Uckermark in Brandenburg (Tag 2): Ich esse Blumen

Nachtisch mit Blumen in BrandenburgZwei schöne Frühlingstage verbrachte ich in der Uckermark in Brandenburg, einem vorher für mich unbekannten Gebiet. Am ersten Tag hatte ich u. a. die Landesgartenschau besucht und war über den Unteruckersee geschippert. Am 2. Tag drehte sich alles um das Thema Essen – mit Schwerpunkt auf Blumen und Kräutern.

Blumengärtnerin Anja Merkel in BrandenburgMeinen ersten Stopp legte ich an der Gärtnerei Obstgarten Uckermark am Oberuckersee ein. Anja Merkel und Jan Leymann zeigten mir dort, wie sie gezuckerte Blüten in Brandenburg herstellen.

Brandenburg - Blüten in ZuckerDie kandierten, hauchzarten Wunderwerke sind vor allem bei Konditoren beliebt und werden meist für Hochzeitstorten verwendet. Ab März blühen die Veilchen in Brandenburg. Sie sind neben Rosen und Gänseblümchen besonders begehrt. Aber auch Pfirsisch-, Apfel- oder Kirschblüten erhalten einen feinen Zuckermantel. Übrigens: Gezuckerte Veilchen schmecken so wie sie riechen – mich haben sie ein wenig an Veilchenpastillen erinnert.

Die Blumen bauen die beiden selbst an, ernten sie und verarbeiten sie sofort – nur so bleiben Farbe und Form erhalten. Anja Merkel meinte: „Es ist spannend, die Natur zu essen. Und Blüten sind die Krönung!“ Im vergangenen Jahr haben sie 15.000 Blüten kandiert.

Ölverkostung in BrandenburgWeiter ging es nach Mittenwalde, zur Ölmühle Gut Blankensee. Verkostet wurden hier Ölsorten wie Mohn, Thymian, Rosmarin oder Walnuss. Das alles in dem schönen historischen Gebäude von 1860.

Netter Hund in BrandenburgIch schloss Freundschaft mit Hund Cato, der etwas Leckeres zu Essen witterte. ;) Recht hatte er!

Eine der wüsten Kirchen in BrandenburgWo gibt es den faulen See, wüste Kirchen und werden Kartoffeln Nudln genannt? In der Uckermark. Ich schaute mir die wüste (bzw. verfallene) Kirche Berkenlatten an. Um 1250 gebaut, dient sie jetzt nur noch einem Storch, der auf einem Dachgiebel nistet.

Brandenburg - Im Landgasthof "Zum Grünen Baum"Mein absoluter Tipp ist der Landgasthof Zum Grünen Baum in Ringenwalde. Markus und Katharina Räthel führen ihn im Familienbetrieb, sie haben sieben Kinder im Alter von 5 bis 23 Jahren. Sie bieten eine frische Küche mit regionalen und saisonalen Produkten an. Superlecker und superhübsch anzuschauen!

Wildkräutersalat in BrandenburgIch aß Wildkräuterpfannkuchen mit Zucchinifüllung. Dazu gab es diesen himmlischen Salat mit Blumen, Wildkräutern, Schafskäse, eingelegten grünen Walnüssen und Holunderdressing. Die Blumen verschönerten alle Gerichte, waren aber nicht wirklich herauszuschmecken.

Als Süßigkeitenliebhaberin fand ich auch den Nachtisch toll: Vanillemousse mit Rhabarber- und Erdbeerkompott, in einer schönen Sammeltasse serviert.

Ich fragte den Wirt, warum es ihm in der Uckermark in Brandenburg so gut gefällt. Er meinte: „Hier gibt es Feld, Wald, Wiesen, Seen und wenig Menschen.“

Brandenburg - Spaziergang im Wald Davon überzeugte ich mich noch einmal bei einem längeren Verdauungsspaziergang auf dem Wanderweg Märkischer Landweg.

Hinweis
Tourismus-Marketing Brandenburg und Tourismus-Marketing Uckermark haben mich zu der Reise eingeladen. Vielen Dank dafür!

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Anja Beckmann

Reiseblogger bei Travel on Toast
Erst war ich ein Jahr auf Weltreise, heute bin ich hauptberufliche Reisebloggerin. Am liebsten reise ich mit Freund Carsten und Hund Buddy, mit denen ich im Rheinland lebe. Ob nah oder fern, Städte, Strände, Roadtrips oder vegetarisches Essen - ich bringe euch im Blog zum Träumen, gebe praktische Hinweise und Geheimtipps. Über Instagram Stories nehme ich euch live mit.

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15 Kommentare

  • Antworten
    Andrea
    30. April 2013 um 08:31

    Danke für den tollen Artikel. Er hat mir richtig Lust gemacht mich selbst mal ans kandieren von Veilchenblüten zu wagen. Wir haben nämlich Unmengen davon im Garten. Mal sehen ob ich eine genaue Anleitung im Netz entdecke. Und jetzt geh ich mal im Blog weiterstöbern, nachdem ich ihn gestern ganz frisch entdeckt hab.

    • Antworten
      Anja Beckmann
      30. April 2013 um 09:45

      Die kandierten Veilchen waren toll: Sie sahen schön aus und schmeckten so wie sie rochen.

  • Antworten
    Jennifer
    23. April 2013 um 23:31

    Das klingt super! Über die kandierten Blümchen habe ich auch schon einmal einen Bericht gesehen. Wie schaffen die das denn eigentlich, dass die Blümchen beim Kandieren nicht matschig werden?

    Auch die anderen Mahlzeiten lesen sich sehr schmackhaft, die Bilder sind wunderbar und die Lust auf einen Urlaub in der Uckermark ist geweckt. Well done :D

    • Antworten
      Anja Beckmann
      26. April 2013 um 06:25

      Vielen Dank für das Kompliment!

      Für das Verzuckern der Blüten wurde ein eigenes Verfahren entwickelt. Die Blüten werden von Hand gepflückt und verarbeitet, mit Gummi arabicum stabilisiert und jedes Stück einzeln mit Zucker umhüllt.

  • Antworten
    Maremma Geheimtipp
    23. April 2013 um 18:02

    Wir waren zwar noch nicht in der Uckermark, aber der Artikel inspiriert uns, vielleicht doch mal hinzufahren. Viele Grüße aus der Toskana!

  • Antworten
    Botho Hahn
    22. April 2013 um 18:03

    War schön ein paar Geniesser bei uns gehabt zu haben. Ich hoffe Sie konnten einen Einduck gewinnen wie viellfältig kulinarisch die Uckermark ist. Auch landschaftlich ist hier einiges zu entdecken, sei es mit Esel, Kutsche, zu Fuss oder auch per Drahtesel. Demnächst können Sie auch Ihr müdes Haupt im Heuhotel (auch für Allergiker) in Blankensee betten. Wär toll Sie zu wieder zu sehen.
    Viele herzliche Grüss aus der Uckermark
    Ihre Familie v. Hahn

  • Antworten
    Dani
    22. April 2013 um 09:55

    Gezuckerte Blüten, wunderschöne Wildkräutergerichte … es ist immer faszinierend welche Schätze uns die Natur bietet.
    Tolle Blogpost.
    LG sendet Dani

  • Antworten
    Anita
    21. April 2013 um 21:34

    Gerichte mit essbaren Blumen zu verzieren finde ich eine tolle Idee. Vor allem die Veilchen sehen also extrem lecker aus :)

    • Antworten
      Anja Beckmann
      21. April 2013 um 21:38

      Die Veilchen schmecken so, wie sie auch riechen. Lecker!

  • Antworten
    Claudia
    21. April 2013 um 18:17

    Erstaunlich, Bucheggernöl, Mohnöl, gezuckerte Blüten, diese wunderschönen Wildkräutergerichte – das gefällt mir richtig gut, und schmeckt sicher prima. Ich war als Kind das letzte Mal in der Uckermark, bzw. bin ich letztes Jahr auf dem Weg zur polnischen Ostseeküste daran vorbeigefahren – aber ich glaube, es würde sich wirklich lohnen, die verwunschene, ruhige Gegend einmal zu besuchen.

    • Antworten
      Anja Beckmann
      21. April 2013 um 18:39

      Ja, es war ein schöner Besuch.

      Liebe Grüße
      Anja

  • Antworten
    Elke
    21. April 2013 um 17:37

    Wildkräuterpfannkuchen. Blumensalat. Lecker! Hast du deinem neuen Freund, dem Hund, auch was abgegeben? ;-)

    • Antworten
      Anja Beckmann
      21. April 2013 um 18:05

      Das hätte ich gerne gemacht. Aber sein Herrchen war streng…

      Liebe Grüße
      Anja

  • Antworten
    Maike von reisetageblog.de
    21. April 2013 um 11:56

    Das klingt ja lecker! Noch ein Grund, bald wieder einen Ausflug in die Uckermark zu machen. Liebe Grüße Maike

    • Antworten
      Anja Beckmann
      21. April 2013 um 12:50

      Es waren zwei wirklich leckere Tage!

      Liebe Grüße
      Anja

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