Wie hat sich mein Reisestil verändert?

Auf Mykonos in Griechenland

Ich reise immer noch wahnsinnig gerne. Aber anders als früher. Nach meiner einjährigen Weltreise standen Fernreisen im Fokus, heute sind es eher Deutschland- und Europareisen. Im Artikel erzähle ich euch, was sich noch geändert hat: z. B. bei Anreise, Gepäck, Unterkunft und Essen. Und was gleich geblieben ist. Damit nehme ich an der Blogparade von Sabine (Ferngeweht) teil.

Was sich nicht geändert hat

Als Kind gingen meine ersten Reisen mit meiner Familie nach Frankreich, zum Camping. Seither liebe ich das Meer und Essen auf Reisen. Letzteres hat zu meinem Blognamen Travel on Toast geführt.

Mit 19 Jahren habe ich Carsten kennengelernt, kurz vorher ist das Foto entstanden. Nach vielen Jahren Fernbeziehung (Hamburg – Rheinland, Bremen – Rheinland, Köln – Mönchengladbach) sind wir dann zusammengezogen. Yeah!

Immer noch bin ich sehr neugierig auf die Welt und habe eine ganze Liste an Traumreisezielen. So habe ich gerade spontan Tel Aviv für März gebucht.

Was weiterhin gleich bleibt:

  • Ich hasse Kofferpacken, das schiebe ich immer bis zur letzten Sekunde auf.
  • Noch weniger gerne steige ich in einen Flieger, ich habe starke Flugangst.
  • Ich bin eher vorsichtig und gut organisiert. Fallschirmspringen ist nix für mich, dafür habe ich noch nie einen Zug oder Flug verpasst.
  • Auf Reisen schlafe ich gerne aus, erlebe so statt des Sonnenaufgangs eher den Sonnenuntergang.
  • Essen mag ich lieber als Sport, leider. Aber ich bin gerne im Wasser, könnte stundenlang schnorcheln. Auch Yoga mag ich sehr.
  • Oft finde ich es spannender, mich in Städten zu verlieren, als die klassischen Sehenswürdigkeiten wirklich alle zu sehen.
  • Obwohl ich u. a. Kunstgeschichte studiert habe (neben Deutscher Literatur und Politologie), bin ich selten in Museen zu finden. Dafür liebe ich verrückte Architektur wie in Rotterdam.
  • Viel Zeit verbringe ich in Cafés, Restaurants, mit Street Art oder auf Flohmärkten.
  • Mit Carsten teile ich die Liebe für alles aus den Sixties (Motorroller wie Vespa und Lambretta, Space Age Design und Kleidung, Musik), Roadtrips und Hund Buddy.
  • Ich habe übrigens neben dem Auto- auch einen Motorradführerschein. Allerdings habe ich seit zehn Jahren weder Auto noch Motorroller. Für Roadtrips setze ich mich dann doch mal hinters Steuer.
  • Immer noch lasse ich mich nicht gerne fotografieren, deshalb gibt es auch nur wenige Bilder von mir. Aber bald noch mal, versprochen!

Was sich geändert hat

1) Reisen zu zweit und Urlaub mit Hund statt Soloreisen

Urlaub mit Hund in KolbergAllein reisen, das fand ich früher toll. Ein echtes Abenteuer. Auf der Weltreise war ich weitgehend ohne Begleitung unterwegs. Und habe in den Hostels viele andere Soloreisende getroffen. Auch längere Zeit danach mochte ich diese Art zu reisen sehr.

Wann sich das geändert hat? Als ich im Oktober 2017 mit Carsten zusammengezogen bin. Ein echter Umbruch ergab sich dann, als im Juni 2018 Hund Buddy zu uns kam.

Er ist ein großer Jagdhund, fliegen klappt mit ihm nicht. Für Bahn und Bus ist er zu hibbelig. Also versuchen wir, so oft wie möglich Urlaub mit Hund per Auto zu machen. Dafür haben wir uns auch extra einen Van gekauft.

Da ich als Vollzeitreiseblogger selbstständig bin, könnte ich flexibel verreisen. Doch wenn ich allein unterwegs bin, vermisse ich Carsten und Buddy sehr.

Mit Freundinnen klappt es aber gut, wie zuletzt nach Marokko, Andalusien und Frankreich. Das waren jedoch eher kürzere Reisen.

2) Mehr Deutschland- und Europareisen, weniger Fernreisen

Paros, Griechenland: Trauminsel mit Parikia, Naoussa & SträndenNach Australien, Neuseeland oder Mexiko reisen – das habe ich früher gemacht. Inzwischen bin ich verstärkt in Deutschland und Europa unterwegs.

Unter den zwölf Reisen 2019 war Marokko das einzige Land außerhalb Europas.

Auf unserem Kontinent habe ich eine Menge noch nicht gesehen. Außerdem gibt es hier viele Orte, an die ich immer wieder gerne zurückkehre.

So habe ich mich in die griechischen Inseln verliebt. Im Juni 2020 reise ich zum dritten Mal auf die Kykladen. Mein bisheriger Inselliebling: Paros, daher stammt das Foto oben.

Ganz kann ich Fernreisen aber nicht lassen, auch wenn es viel weniger sind als früher. Im Januar 2020 bin ich noch mal in Thailand und Singapur.

3) Kurzurlaub und mittellange Reisen statt Langzeitreisen

Rotes Haus in MonschauNach der Weltreise war ich einmal im Jahr für vier bis sechs Wochen allein unterwegs. Das brauche ich heute nicht mehr.

Jetzt fühle ich mich sehr wohl im Homeoffice mit Hund im Rheinland. Abwechslung und Futter für mein Blog bringen Kurzurlaub und mittellange Reisen (bis 2 Wochen), am liebsten mit Carsten und Buddy.

Das Foto ist bei einem unserer Ausflüge in die Eifel entstanden. Auch gehe ich in diesem Jahr wieder zum Weihnachtsmarkt Aachen.

4) Städtereisen statt Strandurlaub

Lissabon Sehenswürdigkeiten, Tipps und BilderDer Traumstrand mit Palmen lockt mich heute viel weniger als früher.

Den Stadtstrand in Cadiz (Andalusien) habe ich zuletzt jedoch in vollen Zügen genossen. Morgens habe ich mich in einen der Liegestühle gelegt und aufs Meer geschaut.

Aber mir wird schnell langweilig am Strand und zu viel Sonne ist nicht gut für meine helle Haut. An Städtereisen liebe ich die vielen Highlights, Shops, Cafés, Restaurants und Flohmärkte.

So gibt es etwa mit dem Flohmarkt Amsterdam IJ Hallen den größten Flohmarkt Europas und mit dem Tongeren Flohmarkt den größten Trödelmarkt Belgiens.

Mit dem Zug bin ich vom Rheinland aus schnell in Amsterdam, Antwerpen oder Paris.

Außerdem kann ich Städtetrips rund ums Jahr machen. Rom etwa war im Frühling sehr angenehm, ebenso wie Sevilla im Herbst. Lissabon im Winter bietet auch zu dieser Jahreszeit viel Sonne. Ebenfalls mag ich klassische Wintererlebnisse, Weihnachten in London war zauberhaft.

Kennt ihr schon diesen Artikel?
Städtetrip Europa: 12 Tipps für traumhafte Städtereisen

5) Mehr Roadtrips und Bahnreisen, weniger Flüge

Mietwagen Tipps: Auto mieten für deinen UrlaubAuch der Umwelt zuliebe schaue ich, dass ich – wann immer möglich – Auto, Bahn oder Fernbus statt einen Flug nehme.

London per Zug hat super geklappt. Mit Flixbus war ich schon mehrfach unterwegs, zuletzt in Colmar (Frankreich). Und wir haben Urlaub mit Hund am Meer in Kolberg gemacht, nach Polen sind wir mit dem Auto gefahren. Das Bild stammt übrigens von einem früheren Roadtrip durch Irland.

Unser Van muss noch fahrbereit gemacht werden. So wird eine Gasanlage eingebaut. Die erste größere Fahrt soll im Sommer 2020 nach Schweden gehen.

6) Leichtes Handgepäck statt schweren Rucksack

Inselhopping GriechenlandWas ich während meiner Weltreise noch mit mir herumgeschleppt habe… Fast eine komplette Wanderausrüstung. Dabei mag ich Wandern gar nicht und habe die teuren Sachen kaum gebraucht.

Nach etlichen Reisen ist mir aufgefallen, dass ich eigentlich immer nur meine Lieblingskleidung nutze. Die ist angenehm zu tragen, gut kombinierbar und pflegeleicht. Warum also noch mehr mitnehmen? Stattdessen lasse ich sie unterwegs waschen.

Oben seht ihr mich auf der griechischen Insel Naxos. Der rote Koffer in Handgepäckformat ist meist dabei, dazu oft ein kleiner Fotorucksack.

Selbst auf Fernreisen gehe ich nur mit Handgepäck, hier findet ihr etwa meine Packliste Fernreise oder Packliste Thailand.

Vorteile:

  • Ich kann mich frei bewegen und mit dem kleinen Koffer auch größere Strecken zurücklegen.
  • Bei Flügen bezahle ich nichts für ein Gepäckstück.
  • Ich muss nicht die Zeit aufwenden, es am Schalter einzuchecken.
  • Bei Ankunft muss ich nicht am Gepäckband darauf warten.
  • Es kann nicht verloren gehen.

Manche Fluglinien messen vor Abflug das Handgepäck aus und wiegen es. Also besser auf die vorgegebenen Maße und das Gewicht achten!

Hier findet ihr meine 17 Tipps und Tricks für den Langstreckenflug.

7) Hotel statt Hostel

Santorini HotelsAls Soloreisende fand ich Hostels mit Mehrbettzimmern genial, um andere kennenzulernen. Inzwischen mache ich das nur noch in teuren Städten wie Sydney oder Tokio.

In New York hatten Carsten und ich ein Einzelzimmer in einem Hostel. Allein buche ich sonst Frauenzimmer mit möglichst wenig Betten. Das minimiert das Risiko, dass jemand nachts um 2 Uhr den Koffer packt oder sich föhnt.

Ich liebe tolle Hotels. Schön eingerichtet, gerne mit Pool und in guter Lage. Dabei schaue ich aber immer, ob das Preis-Leistungsverhältnis stimmt.

In Asien bin ich noch mal allein unterwegs, ich bezahle also allein für das Hotelzimmer. Glücklicherweise sind in Bangkok selbst tolle Hotels oft relativ günstig. Kennt ihr schon diesen Artikel?
Bangkok Hotels 5 Sterne – die besten Tipps (auch für günstige Unterkünfte)

8) Vegetarisch reisen

Juicy LissabonIch ernähre mich seit Dezember 2018 vegetarisch und oft vegan. Auf Reisen ist es häufig gerade in Hauptstädten leicht, passende Restaurants und Cafés zu finden. Aber auch in kleineren Städten gibt es inzwischen entsprechende Angebote.

In diesen Reiseberichten findet ihr Tipps dazu:

Köln Tipps: 22 Sehenswürdigkeiten, Shops & Restaurants
Lissabon Tipps Essen: vegan, vegetarisch, lecker
Kolberg Polen: Tipps für einen traumhaften Ostsee Urlaub

Weiterlesen in der Blogparade

Ihr seid neugierig, wie sich der Reisestil von anderen Bloggern verändert hat? Dann schaut mal in die Blogparade von Ferngeweht.

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Anja Beckmann

Reiseblogger bei Travel on Toast
Nach einem Jahr Weltreise bin ich jetzt hauptberuflicher Reiseblogger. Am liebsten machen mein Freund Carsten und ich Urlaub mit Hund Buddy. Ob nah oder fern, Städtereisen, Roadtrips oder Veggie Food - im Blog findet ihr Reisetipps, Reiseberichte und echte Geheimtipps. Über Instagram Stories nehme ich euch live mit.

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2 Kommentare

  • Antworten
    Sabine von Ferngeweht
    9. November 2019 um 21:43

    Danke für den Einblick in deinen neuen Reisestil – da hat sich ja Einiges verändert. Es freut mich, dass Du an meiner Blogparade teilgenommen hast!

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