Hausboot Urlaub ohne Führerschein – ganz einfach mit diesen Tipps!

Hausboot Urlaub Frankreich

(Enthält Werbung für Hausboot Nicols) Ein Hausboot mieten und drei Tage lang gemütlich auf den Kanälen in Frankreich herumschippern – das erlebten wir im Juni. An Bord waren mein Freund Carsten, unser Hund Buddy und ich. Ich erzähle dir in diesem Artikel von unserem ersten Hausboot Urlaub, teile unsere Erfahrungen und Tipps mit dir. Damit deine Bootsferien ebenfalls reibungslos gelingen.

Unser Hausboot Urlaub in Frankreich

Hausboot Urlaub mit HundIch träumte schon länger davon, einmal Hausboot Urlaub zu machen: Bei der langsamen Fahrt durch die Natur zu entspannen, immer mal wieder spontan anzulegen, mit Buddy spazieren zu gehen, Fahrrad zu fahren, Städte und Dörfer zu entdecken, im Sonnenschein zu frühstücken und abends mit Carsten einen Wein zu trinken.

Im Juni gingen wir mit dem französischen Hausbootanbieter Nicols im Elsass auf die Fahrt. Übrigens steht Frankreich beim Hausbootmieten in Europa an erster Stelle.

Die Nicols Hausboote kannst du in Deutschland, Holland, Frankreich oder Portugal buchen. 30.000 Passagiere nutzen sie pro Jahr, 80 Prozent wie wir zum ersten Mal.

Ein Hausboot mieten ohne Führerschein

HausbootferienFür unsere Frankreichreise brauchten wir keinen Bootsführerschein. Wir waren gespannt, ob uns das Steuern als Anfänger leichtfallen würde.

Unser Hausboot „Obernai“ war ein Confort 900 DP, mit einer Länge von 8,85 Metern und dieser Ausstattung:

  • 2 Schlafzimmer
  • 2 Badezimmer
  • Aufenthaltsraum mit Tisch
  • 3 Sonnenterrassen, eine mit Tisch
  • Steuer drinnen und draußen
  • Seiteneingang und Eingang nach hinten

Einige Instagramfollower waren überrascht, wie unser Hausboot aussah. Sie hatten eher ein festliegendes Boot in Hüttenform im Kopf.

Mit unserem Boot konnten wir auf Kanälen und Flüssen fahren, gleichzeitig hatten wir unsere Unterkunft dabei. Es war ein wenig wie früher, als ich mit meiner Familie mit dem Wohnwagen verreist bin.

Unser Hausboot: Außen- und Innenansicht

Fahrrad beim Hausboot
Hausboot von außen
Steuer HausbootDas Hausboot war innen ziemlich geräumig. Und zwar deutlich größer, als es von außen wirkte.

Praktisch, denn wir sind alle drei groß: Carsten 1,87 Meter, ich 1,80 Meter und Buddy über 60 Zentimeter. Meist konnten wir Menschen aufrecht stehen.

Wir hatten den Tarif „All inclusive“. Er enthielt Kraftstoff, 2 Fahrräder, Flusskarte, Badehandtücher, Geschirrhandtücher und die Endreinigung.

Die richtige Kleidung für den Hausboot Urlaub

Auf dem HausbootWir bekamen im Juni drei Tage lang tolles Wetter, es war bis zu 29 Grad warm. Beim Kofferpacken habe ich mich an meiner Packliste Sommerurlaub orientiert.

Wichtig sind auf jeden Fall:

  • rutschfeste Schuhe
  • bei viel Sonne: Sonnenbrille und Kopfbedeckung
  • eine wetterfeste Jacke
  • Ggf. Handschuhe für die Taue

Gut, dass wir für uns ein Hausboot mit zwei Schlafzimmern hatten. So konnten wir einen Raum als Stauraum nutzen und dort unsere Koffer aufs Bett legen.

Ansonsten solltest du deine Kleidung lieber in einer zusammenfaltbaren Reisetasche mitbringen. So kannst du sie leicht verstauen.

Zum Aufhängen gab es mehrere Kleiderbügel in zwei Ecken.

Küche und Aufenthaltsraum unseres Hausboots

Küche auf dem HausbootUnser Boot hatte eine Spüle, Kühlschrank, Gefrierfach, Herd und Ofen. 

Es war außerdem ausgestattet mit Küchenzubehör: Tellern, Besteck, Tassen, Müslischalen, Trinkgläsern, Weingläsern, Auflaufform, Salatschüsseln, Zündhölzer, Teekessel, Kaffeekanne, Töpfe und Pfannen.

Geschirr auf dem HausbootGeschirrhandtücher und Handtücher kannst du von Zuhause mitbringen. Oder bei Nicols gegen eine Gebühr ausleihen.

Essen & Sonnen auf dem Hausboot

Frühstück auf dem HausbootBesonders gerne mochte ich das Frühstück auf dem Boot, mit Croissants und Baguette. Dazu leckerer Käse oder Orangenmarmelade.

Aber auch tagsüber waren die Sonnendecks toll um zu lesen, Musik zu hören oder sich zu sonnen.

Sonnendeck auf dem Hausboot
Sonnendeck auf dem Hausboot
Sommer auf dem HausbootSchlafen & Duschen an Bord

Schlafzimmer auf dem HausbootDie Boote haben je nach Modell eine Klimaanlage. Unseres nicht. Doch das war nicht weiter schlimm, da wir uns tagsüber oft unter einem Sonnenschirm (ebenfalls an Bord) aufhielten und uns vom Fahrtwind erfrischen ließen.

Nachts kühlten sich die Temperaturen angenehm ab, so dass ich im Schlafzimmer gut schlief.

Oben siehst du eines der beiden Schlafzimmer, es können ein Paar und ein Kind dort übernachten.

Die Dusche war clever eingerichtet: Der Wasserhahn war gleichzeitig der herausziehbare Duschkopf. Damit duschten uns im Badezimmer vor dem Waschbecken, das Wasser lief nach unten ab. Das klappte erstaunlich gut und das Wasser war schön warm.

Hausboot Urlaub mit HundHausboot Urlaub mit Hund

Wir freuten uns, dass auf dem Hausboot Hunde erlaubt sind (Zusatzkosten: 40 Euro). Ich hatte nur ein wenig Bedenken, weil Buddy Hitze nicht gut verträgt und viel Bewegung braucht. Aber es klappte sehr gut!

Ziemlich viel nahmen wir für ihn mit, hier findest du die Packliste Urlaub mit Hund. Eine Schwimmweste für den Hund mit Handgriff ist ebenso hilfreiche wie eine selbstkühlende Matte.

Wir schauten immer, dass Buddy im Schatten lag und von der Matte gekühlt wurde. Es stand stets ausreichend Wasser für ihn bereit.

Wenn wir eine Schleuse durchfuhren, kam er in den Wohnraum. Denn sonst hat er die Angewohnheit, uns zwischen die Beine zu laufen und neugierig seine Nase in wirklich alles zu stecken.

Während der ersten Schleuse zitterte er ziemlich, er war beunruhigt durch die ungewohnten Geräusche und das Schaukeln. Doch schnell gewöhnte er sich an die Schleusen.

Beim Anlegen kam er an die Leine. Denn sobald er eine Ente oder einen anderen Hund sah, hätte es sonst kein Halten mehr für ihn gegeben.

Morgens und abends gingen wir mit ihm ausgiebig spazieren, wenn es noch nicht so heiß war.

Start- und Endpunkt: Saverne (Zabern) im Elsass

Hausboot von NicolsDas Hausboot übernahmen wir an einem Samstag nach 16 Uhr in Saverne, rund 40 Kilometer von Straßburg entfernt.

Wir hatten zuvor die Unterlagen und das Bordbuch gelesen.

Ein Mitarbeiter gab uns eine Einweisung auf Deutsch. So erfuhren wir, wie wir das Boot steuern und damit Schleusen passieren konnten.

Anschließend ging er mit uns auf eine erste Fahrt, dabei passierte er mit uns auch eine Schleuse. Extrem hilfreich! Denn das nahm uns als Anfänger etwas von unserer Unsicherheit.

Erster Tag in Saverne

Saverne im ElsassDie Nacht verbrachten wir in Saverne, um am nächsten Tag zu starten.

Denn fahren ist nur bis Sonnenuntergang erlaubt. Schon vorher schlossen um 18 Uhr die Schleusen an diesem Sonntag. Und da sich auf der Strecke viele Schleusen befinden, ist damit die Fahrt für den Tag beendet.

Saverne ist sehr hübsch und eignet sich gut, wenn du etwas Zeit verbringen möchtest. Als wir ankamen, war gerade Kunsthandwerkermarkt entlang des Kanals.

Unsere Sachen aus dem Auto brachten wir an Bord. Und unseren Wagen konnten wir während der Hausbootferien auf einem der kostenfreien Parkplätze abstellen.

Dann gingen wir mit Buddy spazieren und kauften in einem der Supermärkte ein. Was wir von zu Hause mitbrachten bzw. einkauften:

  • Baguette und Croissants
  • Butter
  • Käse
  • Marmelade
  • Zutaten fürs Mittag- und Abendessen
  • Trinkwasser (das Wasser an Bord nutzten wir nur zum Duschen, Zähneputzen und Abwaschen des Geschirrs)
  • Wein für den Abend
  • Spülmittel und -bürste
  • Abfallbeutel
  • Toilettenpapier
  • Sonnenmilch
  • Insektenschutzmittel

Abends nutzten wir die Gelegenheit, in der Stadt Pizza zu essen (für mich vegetarisch) und eine der vielen Eisdielen auszuprobieren. Es folgte ein schöner Sonnenuntergang, den wir von Bord aus verfolgten.

Pizza in Saverne
Eis in Saverne
Nacht in SaverneIst es schwer, das Hausboot zu steuern?

Etwas aufgeregt starteten wir am Sonntag. Das Hausboot zu steuern, mussten wir erstmal üben.

Denn es reagierte viel schwerfälliger als ein Auto auf die Lenkung. Und statt einer Bremse gab es den Rückwärtsgang. An den Seiten hatte das Boot glücklicherweise Fender (Schutzkörper).

Wir fuhren in der Mitte des Kanals los. Nur wenn uns andere Schiffe entgegenkamen, wichen wir nach rechts aus.

Carsten und ich wechselten uns am Steuer ab. Wir nutzten vor allem das Steuer außen, weil wir dann in der Sonne sitzen konnten und vom erhöhten Standpunkt aus einen besseren Überblick hatten.

Übrigens waren wir langsam unterwegs. Auf französischen Kanälen und Flüssen sind nur 8 Stundenkilometer erlaubt. Der Motor unseres Hausbootes war gedrosselt, wir konnten gar nicht schneller fahren.

Schleusen: Angenehme Abwechslung beim Hausboot Urlaub

Schleuse im Hausboot UrlaubSchleusen („écluse“ auf Französisch) gab es einige auf unserer Strecke Richtung Réchicourt-le-Château. Wir hätten auch nach Straßburg fahren können, doch die Stadt kannten wir schon.

Die Schleusen sind kostenlos. Sie kosteten nur Zeit. Bei der Planung der Strecke musst du neben der Fahrtzeit also auch die Schleusenzeit einberechnen.

Sehr spannend war unsere erste Schleuse in Saverne. Die Ampelanlage dort zeigte rot an. Wir mussten warten, bis die Schiffe aus der Schleuse herauskamen. Dann fuhren wir bei grün hinein.

Wir setzten in die schmale Öffnung ein, links und rechts ragten die Seitenwände empor. Vorne und hinten (also an Bug und Heck) befestigten wir das Boot an Griffen in der Wand. Die Taue wurden nur in einer Schlaufe locker darüber gestreift (nicht verknotet) und dann gestrafft.

So konnten wir sie anpassen, nachdem sich das Schleusentor geschlossen hatte, das Wasser anstieg und damit auch das Boot. Es wurde dadurch in Position gehalten.

Wir hatten eine Karte mit Streckenverlauf, auf dem alle Schleusen eingezeichnet waren. Davon gibt es verschiedene Sorten, wie automatisierte oder mit Schleusenwärter.

Unterwegs auf dem Kanal

Kanal Hausboot UrlaubDann fuhren wir weiter, durch die Natur. Auf den Treidelpfaden neben dem Kanal liefen schon mal Jogger oder wir sahen Fahrradfahrer. Und wir überholten eine Schwanenfamilie mit ihrem Nachwuchs.

Hausboot UrlaubHausboot Urlaub
Hausboot Urlaub
Hausboot Urlaub mit HundUnterwegs konnten wir „wild“ anlegen oder an einem der Häfen festmachen.

Wie das Anlegen funktionierte? Carsten fuhr langsam heran. Mit einem Bootshaken legte ich eine Schlaufe um den Poller, für den vorderen Teil des Bootes. Dann folgte das Seil für den hinteren Teil, das übernahm Carsten.

Erst wenn das Boot gesichert war, gingen wir an Land und schlossen hinter uns ab.

Häfen für Strom, Wasser & Essen

Anlegen mit dem HausbootIm Haupthafen von Lutzelbourg etwa gab es für uns Strom, Wasser, Supermarkt, Bäckerei und Restaurant. Auch konnten wir hier unseren Abfall entsorgen.

Wir warfen eine 2 Euro Münze in den Automaten. Damit erhielten wir drei Stunden Strom fürs Boot und eine Viertelstunde lang Wasser.

Die Rückgabe des Hausbootes hatten wir um 9 Uhr morgens. Deshalb fuhren wir am Vortag bis 18 Uhr abends in den Hafen von Saverne ein.

Hausboot Urlaub FrankreichMein Fazit zum Hausboot Urlaub Frankreich

Es war schön, eines meiner liebsten Reiseziele in Europa auch vom Wasser aus zu erkunden. Carsten, Buddy und ich haben eine schöne Zeit zu dritt verbracht. Besonders gut gefallen haben mir das Frühstück mit Croissants und Baguettes, die Spaziergänge mit Buddy und die Abendstimmung auf dem Hausboot. Ein Tipp: Plane am besten länger als drei Tage ein. Denn wir brauchten erst ein wenig Zeit, uns ans Steuern und Schleusen zu gewöhnen. Wir trafen ein anderes Paar, mit dem wir mehrere Schleusen durchfuhren. Sie waren schon seit zwei Wochen unterwegs und bei ihnen war alles sehr gut eingespielt.

Hausboot Urlaub ohne Führerschein – würdest du das gerne mal ausprobieren?

Vielen Dank an Hausboot Nicols für die Einladung! Auf der Website findest du viele weitere Informationen. 

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(Werbung) Ein Hausboot mieten und drei Tage lang gemütlich auf den Kanälen in Frankreich herumschippern - das erlebten wir. Hol dir die besten Tipps von unserem ersten Hausboot Urlaub. Damit deine Bootsferien ebenfalls reibungslos gelingen! #Hausboot #Frankreich #Elsass

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Anja Beckmann

Reiseblogger bei Travel on Toast
Erst war ich ein Jahr auf Weltreise, heute bin ich hauptberufliche Reisebloggerin. Am liebsten reise ich mit Freund Carsten und Hund Buddy, mit denen ich im Rheinland lebe. Ob nah oder fern, Städte, Strände, Roadtrips oder vegetarisches Essen - ich bringe euch im Blog zum Träumen, gebe praktische Hinweise und Geheimtipps. Über Instagram Stories nehme ich euch live mit.

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