Queensland: Noosa, Daintree Rainforest & Cape Tribulation

Känguru in Australien

Beitrag von Franziska Lenz. Queensland ist Australien im Kleinformat. Ich sehe hier Kängurus, Surferstrände und Regenwald. Im Artikel erzähle ich euch, warum sich ein Besuch in Queensland auf jeden Fall lohnt und wie eine 10-tägige Tour durch den zweitgrößten Bundesstaat Australiens aussehen kann – inkl. Noosa, Daintree Rainforest und Cape Tribulation.

Noosa National ParkIch starte meine 10-tägige Rundreise durch Queensland (etwa fünfmal so groß wie Deutschland) an der Sunshine Coast.

Genauer gesagt im Städtchen Noosa, das als „Saint-Tropez Australiens“ gilt. Die Architektur erinnert tatsächlich etwas an die Touristenorte der Côte d’Azur, doch die Stimmung ist irgendwie entspannter.

Mein Ausgangspunkt ist das Apartment Hotel Mantra French Quarter direkt im Zentrum. Auf der geschäftigen Hastings Street, der Haupteinkaufsstraße, laden zahlreiche Boutiquen, Surf und Heimdeko Shops ein, das Urlaubsbudget bereits am ersten Tag zu verprassen.

Noosa Main BeachAus reinem Selbstschutz spaziere ich daher erst mal an den Main Beach und schaue den sportlichen Australiern beim Joggen, Surfen und Schwimmen zu, während ich meinen ersten Meat Pie (ein Muss!) esse.

Noosa National ParkFrisch gestärkt zieht es mich in den beliebtesten Park in Queensland: den Noosa National Park, der mit seinen fünf angelegten Wanderwegen nur 15 Minuten zu Fuß von der Hastings Street entfernt liegt.

Noosa National Park
Tea Tree Bay Beach
Ich schlendere die Uferpromenade entlang und werfe meine Wanderpläne spontan über den Haufen, als ich den Tea Tree Bay Beach entdecke. Ich werte das einfach mal als Anpassung an die australische Lässigkeit.

Mein Tipp: Den Abend in der Piano Bar „Rococo“ (42 Hastings Str., Noosa Heads) ausklingen lassen und an der Bar einen Whisky mit Ginger Ale bestellen. Klingt fies, schmeckt aber großartig!

In dem so genannten Hinterland der Sunshine Coast, genauer gesagt in Montville, treffe ich Lynne Fallon von Mystic Mountain Tours.

Konalilla Falls
Kondalilla National Park
Sie führt mich zusammen mit ihrer Aborigine Kollegin Beverly durch den Kondalilla National Park, wo mir Beverly die australische Pflanzenwelt zeigt und mir erklärt, wie die Aborigines diese ursprünglich nutzten.

Soap TreeIch sehe Würgefeigen, die andere Bäume zum Selbstmord zwingen, Eukalypten und einen sogenannten Soap Tree, dessen Blätter beim Verreiben tatsächlich eine Art Seifenschaum bilden.

Glass House MountainsIn dem Städtchen Maleny decke ich mich im Supermarkt mit Leckereien ein und fahre dann zu den Maleny Botanic Gardens (233 Maleny-Stanley River Rd.). Ein Picknick inmitten der hübsch angelegten Gärten mit Aussicht auf die Glass House Mountains ist wirklich ein Erlebnis!

Mein Tipp: Übernachten in den Narrows Escape Boutique Pavillons. Eine Hängematte auf der Terrasse, ein Whirlpool mit Aussicht auf den Wald und ein prasselndes Kaminfeuer im Wohnbereich lassen mich die müden Füße schnell vergessen.

Koalas Australia ZooEine Reise durch Australien ist natürlich nicht komplett ohne eine Begegnung mit Koalas und Kängurus. Wer sich nicht auf sein Glück in der freien Wildbahn verlassen möchte, dem empfehle ich einen Besuch im Australia Zoo (1638 Steve Irwin Way, Beerwah).

Echidna Australia ZooNeben Kurzschnabeligeln, Kängurus und Koalas gibt es hier eine Vielzahl Reptilien, was dem früheren Besitzer Steve Irwin zu verdanken ist.

Ja, ihr hab richtig gelesen: Steve Irwin – der Crocodile Hunter! Falls ihr die Serie früher auch so gefeiert habt wie ich, ist das definitiv ein weiterer Grund, den Zoo und das angeschlossene Australia Zoo Wildlife Hospital zu besuchen.

Mooloolaba SurfersVom Australia Zoo ist es nur noch ein Katzensprung zum Badeort Mooloolaba, der sich prima als Zwischenstopp auf der Route eignet, um nochmal Sonne zu tanken. Eine hübsche Promenade, leckeres Seafood und kilometerlange Strände mit Puderzuckersand.

Ich laufe bis zum Strand von Maroochydore und lasse dort mit Blick auf die Wellen die Eindrücke der letzten Tage sacken.

Mein Tipp: Das Restaurant „Spice Bar“ (123 Mooloolaba Esplanade) direkt an der Promenade serviert asiatisch angehauchte Gerichte im Tapasstil mit Meerblick. Unbedingt das Sunshine Coast Brewery Chili Beer probieren!

Daintree SwimmingholeNach einem zweistündigen Inlandsflug von Brisbane (Queenslands Hauptstadt) nach Cairns bin ich plötzlich in einer völlig anderen Welt.

Daintree Rain ForestIn der Gondel des Skyrail Rainforest Cableway schwebe ich über den sattgrünen Regenwald hinweg.

Daintree Discovery CentreBeim Besuch des Daintree Discovery Centres (Cnr &, Cape Tribulation Rd.) tauche ich dann komplett darin ein. Über schwebende Gitterstege erkunde ich die Pflanzenwelt des wohl ältesten Regenwalds der Welt.

Der 23 Meter hohe Aussichtsturm des Daintree Discover Centres lässt die Herzen aller Vogelbeobachtungsfans höher schlagen. Während ich auf der Plattform stehe und auf den Regenwald hinunterschaue, denke ich allerdings eher an Alfred Hitchcocks „Die Vögel“ und mache mich lieber zügig wieder auf den Rückweg.

Mein Tipp: Der Bush Tucker Probierteller im Café des Daintree Discovery Centres mit Buschtomaten Chutney, Tamarinden Dip, Trockenfleisch in Buschgewürzen und getrockneten Quandongs (eine Art australischer Wildpfirsich).

Cape TribulationNoch etwas weiter nördlich erwartet mich der letzte Stopp meiner kleinen Queensland Rundreise: Cape Tribulation.

Hier treffen zwei UNESCO Weltnaturerben aufeinander: Auf der einen Seite der dichte, geheimnisvolle Daintree Rainforest und auf der anderen das Meer mit dem Great Barrier Reef direkt vor der Haustüre.

Im Cape Trib Beach House lerne ich den Barkeeper Elgon kennen. Der Brite kam 2013 wie so viele eigentlich nur für ein Jahr Work and Travel nach Cape Tribulation. Er ist geblieben, weil ihm der einfache und entspannte Lebensstil hier so gefällt.

Unverständig schaue ich ihn mit meinem panischen „Die Bloggerin hatte zwei Tage kein Wifi“-Gesicht an und bin noch nicht sicher, ob ich diese Meinung teilen kann.

Ich schlafe mitten im Regenwald in einem schlichten Holzhäuschen. Ok, ich versuche zu schlafen. Die nächtlichen Tiergeräusche des Regenwaldes sind mir nicht so ganz geheuer, da bin ich ein riesen Weichei.

Zum Frühstück serviert mir Elgon die besten Blaubeer Pancakes meines Lebens im Restaurant am Strand. Meeresrauschen und Jack Johnson Soundtrack inklusive.

Cape TribulationFür alle Geschichtsbegeisterten ist der Strand des Cape Trib Beach House bedeutend, weil es der Strand ist, an dem 1770 Captain Cook ankam (nachdem sein Schiff auf dem Endeavour Riff auflief).

Für mich persönlich ist er bedeutend, weil es der Strand ist, an dem ich noch am Abend zuvor bei einem prasselnden Lagerfeuer saß. Am Nachthimmel habe ich das Kreuz des Südens gesucht und die großen Fragen des Lebens mit Menschen aus aller Welt diskutiert. Ganz ohne Smartphone und der Hilfe von Google…

Thala BeachAls ich bei dem Gedanken selig lächelnd und mit vollem Bauch meine Kaffeetasse zur Theke bringe, grinst Elgon mich an und meint nur „Du verstehst mich jetzt, oder?“. Ja, irgendwie schon.

Wart ihr schon mal in Queensland? Was hat euch am besten gefallen?

Vielen Dank für die Unterstützung an das Team von Tourism Queensland (auf der Website findet ihr viele hilfreiche Informationen), das die Reise ermöglicht hat.

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Als Tochter einer Samoanerin und eines schwäbischen Seemanns ist das Reisen seit Kindestagen ein fester Bestandteil meines Lebens. Ganz nach dem Motto „Am meisten gefällt mir alles!“ möchte ich soviel wie möglich von der Welt sehen und schätze bei meinen Ausflügen rund um den Globus eine Mischung aus Action, das Kennenlernen fremder Kulturen und natürlich leckeres Essen.

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13 Kommentare

  • Antworten
    Franziska
    25. Februar 2016 um 13:28

    Hi Kathy,
    für 8 Tage ist das Programm ganz schön ambitioniert 🙂 Mein Tipp zum Thema Flora&Fauna ist z. B. ein Ausflug zum Wilsons Promontory National Park, der ganz in der Nähe von Melbourne ist (dazu habe ich hier auch einen Artikel verfasst) oder das Daintree Rainforest Center bei Cairns. Beide Varianten bieten dir viel Natur ganz in der Nähe der Städte die dich interessieren, dadurch verlierst du nicht soviel Zeit. Ich hoffe das hilft dir weiter und wünsch dir schon mal ganz viel Spaß auf deiner Reise!
    LG
    Franzi

  • Antworten
    Kathy Welcker
    23. Februar 2016 um 22:12

    Hallo Franziska,

    bisher kenne ich von Australien nur Sydney, meine liebste Stadt überhaupt. Dieses Jahr möchte ich wieder dorthin, aber ich werde nicht viel mehr als 8 Tage vor Ort haben. Ich würde gern Sydney und Melbourne besuchen, was könntest Du mir noch empfehlen. Ich möchte unbedingt etwas Flora und Fauna mitnehmen. Ich würde mich super freuen über ein paar Tips. Derzeit überlege ich, ob man eine leider kurze Mischung aus Queensland, Cairns, Melbourne und Sydney stricken kann. Was meinst Du?
    Liebe Grüße
    Kathy

    • Antworten
      Anja Beckmann
      24. Februar 2016 um 11:43

      Hallo Kathy,

      da Franziska gerade unterwegs ist, antworte ich (Anja, ich war schon mehrfach in Australien) mal.

      Meine Lieblingsstadt in Australien ist Melbourne – mit Strand, einer lebendigen Musikszene und vielen Cafés. Ich würde mir dort einen Mietwagen nehmen und einen Abstecher zur Great Ocean Road machen. Dort kannst du neben Surfstränden auch Kängurus und Koalas sehen.

      Ansonsten fand ich down under die Whitsunday Islands mit dem wunderschönen Whitehaven Beach toll, Fraser Island und den Badeort Noosa.

      Oz ist ein riesiges Land und mit 8 Tagen hast du nicht viel Zeit – da würde ich nicht zu viel ins Programm packen.

      Liebe Grüße
      Anja

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