Thai-Massage: Yoga des faulen Mannes

Thai-MassageVor dem Relaxen kommt der Schmerz. Die zierliche Masseurin knetet, drückt und dehnt sehr energisch – das tut manchmal ziemlich weh. Warum ich mir die Thai-Massage hier in Thailand jeden Tag antue? Weil es auch extrem entspannend ist.

Meine Aktion #Reisefit habe ich am 1. Januar gestartet. Bisher ist sie gut angelaufen: Bei 30 Grad fällt es mir leicht, auf Süßigkeiten zu verzichten. Und ich schwimme oft im Meer oder Pool.

Am besten kann ich den Vorsatz einhalten, auf meiner einmonatigen Asienreise oft zur Thai-Massage zu gehen. Im Vergleich zu Deutschland ist die Massage in Thailand sehr günstig. Sie kostet meist 160 bis 200 Baht (= rund 3,50 bis 4,40 Euro) pro Stunde.

Anders als bei uns muss man auch vorab keinen Termin vereinbaren. Wenn ich durch einen Ort laufe, schaue ich mich nach Massagesalons um. Sieht einer gut aus, dann lasse ich meine Flip Flops vor der Tür stehen, gehe barfuß hinein und sage, dass ich eine Stunde Thai-Massage möchte.

Thai-Massage in ThailandVon einer Masseurin werde ich zu einer Matte auf dem Boden gebracht. Ich ziehe – durch einen Vorhang abgeschirmt von den Blicken – eine weite Hose aus dünnem Stoff an, die sie mir reicht. Dazu behalte ich mein T-Shirt an.

Dann lege ich mich auf die Unterlage und die Masseurin beginnt ihr Werk. Die Thai-Massage kommt ohne Öl aus. Die Masseurinnen sind meist Fliegengewichte, haben aber sehr kräftige Hände.

Thai-Massage wird auch “Yoga des faulen Mannes” genannt. Tatsächlich werden alle Gliedmaße kräftig gestreckt. Zehn Energielinien, die laut ayurvedischer Lehre den Körper durchziehen, werden bearbeitet – dabei nimmt die Masseurin Hände, Knie, Ellenbogen und Füße zur Hilfe.

Da ich oft vor dem Computer sitze, sind mein Nacken und meine Schultern dauerverspannt. Es heißt, die buddhistischen Mönche hätten die Thai-Massage entwickelt, um sich von den Folgen langer Meditationsstellungen zu kurieren. Mir hilft es…

Ich bin leider kitzelig an den Füßen und z. B. an den Kniekehlen tut es mir weh. Also lache und stöhne ich abwechselnd. Dazwischen schlafe ich auch schon mal ein.

Bekommt keinen Schreck, wenn ihr auf dem Bauch liegt und die Masseurin auf euren Rücken steigt. Das ist normal.

Nach der Thai-Massage summt mein ganzer Körper und ist angenehm warm. Ich fühle mich entspannt und locker. Schlafen kann ich in der Nacht darauf sehr gut.

Bei der Thai-MassageAlso: Geht in Thailand unbedingt zur Thai-Massage. Ich habe noch nie ein schlechtes Erlebnis gehabt. Auch Massagen mit Kokosnussöl oder Aloe Vera (gegen Sonnenbrand) kann ich empfehlen.

Aber: Füße weg von der Fußmassage! Das ist gar nicht mein Ding. Die Füße werden teilweise mit Holzstäbchen bearbeitet, das ergibt Höllenschmerzen. Aber es ist entspannend, natürlich. ;)

Wart ihr schon mal bei der Thai-Massage? Wie hat es euch gefallen?

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Anja Beckmann

Reisebloggerin bei Travel on Toast
Nach einem Jahr Weltreise habe ich 2012 mein Reiseblog gegründet. Travel on Toast steht für Reisen und Essen. Als Reisebloggerin aus NRW gebe ich euch Inspiration und Tipps für Städtetrips, Strandurlaub, Urlaub mit Hund und vegan reisen.