Leben & Reisen – was sich mit Hund ändert

Urlaub und Ausflug mit Hund

Seit etwas über einem Monat ist Buddy bei uns. Seitdem hat der 64 cm große Vizsla Rüde (eine ungarischer Jagdhund) unser Leben und Reisen ganz schön auf den Kopf gestellt! Er war schon mit im Urlaub in Polen sowie auf Ausflügen ins Ruhrgebiet und in die Eifel. Ich erzähle euch von den Veränderungen…

5 Sterne Camping in Südfrankreich Yelloh Village Le Serignan PlageDas Leben ändert sich immer wieder – und das ist gut so!

In der letzten Zeit sind einige Dinge passiert, die sich auf mein Leben ausgewirkt haben:

  • Nach langjähriger Beziehung bin ich im Oktober 2017 endlich mit Carsten zusammengezogen. In Mönchengladbach arbeite ich im Homeoffice, wenn ich bzw. wir nicht gerade unterwegs sind.
  • Seit 2012 reise ich für mein Reiseblog um die Welt. Seit 2018 ist Reisebloggen mein Vollzeitjob. Vorher habe ich auch Unternehmen zu Blogger Relations beraten und Social Media Seminare gegeben. Traumjob Reiseblogger? Für mich auf jeden Fall!
  • Vor einem Jahr kam der Plan auf, uns einen Hund anzuschaffen. Nachdem wir in Tierheimen und bei Züchtern gesucht hatten, fanden wir über eine private Anzeige den 9 Monate alten Buddy.

Ich hatte ja schon diesen Artikel geschrieben: Reisen, Freund & Hund – kann ich alles haben? Ich finde: ja! Aber ich musste einiges umstellen.

Mein früheres Leben ohne Hund

Als Selbstständige im Homeoffice startete ich vorher gaaanz entspannt in den Tag. Mein Tagesablauf:

  • Gegen 8 oder 9 Uhr ohne Wecker aufwachen
  • Duschen
  • In einem Café einen Kaffee holen (viel Milch, nur einen Schuss Kaffee)
  • Arbeiten, bis mich das Magenknurren zum Mittagessen führte
  • Nachmittags weiterarbeiten
  • Abends mit Carsten Netflix gucken, Freunde treffen oder zum Yoga gehen
  • Am Wochenende Familie oder Freunde sehen, in Cafés, auf Flohmärkte, Partys oder ins Kino gehen

Gassi gehenMein jetziges Leben mit Hund

Nun haben wir Buddy, mit dem wir meist viermal pro Tag Gassi gehen. Die erste Runde übernimmt Carsten, bevor er zur Arbeit fährt.

Buddy und ich sind keine Morgenmenschen bzw. -hunde. Also gähnen und strecken wir uns ausgiebig, bevor wir zur großen Gassirunde aufbrechen (rund 1,5 bis 2 Stunden).

Wir haben eine kleinere Grasfläche gleich um die Ecke. Und ein Waldgebiet einen Kilometer entfernt. Da laufe ich mit Buddy hin.

Glücklicherweise hat Carsten durch Zufall eine Vizsla Besitzerin getroffen, später kam ein dritter Vizsla dazu. Mit den beiden anderen großen Hunden samt Besitzern treffen wir uns oft zum Spielen.

Nach seiner Arbeit geht Carsten noch mal kurz mit Buddy raus.

Abends sind wir meist zu dritt unterwegs, z. B. zu einem Fluss oder See. Denn unser anfangs wasserscheuer Hund stürzt sich inzwischen gerne ins Wasser.

Mein Tagesablauf im Homeoffice mit Hund:

  • Gegen 8 oder 9 Uhr ohne Wecker aufwachen
  • 1,5 bis 2 Stunden mit Buddy Gassi gehen
  • In einer Bäckerei einen Kaffee holen, während meine nette Gassibegleiterin auf Buddy aufpasst. Denn Hunde dürfen nicht in den Supermarkt.
  • Duschen – das würde vor dem Waldspaziergang keinen Sinn machen
  • Arbeiten bis zum Mittagessen, während Buddy neben mir schläft
  • Nachmittags weiterarbeiten, Buddy – die faule Socke – pennt weiter
  • Abends mit Carsten und Buddy noch mal zu einer großen Gassirunde gehen. Netflix gucke ich nur noch selten, meist treffen wir andere Hundebesitzer und beim Yoga war ich bisher nicht mehr. Ich habe aber das Gefühl, dass die langen Gassirunden viel für meine Fitness tun, ich war noch nie so oft und so lange an der frischen Luft! Und in der Natur. Wir haben in Brandenburg einen Eber gesehen, in der Eifel ein Reh und hier bei Mönchengladbach einen Otter.
  • Am Wochenende buddygerechte Aktivitäten planen: Viele Menschen und Hunde liebt er, doch sie lassen ihn auch aufgekratzt werden. In der Natur ist es viel einfacher mit ihm umzugehen, als in der vollen Stadt. Das mag sich aber noch ändern, wenn er sich noch mehr daran gewöhnt und älter wird.

Was sich in meinem Leben verändert hat? Ich habe weniger Zeit für mich, vieles dreht sich um den Hund. Die Zeiten, wo ich endlos lange in Cafés saß, Freunde getroffen und Blogartikel geschrieben habe, sind deutlich zusammengeschrumpft.

Denn noch kann Buddy nicht allein bleiben, er fängt dann an zu heulen. Wir üben gerade in kleinen Schritten…

Ob ich die früheren Zeiten vermisse? Letztens war ich noch mal beim Friseur und habe es sehr genossen, in aller Ruhe Zeitschriften zu lesen. Aber schnell vermisse ich Carsten und Buddy auch wieder.

Gassi mit HundKleidung: Wir haben uns daran gewöhnt, praktische Sachen samt Turnschuhen zu tragen. Denn alles saut Buddy mit seiner Sabberschnute regelmäßig ein, auch spielt er bevorzugt – nach Vizsla Art – direkt an den Beinen seiner Menschen. Das ist besonders schön, wenn er gerade klatschnass aus dem Fluss kommt. Die Waschmaschine lief noch nie so oft bei uns…

In der Handtasche trage ich jetzt immer Kotbeutel, Leckerlis und Pfeife mit herum.

Kontakte: Ich finde es toll, wie viele Leute wir schon durch Buddy kennengelernt haben. Einmal natürlich andere Hundebesitzer, mit denen wir uns austauschen können. In der Hundeschule nehmen wir bisher Einzelstunden, bald soll Buddy in eine Gruppe kommen.

Da er Menschen mag, habe ich auch schon mit Briefträgerin, Müllmann oder einer alten Frau gesprochen. Als Rheinländerin mag ich das sehr!

Übrigens wird er häufig angeflirtet: „Bist du hübsch!“, rief ihm gestern eine Frau zu. „Bellissimo…“, säuselte ein Italiener. Und eine andere Reisebloggerin meinte, er würde so wohlerzogen und royal wirken.

Er ist aber ein echter Racker: Mag Pferdeäpfel, zerstört Kuscheltiere und macht hübsche Augen bei leckeren Sachen. Beim Grillabend mit der Familie auf dem Balkon blieb er brav drinnen. Doch die Schnauze tauchte immer wieder auf, es roch einfach zu lecker.

Wohnung: Buddy haart wenig, mit seinem kurzen Fell ist er pflegeleicht. Aber natürlich wird der Boden jetzt schneller dreckig, wir putzen häufiger.

In der Wohnung und auf dem Balkon hat unsere Zimtnase verschiedene Schlafplätze, dazu eine Ecke auf dem Sofa. Ins Bett darf er nicht, aber daneben auf seinem Hundebett schlafen.

Im Schlafzimmer steht noch mein Schreibtisch. Doch bald bekomme ich ein eigenes Arbeitszimmer im Haus. Während ich arbeite, schnarcht Buddy neben mir. Und das nicht gerade leise!

Draußen dreht er richtig auf, ist dann zu Hause nach einer kurzen quirligen Phase aber ruhig. Er schläft die meiste Zeit, beobachtet vom Balkon aus die Nachbarn oder kaut auf seinem Teddy herum.

Ausflug mit HundReisen ohne und mit Hund

Reiseziele: Früher galt für mich – je weiter weg und je exotischer, umso besser. Das hat sich geändert…

Heute ist für mich am allerwichtigsten, Zeit mit Carsten und Buddy zu verbringen. Das steht auf Platz 1. Erst danach kommen das Reiseziel und die Reiseart.

Urlaub mit HundReiseart: Fliegen im Transportraum möchten wir Buddy nicht zumuten. Also suchen wir nach Reisezielen, die gut mit dem Auto erreichbar sind und wo Hunde willkommen sind – wo sie etwa im Wald oder am Strand laufen können und schon mal ins Café mitdürfen.

Mit Buddy waren wir schon an der Ostsee in Polen, dazu habe ich diesen Artikel geschrieben: Erster Urlaub mit Hund – ein Erfahrungsbericht. Auch waren wir schon zu Wochenendausflügen im Ruhrgebiet und in der Eifel.

Gepäck: Es haben sich nicht nur Reiseziele und Reiseart geändert, wir müssen jetzt auch viel mehr mitnehmen. Ich reise sonst am liebsten sehr leicht, nur mit Handgepäck. Buddy benötigt etliches Zubehör, das findet ihr im Polenartikel.

Ferienhaus, Hotel oder Van? Im Artikel schreibe ich über unseren ersten Hotelbesuch mit Hund, die meiste Zeit waren wir jedoch in einer Ferienwohnung. Wir möchten auch einen Camper ausprobieren.

Hundepension & Hundesitter: Einige Reisen werde ich weiterhin allein unternehmen. Eigentlich war geplant, dass wir erst im Winter einen Hund bekommen. Doch dann sah Carsten die Anzeige. Zwei Reisen standen bei mir aber schon fest.

So bin ich etwa im August eine Woche auf Flusskreuzfahrt mit Wien, Bratislava und Budapest. In dieser Zeit passt eine befreundete Hundebesitzerin zu Hause auf Buddy auf.

Im September bin ich für zwei Wochen in Südostasien (Bangkok, Kuala Lumpur und Singapur), da hat Carsten Urlaub genommen.

Für spätere Reisen hat der andere Viszla Besitzer eine Hundepension empfohlen, die sehen wir uns an. Und wir hoffen, dass Buddy irgendwann mal vier Stunden allein bleiben kann. Dann würde Carsten – der nur fünf Minuten entfernt arbeitet – die Mittagspause mit ihm verbringen.

Wie haben sich bei euch Leben und Reisen durch euren Hund verändert?

Foto von mir: Fotografin Melanie Zanin

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Blogkategorie Urlaub mit Hund

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Anja Beckmann

Reiseblogger bei Travel on Toast
Reisen ist meine große Leidenschaft, am liebsten bin ich mit meinem Freund Carsten und unserem Hund Buddy unterwegs. Ob nah oder fern, Städte, Strände, Roadtrips oder leckeres Essen - als hauptberufliche Reisebloggerin bringe ich euch hier im Blog zum Träumen, gebe praktische Hinweise und Geheimtipps. Über Instagram Stories nehme ich euch live mit.

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6 Kommentare

  • Antworten
    Marina
    16. August 2018 um 15:01

    Wir fahren Anfang September mit unseren 2 Hunden nach Gruissan. Wären noch nie dort. Wir wollten unbedingt die Hunde dabei haben, einen Pool, wo sie schwimmen können und einen Strand. Können Sie uns etwas über die Gegend mitteilen?

    • Antworten
      Anja Beckmann
      20. August 2018 um 16:02

      Hallo Marina,

      leider nein, da war ich noch nicht.

      Liebe Grüße
      Anja

  • Antworten
    Nadja
    15. August 2018 um 13:44

    Ich habe gespannt eueren Weg zum Hund auf Instagram mitverfolgt und freue mich das ihr so einen tollen Hund gefunden habt :-) Egal wie sehr man sich doch manchmal umstellen muss ich könnte mir ein Leben ohne Tiere gar nicht mehr vorstellen, denn Tiere geben einem so viel zurück :) Auch wenn meine zwei Katzen auf den ersten Blick nicht zu meiner Reiselust passen, es findet sich immer eine Lösung :)

    Habt weiterhin eine schöne Zeit mit Buddy und genießt seine Welpenzeit bzw. Kinderzeit, die Zeit vergeht so schnell :)

    Liebe Grüße
    Nadja

    • Antworten
      Anja Beckmann
      20. August 2018 um 15:53

      Hallo Nadja,

      ein Haustier bereichert das Leben wirklich sehr. Ich habe mich so gefreut, Buddy nach einer Woche Flusskreuzfahrt wiederzusehen. Am schönsten sind die gemeinsamen Ausflüge und Roadtrips.

      Liebe Grüße
      Anja

  • Antworten
    Sylvia
    9. August 2018 um 22:10

    Tipp: schafft euch eine Stange mit flexi Leine für das Fahrrad an. Wir haben auch einen grossen Hund, da kann man mal auch Kilometer machen und er ist gut ausgepowert.

    • Antworten
      Anja Beckmann
      10. August 2018 um 15:56

      Das klingt gut! Ja, Carsten will Buddy bald zum Fahrradfahren und Joggen mitnehmen.

      Liebe Grüße
      Anja

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