 45 Minuten). Wir haben einen Park gleich um die Ecke und ein Waldgebiet in der Nähe.

Nach Carstens Arbeit gehen wir zum dritten Mal raus, im Sommer etwa zu einem Fluss oder See. Denn unser anfangs wasserscheuer Hund stürzt sich inzwischen gerne ins Wasser. Diese große Gassirunde dauert meist ein bis zwei Stunden. Glücklicherweise hat Carsten durch Zufall eine Vizslabesitzerin getroffen. Wir treffen uns ab und zu zum Spielen.

Die vierte Runde vor dem Schlafengehen ist nur noch kurz.

Arbeiten von Zuhause aus – mit Hund

Mein Tagesablauf im Homeoffice mit Hund:

  • Gegen 8 oder 9 Uhr ohne Wecker aufwachen, meist werde ich von unserem Hund wachgeschnüffelt
  • Mit Buddy Gassi gehen
  • Duschen – das würde vor dem Gassigang keinen Sinn machen
  • Arbeiten bis zum Mittagessen, während Buddy neben mir schläft
  • Nachmittags weiterarbeiten, Buddy – die faule Socke – pennt weiter
  • Mit Carsten und Buddy zur großen Gassirunde gehen. Ich war noch nie so oft und so lange an der frischen Luft!
  • Am Wochenende buddygerechte Aktivitäten planen: Viele Menschen und Hunde liebt er, doch sie lassen ihn auch aufgekratzt werden. In der Natur ist es viel einfacher mit ihm umzugehen, als in der vollen Stadt.

Was sich in meinem Leben verändert hat? Ich habe weniger Zeit für mich, vieles dreht sich um den Hund. Die Zeiten, wo ich endlos lange in Cafés saß, dort Freunde getroffen und Zeitschriften gelesen habe, sind deutlich zusammengeschrumpft.

Buddy bleibt nicht gerne allein, meist ist einer von uns beiden bei ihm. Ansonsten hatten wir für z. B. für den Kinobesuch oder eine Party schon mal eine Hundesitterin gebucht.

Auch stehen manchmal Hundeschule, Tierarzt oder Tierhandlung an. Das kostet nicht nur Zeit, sondern auch jede Menge Geld. Wir haben übrigens eine Tierkrankenversicherung abgeschlossen, die Kosten für eine teure OP übernehmen würde.

Ob ich die früheren Zeiten vermisse? Carsten nimmt Buddy mit zu seinem Vater, wenn er ihn besucht. Da habe ich Zeit für Cafébesuche. Einige Reisen unternehme ich auch allein. Aber schnell vermisse ich die Beiden wieder.

Ich möchte nie mehr ohne Hund leben. Denn Buddy bereichert unser Leben sehr: Wir kommen viel mehr nach draußen, bewegen uns mehr, kuscheln mit ihm und lachen über seine lustige Art.

Praktische Kleidung

Wir haben uns daran gewöhnt, praktische Sachen samt Turnschuhen oder fester Stiefel zu tragen. Denn alles saut Buddy mit seiner Sabberschnute regelmäßig ein. Auch spielt er bevorzugt – nach Vizsla Art – direkt an den Beinen seiner Menschen. Das ist besonders schön, wenn er gerade klatschnass aus dem Fluss kommt. Die Waschmaschine lief noch nie so oft bei uns.

In der Jackentasche trage ich jetzt immer Kotbeutel und Leckerlis mit herum.

Neue Kontakte

Ich finde es toll, wie viele Leute wir schon durch Buddy kennengelernt haben. Einmal natürlich andere Hundebesitzer:innen, mit denen wir uns austauschen.

Da er Menschen mag, habe ich auch schon mit Briefträgerin, Müllmann oder einer alten Frau gesprochen. Als Rheinländerin mag ich das sehr!

Wohnung – wir putzen häufiger

Buddy haart wenig, mit seinem kurzen Fell ist er relativ pflegeleicht. Aber natürlich wird der Boden jetzt schneller dreckig, wir putzen gerade bei Regen oder Schnee häufiger.

In der Wohnung und auf dem Balkon hat unsere Zimtnase verschiedene Schlafplätze, dazu eine Ecke auf dem Sofa.

Inzwischen schläft er nachts bei uns im Bett. Er ist gerade in den kalten Jahreszeiten angenehm warm und sein tiefes Atmen beruhigt so schön. Allerdings bewegt er sich nachts auch ziemlich oft, dann bin ich regelmäßig kurz wach.

Draußen dreht er richtig auf, ist dann zu Hause aber ruhig. Er schläft die meiste Zeit, beobachtet vom Balkon oder vom Fenster aus die Nachbarn und kaut auf seinem Teddy herum.

Während ich arbeite, schnarcht Buddy neben mir. Ansonsten klettert er manchmal auf meinen Schoß, wenn ihm langweilig wird.

Betreuung, während ich reise

Einige Reisen unternehme ich weiterhin solo. Wohin dann mit Buddy, wenn Carsten Vollzeit arbeitet und unser Hund nicht alleine bleiben mag?

Eine Hundepension kommt für uns nicht infrage, wir haben uns mehrere angeschaut. Doch da sind viele Hunde auf einen Haufen, das möchten wir weder ihnen noch Wirbelwind Buddy zumuten.

Bisher hat Carsten meist Urlaub genommen. Da er nicht so reiseversessen ist wie ich, passt das gut.

Wie haben sich bei euch Leben und Reisen mit Hund verändert?

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Anja Beckmann

Blogger bei Travel on Toast
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6 Kommentare

  • Antworten
    Marina
    16. August 2018 um 15:01

    Wir fahren Anfang September mit unseren 2 Hunden nach Gruissan. Wären noch nie dort. Wir wollten unbedingt die Hunde dabei haben, einen Pool, wo sie schwimmen können und einen Strand. Können Sie uns etwas über die Gegend mitteilen?

    • Antworten
      Anja Beckmann
      20. August 2018 um 16:02

      Hallo Marina,

      leider nein, da war ich noch nicht.

      Liebe Grüße
      Anja

  • Antworten
    Nadja
    15. August 2018 um 13:44

    Ich habe gespannt eueren Weg zum Hund auf Instagram mitverfolgt und freue mich das ihr so einen tollen Hund gefunden habt :-) Egal wie sehr man sich doch manchmal umstellen muss ich könnte mir ein Leben ohne Tiere gar nicht mehr vorstellen, denn Tiere geben einem so viel zurück :) Auch wenn meine zwei Katzen auf den ersten Blick nicht zu meiner Reiselust passen, es findet sich immer eine Lösung :)

    Habt weiterhin eine schöne Zeit mit Buddy und genießt seine Welpenzeit bzw. Kinderzeit, die Zeit vergeht so schnell :)

    Liebe Grüße
    Nadja

    • Antworten
      Anja Beckmann
      20. August 2018 um 15:53

      Hallo Nadja,

      ein Haustier bereichert das Leben wirklich sehr. Ich habe mich so gefreut, Buddy nach einer Woche Flusskreuzfahrt wiederzusehen. Am schönsten sind die gemeinsamen Ausflüge und Roadtrips.

      Liebe Grüße
      Anja

  • Antworten
    Sylvia
    9. August 2018 um 22:10

    Tipp: schafft euch eine Stange mit flexi Leine für das Fahrrad an. Wir haben auch einen grossen Hund, da kann man mal auch Kilometer machen und er ist gut ausgepowert.

    • Antworten
      Anja Beckmann
      10. August 2018 um 15:56

      Das klingt gut! Ja, Carsten will Buddy bald zum Fahrradfahren und Joggen mitnehmen.

      Liebe Grüße
      Anja

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