Über Sri Lanka redet gerade jeder. Kein Wunder – auf der Insel im Indischen Ozean an der Südspitze Indiens erlebte ich viele unvergessliche Momente. Das überwiegend buddhistische Land hat mich verzaubert mit Traumstränden, Tieren wie Elefanten und Schildkröten, dem leckeren Essen, aber vor allem mit seinen freundlichen Menschen. Ich nenne euch 15 Gründe, warum ihr jetzt unbedingt dorthin reisen solltet.
Sri Lanka Flug ab Frankfurt
Ich fliege mit Emirates von Frankfurt über Dubai nach Colombo, zur Hauptstadt im Westen Sri Lankas. Die reine Flugzeit beträgt etwas über 9 Stunden. Von und nach Dubai fliegen wir in dem Riesenflugzeug A380 – sehr angenehm!
Da ich auf Flügen wegen meiner Flugangst meist nicht schlafen kann, komme ich ziemlich übermüdet mit meiner Reisegruppe an. Und erstmal muss ich mich von den Temperaturen her umstellen: von 6 Grad in Deutschland auf 30 Grad in Sri Lanka.
Sri Lanka = Indien light?
“Indien light” sei Sri Lanka (bis 1972 “Ceylon”), erzählten mir einige vor meiner Reise. Ich kann jedoch nicht viel Ähnlichkeit entdecken in dem Land mit seinen rund 22 Millionen Einwohnern – für mich hat es ein ganz eigenes Gesicht.
Route Sri Lanka Rundreise
Meine Reise steht unter dem Motto “Tierreicher Süden”. Wir fahren mit Bus und Bahn diese Route entlang:
- Colombo
- Udawalawe (Elefantensafari)
- Tangalle
- Mirissa (Wal- und Delfintour)
- Galle (Altstadt und Festung)
- Kosgoda (Schildkrötenstation)
- Bentota (Bootsfahrt auf dem Fluss)
- Negombo (Fischmarkt)
- Colombo
Meine 15 Gründe für Sri Lanka:
1) Die Stelzenfischer von Sri Lanka
Im Meer sitzen die Fischer auf Stelzen – das gibt es nur in Sri Lanka. Warum sie auf den hohen Stöcken mit Querbalken hocken, darüber gibt es viele Theorien.
Der Platz auf den Felsen am Strand soll knapp geworden sein, so lautet eine Theorie. Der Schatten, den die Fischer auf das Wasser werfen, lockt die Fische herbei. Oder die Fische könnten die Fischer so nicht riechen.
Was auch immer stimmt, ihr findet die Stelzenfischer im Süden von Sri Lanka, wir haben sie in Weligama gesehen. Inzwischen verdienen die Fischer allerdings ihr Geld vor allem über die Touristen, die ihnen Geld fürs Posieren geben. Laut unseres Guides erhalten sie durchschnittlich 100 Sri-Lanka-Rupien (= 0,61 Euro) pro Kamera.
2) Nette Menschen
Für mich erschließt sich ein Land stark über die Einheimischen. Und mit seinen Menschen kann Sri Lanka auf Anhieb mein Herz gewinnen. Ich empfinde sie als entspannt, offen (wenn auch oft als etwas schüchtern) und durchweg freundlich.
Sri Lanka ist übrigens eine ehemalige britische Kolonie, unabhängig seit 1948. Die Sprachen sind Singhalesisch und Tamil, viele sprechen aber auch Englisch. Der Bürgerkrieg zwischen Singhalesen und Tamilen ging von 1983 und 2009. Ich habe davon keine Spuren mehr gesehen.
3) Elefanten Safari Sri Lanka
Es gibt viele Nationalparks in Sri Lanka, die bekanntesten sind Yala und Udawalawe. Zu unserer Jeeptour im Udawalawe Nationalpark starten wir vom Grand Udawalawe Safari Resort (4 Sterne, No. 912, Thanamalvila Rd) schon früh um 6 Uhr.
Und Sri Lanka ist uns 4,5 Stunden voraus, es ist also in Wirklichkeit erst 1.30 Uhr morgens.
Als wir im Morgengrauen im Jeep zum Park fahren, kommen wir auf der Straße dorthin am ersten Elefanten vorbei – dafür ist der Park bekannt, rund 700 Elefanten leben hier. Und direkt am Eingang kreuzt eine Elefantendame mit Baby unseren Weg.
Ansonsten benötigen wir etwas Geduld, die aber immer mal wieder mit einzelnen Elefanten oder einer ganzen Herde belohnt wird.
An den Wasserlöchern stehen die Wasserbüffel, oft bis zur Nase im Nassen. Häufig sitzen Vögel auf ihrem Rücken oder Kopf. Das könnte allerdings gefährlich werden, denn auch Krokodile erblicken wir hier. Und jede Menge Pfaue, die sogar in den Bäumen hocken.
4) Affen in Sri Lanka
Vor uns die Elefanten, über uns Affen. In einem Baum des Udawalawe Nationalparks hockt diese Affenfamilie.
5) Wale und Delfine: Whale Watching Sri Lanka
Ich liebe das Meer, deshalb freue ich mich schon sehr auf unsere Tour mit einem Katamaran. Wir fahren mit der “Pearl” von Mirissa aus hinaus, um Wale und Delfine zu sehen.
Doch seit einiger Zeit machen Killerwale die Gegend unsicher, deshalb erblicken wir leider keine Wale. Dafür aber viele Delfine, die verspielt direkt vor unserem Boot herschwimmen.
Übrigens solltet ihr unbedingt ein Mittel gegen Seekrankheit nehmen, sie erwischt einige Mitglieder unserer Reisegruppe.
6) Meeresschildkröten in Sri Lanka
Die Leatherback Schildkröte mit ihren 2,5 Metern Länge kann bis zu 900 Kilo schwer werden. Sie gibt es hier in Sri Lanka, es ist eine von fünf einheimischen Meeresschildkrötenarten.
Wir sehen uns in Kosgoda die Schildkrötenstation Turtle Hatchery (Colombo-Galle-Hambantota-Wellawaya Highway, Kosgoda) an. Hierhin bringen die Einheimischen gegen Bezahlung die Eier. Sie werden vergraben, die Schildkröten schlüpfen und krabbeln selbst zum Meer.
Die Station wurde 1978 errichtet und hat seither 3,6 Millionen Schildkröten gerettet. Ein tolles Projekt!
7) Traumstrände in Sri Lanka
Ich habe immer Sehnsucht nach Sonne, Strand und Meer. Und in Sri Lanka habe ich einige wunderschöne Strände gesehen. Allerdings ist das Meer oft wild, so dass ich zum Schwimmen den Pool vorziehe.
Bei unserem Anantara Peace Haven Tangalle Resort betrete ich am späten Nachmittag einen menschenleeren Strand. Er ist nicht besonders groß, aber mit schönen Palmen und goldfarbenem Sand. Perfekt für romantische Spaziergänge im Sonnenuntergang.
Bei unserem Hotel Jetwing Blue Negombo finde ich einen unglaublich langen und breiten Strand vor. Das Schönste: An ihm liegen Katamarane mit gesetzten Segeln, in dem Ort gibt es 2.400 Fischerboote. Es kommt mir vor wie ein Bild aus einem Traum…
8) Charmante Stadt Galle
Ein weiteres Highlight ist für mich der Besuch der Stadt Galle, 116 Kilometer von Colombo entfernt. Die Altstadt und die Festung – 1663 von den Niederländern erbaut – gehören zum Weltkulturerbe.
Nach dem Mittagessen laufen wir durch ruhige Gassen mit vielen kleinen Geschäften, Cafés und Restaurants. Von der Festung aus blicke ich aufs Meer und auf den Leuchtturm mit seinen Palmen.
9) Zugfahrt in Sri Lanka
Die meiste Zeit sind wir im Auto unterwegs. Doch ein tolles Erlebnis ist die Zugfahrt von Galle nach Kosgoda. Wir fahren in der 3. Klasse, um uns herum nur Einheimische.
Ich setze mich mit einer Mitreisenden auf einen Viererplatz, die beiden Schulmädchen neben uns betrachten uns die ganze Zeit verstohlen und kichern. Leider sprechen sie kein Englisch, so dass wir uns nicht mit ihnen unterhalten können. Dafür winken uns von draußen oft Kinder zu.
Hilfsbereit stellt eine Einheimische im Zug den Deckenventilator an. Und immer wieder reicht mir jemand die Hand, wenn ich aus Zug und Bus aussteige. Auch die Angestellten in den Hotels oder Restaurants sind sehr freundlich.
10) Bootsfahrt auf dem Fluss
Ruhig, entspannend, luxuriös – das ist die Bootsfahrt auf dem Bentota Fluss. Das Yathra by Jetwing (449/1 Dedduwa Hapurugala, Bentota) ist ein Hausboot, in dem ihr übernachten könnt. Wir machen es uns auf dem Sonnendeck bequem und schauen uns die Umgebung an.
11) Tolle Hotels in Sri Lanka
Besonders begeistert hat mich das neue Anantara Peace Haven Tangalle Resort (5 Sterne, Goyambokka Estate, Tangalle).
Es befindet sich auf einer Kokosnussplantage, hat einen wunderschönen Strand und eine tolle Poolanlage. Am Strand könnt ihr Yoga oder Pilates machen. Oder möchtet ihr lieber im Spa eine Ayurvedabehandlung erleben?
Auch sehr gut gefallen hat mir das Jetwing Blue (5 Sterne, Ethukale, Porutota Rd, Negombo). Ich habe euch schon von dem Strand mit den Segelbooten erzählt. Ein weiterer Lieblingsort dort ist der Pool, in dem ich mit meinen Mitreisenden Bahnen im kühlen Wasser ziehe.
Am Anfang bin ich ein wenig irritiert, weil dort überall Straßenhunde herumliegen – von ihnen gibt es sehr, sehr viele in Sri Lanka. Toll finde ich, dass das Hotel sich um sie kümmert und sie von Tierärzten versorgen lässt.
12) Lebendige Märkte
In Negombo besuchte ich mit drei Mitreisenden den berühmten Fischmarkt. Ein Taxi bringt uns vom Hotel aus dorthin, zurück nehmen wir ein Tuk Tuk. Beim Fischmarkt trocknet der Fisch direkt auf dem Strand.
Fußläufig entfernt liegt ein kleiner Markt für Gemüse, Obst und Haushaltswaren. Hier kaufe ich mir für 40 Rupien (= 0,24 Euro) eine frische Kokosnuss zum Trinken.
Beide Märkte sind toll, um sich unter die Einheimischen zu mischen. Und um die lokalen Produkte zu begutachten, z. B. die Chilischoten.
13) Leckeres Essen in Sri Lanka
“Is this food spicy?”, frage ich immer wieder in Restaurants und Cafés. Die Antwort lautet jedes Mal – begleitet von einem freundlichen Lächeln: “It’s a little bit spicy.” A little bit spicy kann allerdings von mild bis Höllenfeuer im Mund reichen.
Das durchweg leckere Essen vertrage ich wie auch meine Mitreisenden sehr gut, es gibt keinen einzigen Fall von Magen-Darm-Beschwerden. Und ich probiere wirklich alles. Nur auf Eis in meinen Getränken und Wasser aus dem Wasserhahn verzichte ich.
Empfehlen kann ich euch “Hopper” zum Frühstück. Das sind Teigfladen, die in einer Art Schüssel auf dem Herd gebacken werden – teilweise wird ein Ei darauf gegeben. Am liebsten mag ich die “String Hoppers”, die wie ein Nudelberg aussehen. Zu den Hoppers esst ihr Sambal oder Chutney, z. B. das leckere Zwiebelchutney. Zum Essen schmeckt das einheimischen Lion Bier sehr gut.
Aber mich zieht es immer zu den Desserts. Sehr gut ist der Büffelmilchjoghurt (mild, cremig) mit Palmsirup.
14) Ayurveda in Sri Lanka
Viele kommen nach Sri Lanka, um eine Ayurveda Kur zu machen. Ich habe bei meinem Sri Lanka Besuch dafür leider keine Zeit. Beim nächsten Mal…
15) Wellness: Einfach abschalten
Stattdessen lasse ich mir in meinem Hotel Jetwing Blue Negombo eine Ganzkörpermassage für 5.000 Rupien (= 30,58 Euro) geben. Da ich während meiner Zeit in Sri Lanka viel im Pool schwimme, auf der Sonnenliege relaxe und gutes Essen genieße, trägt das noch zur Entspannung bei.
Mein Fazit
Ich kann euch Sri Lanka als Reiseziel wärmsten empfehlen. Die Menschen sind freundlich, es gibt tolle Strände, viele interessante Tiere, Essen und Spa sind sehr gut. Wegen des langen Fluges und des schönen Landes würde ich euch raten, mindestens 7 bis 14 Tage für dieses Reiseziel einzuplanen.
DER Touristik und Emirates haben mir diese Reise ermöglicht. Vielen Dank dafür!
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Anja Beckmann
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