Kroatien – Inseln und Dubrovnik per Rad erkunden

Radfahren in Kroatien

Beitrag von Melanie Zanin. Wusstet ihr, dass Kroatien 1.246 Inseln hat? Ich besuche das Land jetzt zum ersten Mal, für eine Woche. Dabei erkunde ich die Inselwelt und Dubrovnik auf einer Kreuzfahrt mit dem Motorsegler MS Mirabela. Mit an Board sind die Elektrofahrräder Pedelecs, ich erzähle euch von unseren Touren.

Kroatien Kreuzfahrt
Kroatien Kreuzfahrt MotorseglerAls ich am ersten Morgen auf der MS Mirabela wach werde, sind wir schon auf See und Stepe (unser Kapitän) steuert die Insel Brač an.

Kroatien RadfahrenKurz darauf sitze ich auf meinem Pedelec. Anfangs ist es etwas ungewohnt. Als ich das erste Mal wie gewohnt kräftig in die Pedale trete, macht das Rad einen unerwarteten, schwungvollen Schub nach vorne. Ich beschließe, mich erst mal langsam an das neue Fahrgefühl zu gewöhnen.

Auf der ersten, 25 Kilometer langen Tour von Supetar nach Pučišća probiere ich das Rad und die verschiedenen Gänge erst mal aus.

Kroatien RadfahrenIn den nächsten Tagen werden wir mit unserem Motorsegler folgende Inseln ansteuern und mit unseren Fahrrädern überqueren:

Von der Insel Brač geht es auf die Insel Korčula, wo wir erst mal nur den Abend verbringen werden. Am nächsten Morgen fahren wir zeitig von Korčula auf die Insel Mljet. Bekannt sind die zwei großen Salzseen der Insel und das schöne Naturschutzgebiet.

Weiter geht es in die historische Stadt Dubrovnik. Von hier aus fahren wir weiter auf die dünn besiedelte Insel Šipan, die zu den 13 idyllischen Elaphiten-Inseln gehört.

7 Kroatien RadfahrenAuf der Halbinsel Pelješac fahren wir mit unseren Rädern von Ston nach Mali Ston, bevor wir wieder nach nach Korčula kommen. Letztlich radeln wir noch über die Inseln Hvar und Šolta und legen am Ende unserer Reise in Trogir an.

Unsere achtköpfige Gruppe trifft sich jeden Morgen im Speiseraum des Schiffs zu einem gemeinsamen schönen Frühstück. Hier besprechen wir kurz den Tag und die Route, die wir fahren.

KroatienWenn wir nicht schon an Land sind, steuern wir einen Hafen an. Die Fahrräder werden von der unglaublich netten und hilfsbereiten Crew von Bord gehievt. Kurz danach sitzen wir alle im Sattel und folgen unserem Guide Dario.

Kroatien RadfahrenMit Dario an der Spitze fahren wir serpentinenartige kleine, schmale Straßen hinauf und wieder hinab, durchradeln winzig kleine Dörfer oder schlängeln uns durch enge Gassen. Jede Insel, die wir befahren ist anders. Es ist unglaublich, wie vielfältig die Natur ist.

Kroatien BracDie Insel Brač hat mit dem Vidova Gora den höchsten Gipfel des Adriatischen Archipels. Die Steigung würde mich ohne Elektroantrieb wirklich abschrecken. Doch mit der elektronischen Unterstützung komme ich ziemlich entspannt die Anstiege hoch und kann mir in Ruhe die Umgebung anschauen.

Von dieser Insel kommt im Übrigen der berühmte weiße Kalkstein, aus dem auch der Berliner Bundestag erbaut wurde.

Kroatien
KroatienAm stärksten bewaldet ist die Insel Mljet.
Wir radeln durch den Naturschutzpark der Insel vorbei an einem der zwei großen Salzseen.

KroatienKroatien
Am Straßenrand entdecke ich immer wieder Kräuter, Pflanzen und Früchte.

KroatienSehr unkonventionell findet hier das Leben auf der Straße statt. So wird das Mittagessen auf der Mauer vor dem Haus vorbereitet. Sieht erst mal etwas seltsam aus, aber ich wette, es schmeckt köstlich.

Ich habe den Eindruck, als leben die Menschen auf den Inseln einfach. Es erscheint so, als kennt und hilft man sich gegenseitig. Sicher muss es so sein, denn das Festland ist einige Kilometer mit dem Boot entfernt.

Kroatien DubrovnikEinen ganz anderen Eindruck vermittelt Dubrovnik.

Kroatien DubrovnikDie Altstadt ist Teil des UNESCO Weltkulturerbes.

Reiseblogger - Kroatien Dubrovnik
Kroatien DubrovnikIch bin ziemlich beeindruckt von der 1.940 Meter langen, sowie zwischen drei und sechs Meter breiten Stadtmauer. Sie umschließt die gesamte Altstadt und ist (gegen eine Gebühr) komplett begehbar.

Kroatien DubrovnikAls wir die kleine Altstadt mit ihren vielen engen Gassen erkunden, entdecken wir etwas außerhalb der Geschäftsgassen zwei kleine Bars, die in die Stadtmauer integriert sind. Von hier aus lässt sich der Sonnenuntergang mit Blick auf das Meer genießen.

Kroatien DubrovnikAußerhalb der Stadtmauer geht es weniger touristisch zu. Auf dem Wochenmarkt werden regional angebaute Produkte verkauft. Fast jeder Händler hat die gleiche Auswahl, jedoch nicht in Massen, sondern in realistischen Mengen.

Kroatien DubrovnikWir verlassen Dubrovnik mit einem Gruß und einem Slivovic (Obstbrand aus Pflaumen).

Das Wetter wird von Tag zu Tag und Insel zu Insel schöner, so dass wir endlich in das glitzernde Wasser springen können.

Reiseblogs- Kroatien KreuzfahrtWir steuern dazu eine kleine Bucht an. Wer sich traut, der darf von der Reling springen. Es ist höher, als ich dachte. Aber ich wage es, von der mittleren Etage zu springen. Ich kann den Meeresgrund sehen, so klar ist das Wasser.

Beim Eintauchen in das azurblaue Wasser erwarte ich eine ziemliche Abkühlung, wir haben immerhin Ende September. Doch das Wasser ist schön warm.

Der September ist meiner Meinung nach die beste Reisezeit für Kroatien. Das Wasser hat noch immer sehr angenehme Temperaturen und tagsüber ist es nicht mehr so heiß wie im Hochsommer. Was auch für Radtouren ein sehr gutes Klima ist.

KroatienAuf der Insel Šipan zeigt sich das Wetter von seiner besten Seite. Die Insel ist meine Lieblingsinsel der Reise.

KroatienŠipan ist eine der 13 Elaphiten-Inseln, von denen nur drei bewohnt sind: Šipan, Lopud und Koločep. Sie ist nur 9,1 Kilometer lang, bis zu 2,6 Kilometer breit und mit knapp 450 Menschen sehr dünn besiedelt. Das ist es, was ich an dieser Insel so liebe!

Kroatien Slipan KapelleKirche KroatienWir machen einen Stopp an einer kleinen Kirche. Es gibt insgesamt 30 auf der Insel, von denen 15 schon zu Ruinen zerfallen sind. Da sie offen steht, können wir hinein und auf das Dach steigen. Von hier oben kann man weit über das Land und das Meer schauen – einfach die Ruhe genießen.

Reiseblogger - Kroatien KreuzfahrtWeiter geht die kleine Tour zum Städtchen nach Šipanska Luka. Es ist neben Suđurađ einer der zwei wichtigsten Orte der kleinen Insel, von denen auch regelmäßiger Schiffsverkehr nach Dubrovnik besteht.

KroatienIn Šipanska Luka befindet sich das Fürstensommerhaus der Familie Skočibuha in Sipanska. Von den zwei Bars direkt am kleinen Hafen lasse ich den Blick über das beschauliche Dörfchen mit einer Hand voll Häusern schweifen.

Kroatien
 KroatienVon der Insel geht eine idyllische Ruhe aus. Die Menschen spielen Boule oder gehen den letzten Arbeiten des Tages nach, Fischer flicken ihre Netze. Es kommt mir vor, als befände ich mich in einer Filmszene.

KroatienAuf dem 10 Kilometer kurzen Rückweg zurück nach Suđurađ scheint mir Abendsonne ins Gesicht. In der goldgefärbten Umgebung komme ich an einigen stattlichen Sommerresidenzen vorbei. Einst baute die aristokratische Gesellschaft Dubrovniks 44 dieser Residenzen auf Šipan.

Ewig könnte ich so weiter radeln, der untergehenden Sonne entgegen und diese schöne, üppige Natur um mich herum…

Weiterlesen zu Kroatien
Kreuzfahrt: Kroatien zu Wasser und zu Land erleben
Kroatien: Genussmomente im Inselparadies

Vielen Dank an I.D. Riva Tours für die Unterstützung der Kroatien Kreuzfahrt.

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Anja Beckmann

Reiseblogger bei Travel on Toast
Erst war ich ein Jahr auf Weltreise, heute bin ich hauptberufliche Reisebloggerin. Am liebsten reise ich mit Freund Carsten und Hund Buddy, mit denen ich im Rheinland lebe. Ob nah oder fern, Städte, Strände, Roadtrips oder vegetarisches Essen - ich bringe euch im Blog zum Träumen, gebe praktische Hinweise und Geheimtipps. Über Instagram Stories nehme ich euch live mit.

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2 Kommentare

  • Antworten
    Traveler Story
    25. November 2015 um 17:01

    Vielen Dank für den schönen Bericht auf dem Reiseblog. Wir waren selbst vor einigen Jahren mit dem VW-Bus in Kroatien unterwegs und ich war absolut „überrascht“ von dem Land. Vorher hatte ich keine konkrete Vorstellung – aber die Leute waren super nett und die Landschaft war wirklich beeindruckend. Besonders für’s Camping ist Kroatien meiner Meinung nach besonders gut geeignet, da auch absolut erschwinglich.

  • Antworten
    Anna
    24. November 2015 um 00:53

    An Dubrovnik kann ich mich noch gut erinnern; eine wunderschöen Stadt. Leider hatte ich damals nicht genug Zeit, um sie wirklich ausfürlich zu erkunden (also schon gar nicht mit dem Rad). Aber das ist eine tolle Idee für den Fall, dass ich es noch mal an die Perle der Adria schaffen sollte. :-)

    Herzlich,
    Anna

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