Irland (Teil 1): Grüne Insel mit Burgen, Cliffs of Moher & Eseln

Roadtrip in Irland„Die Wettervorhersage ist immer: Sonne und vielleicht Regen“, erzählt unser Busfahrer Mike. In Dublin hatte ich zwei Tage Regen, die Wochenendtour durch Irland starte ich bei blauem Himmel und Sonnenschein.

Von der Innenstadt aus fahren wir an diesem Samstag mit unserer elfköpfigen Gruppe im Bus des Reiseveranstalters Paddywagon los. Es ist 8.15 Uhr, ich bin noch müde und auch andere gähnen. Wir lassen die Stadt hinter uns und fahren aufs Land. Dort gibt es so viel Schönes zu sehen, dass ich blitzschnell munter werde.

Irland ist wirklich grün!Enge Straßen winden sich an den grünen Hügeln entlang, durchzogen von niedrigen Steinmauern. Das Grün ist in Irland so intensiv, wie ich es bisher nur von Neuseeland kenne. „Das sieht das ganze Jahr über so aus“, erklärt uns Reiseleiter Zach. „40 Shades of Green“ heißt ein bekanntes Volkslied. Als Stadtkind bin ich begeistert von so viel Naturschönheit.

Wir hören auf der Busfahrt irische Musik. Dadurch werden bei mir Kindheitserinnerungen wach. Denn meine Eltern waren damals große Fans von „The Dubliners“. Mein allererstes Konzert war eines der Band.

Castle in IrlandWir stoppen am Dunguaire Castle. Es steht auf einem Hügel am Meer. Die Steine davor sind bedeckt mit Tang und die Luft riecht salzig. Es ist ganz still, nur die Vögel sind zu hören.

Sehr lebendig ist dagegen der Ort Ballyvaughan, hier ist gerade Farmers‘ Market. Stände mit Obst, Gemüse und Chutneys sind aufgebaut. Die Einwohner kaufen gemütlich ein oder essen einen Happen an einem der Tische in der Mitte des Platzes.

Während unserer ganzen Fahrt sehen wir auf den grünen Weiden Schafe, Kühe, Ziegen, Pferde und dann sogar Esel – gleich hinter Ballyvaughan am Blackhead Drive.

Esel in IrlandDie Esel kommen vorwitzig näher. Belohnt werden sie dafür von uns mit Äpfeln und Karotten. Ein Esel nimmt eine Leckerei von meiner flachen Hand, sein Maul ist samtweich. Vorsichtig streichele ich seinen Kopf und die flauschigen Ohren.

Ein wenig weiter halten wir an einem Wunschbrunnen an. Ich werfe eine Münze mit meiner rechten Hand über meine linke Schulter. Treffer! Die Münze versinkt mit einem leisen Platschen im Wasser. Ich wünsche mir, dass das Wetter weiterhin so schön bleibt.

Celtic Cross in IrlandAn einem Friedhof sehen wir das Celtic Cross.

Seafood Chowder in IrlandLunch nehmen wir in der Stadt Doolin ein. Im Pub Fitzpatrick’s esse ich Seafood Chowder: eine sahnige Suppe mit Fisch und Meeresfrüchten. Dazu gibt es braunes Brot, das aussieht wie ein Rührkuchen und auch leicht süßlich schmeckt. Zusammen sehr lecker!

Cliffs of Moher in IrlandDann fahren wir zu den Cliffs of Moher weiter, Irlands meistbesuchter Naturattraktion.

Reiseblogger Anja Beckmann bei den Cliffs of Moher in IrlandDie Klippen sind bis zu 214 Metern hoch und ziehen sich acht Kilometer am Atlantik entlang. Sie sind in Filmen wie Harry Potter, Serien und Werbung zu sehen. Delfine, Wale oder Robben sichte ich dort leider nicht, dafür Papageientaucher.

Überfahrt in IrlandBei Sonnenuntergang erreichen wir die Fähre von Killimer. In 20 Minuten setzen wir über den Fluss Shannon über.

Himmel über IrlandWir übernachten in der „Inspiration Lodge“, einem schönen Bed & Breakfast. Im Pub nebenan essen wir etwas.

Danach lädt Tanzlehrer Paul zum Set Dance ein, einem irischen Volkstanz. Jedes Dorf hat seine eigene Figurenfolge. Ich tanze mit Bell aus Dublin, wir stellen uns mit vier Tanzpaaren im Viereck auf. Die Schritte und Drehungen sind zwar nicht sonderlich kompliziert, werden aber sehr rasch getanzt.

Immer wieder kommen wir Tanzpaare uns in die Quere oder stolpern über die eigenen Füße. Am Ende haben alle rote Gesichter und sind verschwitzt. Doch es hat viel Spaß gemacht und wir haben sehr gelacht. Paul meint gnädig: „Ihr habt das ganz gut gemacht, es wurde niemand verletzt.“ In dieser Nacht schlafe ich tief und fest.

Am zweiten Tag erleben wir in Irland Klippenstraßen, Strände, bunte Häuser und das Food & Wine Festival in Dingle – samt Black Pudding, Coffee Cheese und Cheddar Ice Cream. Ein Jahr später soll ich übrigens zu einem Roadtrip auf dem Wild Atlantic Way wiederkommen.

Hinweis
Zu der Wochenendtour durch Irland wurde ich eingeladen vom Reiseveranstalter Paddywagon. Vielen Dank dafür!

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Anja Beckmann

Gründerin & Reiseblogger bei Travel on Toast
Ein Jahr Weltreise war nicht genug, es zieht mich immer wieder in die Ferne - der Sonne entgegen. Ich habe dieses Blog 2012 gegründet, inzwischen habe ich über 50 Länder besucht und bin vier Monate im Jahr auf Reisen. Ich bringe euch hier zum Träumen, gebe praktische Hinweise und Geheimtipps - damit eure Reise unvergesslich wird. Meine Themen: Fernreisen, Strandurlaub, Städtereisen, leckeres Essen, Wassersport, Yoga und Wellness sowie Luxus mit 4 und 5 Sterne Hotels.

Kommentare

  1. Christina

    Wow toller Bericht, Danke dafür! Und es schaut ja wirklich nicht nur nach Regen aus 😀
    Ich bin gespannt,werde nächstes Jahr ein halbes Jahr dort work&travel machen 🙂

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  7. Petra

    woow die Bilder alleine machen schon richtig Lust auf das Land,irgentwann werde ich hoffentlich auch mal nach Irland reisen können.

  8. Tobias

    Ihr hattet ja richtig Glück mit dem Wetter, cool! Gerade an den Cliffs of Moher sicher total super bei Sonne!
    Den Vergleich Neuseeland-Irland finde ich übrigens sehr passend 🙂

    • Am zweiten Tag hatten wir leider Nebel und Regen – sieht den weiteren Bericht.

  9. Carina

    Esel! Wo sind die Schafe? 🙂
    Jetzt weiß ich, was ich in Irland alles verpasst habe! Vor allem auf das Tanzen mit einem echten Dubliner bin ich neidisch! Naja, vielleicht das nächste Mal… 😉

    • Die Esel waren die besseren Fotomodelle. 🙂

      Das Tanzen war wirklich lustig, es hat mir gefallen.

      Liebe Grüße
      Anja

  10. shadownlight

    das ist ja herrlich, ich bin schon ein bisschen neidisch! 🙂
    liebe gruesse!

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