17 Flugtipps: Gut und günstig fliegen

Flugtipps

Du möchtest zum ersten Mal einen Flug buchen? Oder du bist vor längerer Zeit zum letzten Mal in den Urlaub geflogen und weißt nicht mehr richtig, wie alles abläuft? Dafür kommen hier meine 17 Flugtipps – von der Flugbuchung über den Ablauf am Flughafen bis hin zum Fliegen selbst. So dass deine Flugreise möglichst günstig wird und reibungslos klappt.

In den Urlaub fliegen

Flug nach London2023 bin ich bisher nach Warschau, London und Sevilla geflogen.

Flüge buche ich immer dann, wenn ich alleine reise (ohne Freund und Hund) und die Anreise sonst zu lange dauert.

So bin ich innerhalb von Deutschland und in die benachbarten Niederlande mit dem Zug unterwegs. Auch nach Paris oder Antwerpen habe ich die Bahn genommen.

In den letzten Jahren hat sich einiges geändert, z. B. sind die Flugpreise gestiegen und Flughäfen bieten beschleunigte Sicherheitskontrollen an. Deshalb kommen hier meine aktuellen Flugtipps.

1) Flüge online vergleichen und buchen

Für die erste Recherche verwende ich Flugsuchmaschinen wie Google Flüge und die kostenlose App Skyscanner.

Bei Google siehst du die Preise für Flugtickets zu verschiedenen Daten, schön übersichtlich im Kalender. Bei Skyscanner kannst du die Ergebnisse z. B nach den billigsten oder schnellsten Flügen sortieren, nach Abflugzeit oder Fluglinie.

Habe ich einen passenden Flug gefunden, dann buche ich über die Website oder App der jeweiligen Fluggesellschaft.

Oft nehme ich eine Reiseversicherung dazu, falls ich krank werden sollte.

2) Ab- und Zielflughafen wählen

Wo reist du am besten ab? Denn der Reisepreis kann sich je nach Abflughafen unterscheiden.

Ich wohne in NRW, in Mönchengladbach. Von hier aus fahre ich mit dem 49 Euro Deutschlandticket im Zug zum Flughafen.

Am meisten mag ich den Flughafen Köln-Bonn, weil er so übersichtlich ist und ich dort noch nie lange an der Sicherheitskontrolle warten musste. In Düsseldorf kann es schon mal voller werden. Von beiden Flughäfen aus habe ich schon Eurowings (Tochtergesellschaft der Lufthansa) genommen, das ist meine liebste Fluglinie für Europa. Für alle Rheinländer*innen lohnt sich auch ein Blick auf die Flughäfen in Holland, z. B. in Eindhoven (5 Millionen Fluggäste pro Jahr).

Übrigens hatte ich bei London die Wahl zwischen verschiedenen Zielflughäfen, z. B. London City Airport, Heathrow oder Stansted. Flugpreise und Reisezeit vom Flughafen ins Zentrum variieren.

3) Wochentag und Uhrzeit bestimmen

Gut ist es, wenn du bei den Wochentagen flexibel bist. Denn beliebte Flugdaten wie z. B. übers (lange) Wochenende sind meist teurer. Manchmal lohnt es sich, einen anderen Reisezeitraum zu wählen, da dann die Preise sinken. Auch sind Hotels oft von Sonntag auf Montag deutlich günstiger als von Samstag auf Sonntag.

Zu den Uhrzeiten: Mittags fliege ich am liebsten, das gilt sowohl für den Hinflug als auch für den Rückflug.

So habe ich genügend Zeit für die Anreise zum Flughafen und die Sicherheitskontrolle.

Bei den meisten Hotels am Reiseziel kann ich außerdem erst um 14 oder 15 Uhr einchecken. Das passt also gut.

Auschecken ist oft um 11 oder 12 Uhr. Zwar kann ich mein Gepäck an der Hotelrezeption lassen. Doch meist möchte ich am letzten Tag nicht mehr den ganzen Nachmittag durch die Stadt laufen oder am Strand verbringen, ohne noch mal auf mein Zimmer zu können.

4) Nonstopflug oder mit Zwischenstopp?

Bei längeren Flugstrecken werden oft Flüge mit und ohne Zwischenstopp angeboten. Letztere sind meist günstiger.

Inzwischen ist mir jedoch wichtiger, dass es bequem ist. Deshalb suche ich gezielt nach Nonstopflügen.

5) Handgepäck oder Gepäck einchecken?

Flugtipps fürs HandgepäckDa ich gerne leicht reise, bin ich nur mit Handgepäck unterwegs. Das besteht aus meinem Rucksack oder einem kleineren Trolley Koffer und einer Schultertasche.

So brauche ich kein Gepäck einzuchecken. Das spart Geld und Zeit. Denn sonst müsste ich das Gepäck am Schalter aufgeben und nach der Landung am Gepäckband darauf warten.

Schau nach, welche Maße und welches Gewicht zugelassen sind. Manche Billigflieger wie Ryanair oder Wizz Air nehmen es ganz genau und du möchtest bestimmt nicht nachzahlen müssen.

6) Sitzplatz wählen

Meist bezahle ich für meinen Sitzplatz. Denn ich möchte auf jeden Fall den Mittelsitz vermeiden, eingezwängt zwischen meinen Sitznachbarn oder -nachbarinnen.

Auf längeren Strecken sitze ich am Gang, um einfacher zur Toilette gehen zu können. Bei kürzeren Strecken wähle ich einen Fensterplatz, da ich (trotz Flugangst) den Blick von oben mag und gerne Fotos oder Videos aufnehme.

7) Check-in und Bordkarte

Du hast bei der Airline gebucht und deine Buchungsbestätigung bzw. dein Flugticket erhalten. Vorab checke ich online ein, entweder auf der Website oder in der App.

Die Bordkarte lasse ich mir per Mail zuschicken und drucke sie aus. Auch speichere ich sie mir in der Wallet meines iPhones ab, um sie schnell griffbereit zu haben.

Auf dem Boarding Pass stehen z. B. das Abflugsgate (Flugsteig), wann das Gate nach dem Boarding (die Passagiere gehen an Board) schließt und die Sitznummer im Flugzeug.

Du möchtest am Flughafen einchecken? Dann gehst du zu einem der Check-in-Schalter deiner Airline im Terminal (Abfertigungshalle), die Nummern findest du auf der Anzeigentafel. Dort legst du Ticket bzw. Buchungsnummer und dein Reisedokument vor, dann erhältst du deine Bordkarte.

Achtung: Bei Ryanair musst du vorab online einchecken, sonst wird am Schalter eine Gebühr fällig. Als bei mir mal das online Einchecken für den Rückflug nicht klappte, musste ich 55 Euro zahlen.

Du möchtest nicht nur mit Handgepäck reisen und stattdessen Gepäck aufgeben? Das kannst du ebenfalls am Schalter machen. Falls du vorab schon online eingecheckt hast, dann kannst du den Baggage drop-off Schalter oder Automaten nutzen.

8) Reisedokumente mitnehmen

Denke unbedingt an Personalausweis oder Reisepass! Nach London musste ich z. B. den Reisepass mitnehmen, da Großbritannien mit dem Brexit aus der EU ausgetreten ist.

9) Frühzeitig am Flughafen eintreffen

Ich bin meist drei Stunden vor Abflug am Flughafen.

Denn da ich mit den öffentlichen Verkehrsmitteln anreise, plane ich einen großzügigen Puffer ein, falls mal ein Zug Verspätung hat oder ausfällt.

10) Zeitfenster für Sicherheitskontrolle buchen

Mit meiner elektronischen Bordkarte und dem Handgepäck passiere ich die Schranke vor der Sicherheitskontrolle. Dafür einfach die Bordkarte einlesen lassen.

Ihr erinnert euch vielleicht an die TV-Bilder, als sich lange Schlangen mit mehreren Stunden Wartezeit an verschiedenen Flughäfen bildeten? Die Gefahr ist etwa zu den Schulferien groß.

Das Gute: Immer mehr Flughäfen bieten Fast Tracks an, einen extra Zugang für eine beschleunigte Sicherheitskontrolle. Darauf aufmerksam wurde ich über Kathi und Tobi von Passport Pirates. Danke an die beiden für den super Hinweis!

Wie das funktioniert? Auf der jeweiligen Flughafenwebsite könnt ihr einen Zeitraum buchen, in dem ihr durch einen gesonderten Security Check geht.

In Köln (CGNGateWay) und Düsseldorf (DUSgateway) ist das etwa kostenlos, in Sevilla (Fast Lane) hätte es 10 Euro gekostet.

11) Ablauf beim Security Check

Du musst beim Sicherheitscheck neben Flüssigkeiten im Beutel (Erklärung weiter unten) etwa Tablet oder Notebook auspacken, ich lege mein Tablet immer oben in den Rucksack für den leichten Zugriff. Außerdem Jacke oder Strickjacke ausziehen, Kopfbedeckung abnehmen und Hosentaschen leeren. Alles plus Handgepäck legst du in die bereitgestellten Schalen und stellst diese aufs Band.

Bei meinem letzten Flug nach Sevilla könnte ich am Airport Köln/Bonn einen der neuen Computertomographie-Scanner (CT-Scanner) fürs Handgepäck ausprobieren. Dafür musste ich weder die Flüssigkeiten noch elektronischen Geräte auspacken.

Anschließend gehst du durch den Metalldetektor (sieht aus wie ein Türrahmen) oder stellst dich in den Körperscanner – je nachdem, was vorhanden ist. Bei letzterem zeigen dir Markierungen auf dem Boden und an der Wand, wie du dich hinstellen sollst.

Entweder kannst du danach weitergehen und dein Handgepäck – das ebenfalls durchleuchtet wurde – vom Gepäckband nehmen. Oder jemand tastet dich ab. Bei Frauen übernehmen das weibliche Angestellte, bei Männern männliche Mitarbeiter.

Manchmal wird auch das Handgepäck manuell durchsucht. Das erkennst du daran, dass es vom Gepäckband zu einem Bildschirm mit Mitarbeiter*in fährt. Dort öffnest du es und lässt es kontrollieren. Elektronische Geräte werden schon mal mit Wischtest auf Sprengstoff untersucht.

12) Handgepäck: Flüssigkeiten im Beutel

Packe am Band der Sicherheitskontrolle auch den durchsichtigen Zipbeutel aus, der nur 1 Liter fassen kann. Er darf Behälter mit je maximal 100 ml enthalten.

Neben Flüssigkeiten wie Shampoo betrifft das auch cremige Substanzen wie Gesichtscreme oder Zahnpasta.

Jede*r darf nur einen Beutel mitnehmen. Auch diesen packe ich nach oben in den Rucksack.

13) Boarding: Einstieg ins Flugzeug

Bei meinen Europaflügen war jeweils bis zu einer halben Stunde vor Abflug Boarding.

An meinem Gate – je nach Reiseziel kam vorab noch eine Passkontrolle – ließ ich mich im Wartebereich nieder, bis zum Boarding aufgerufen wurde. Die Mitarbeiter*innen überprüfen bei jedem der Fluggäste Bordkarte und ggf. Reisedokument, ich halte dafür meine elektronische Bordkarte an den Screen.

Entweder läufst du über das Rollfeld zum Flieger oder es fährt ein Bus dorthin. Schau auf deinem Boardingpass nach, ob dort vermerkt ist, ob du vorne oder hinten im Flugzeug einsteigen sollst. Vorne beim Cockpit fangen die Sitzreihen bei 1 an und werden nach hinten hochgezählt.

Gehe dann zu deinem Platz, verstaue das größere Gepäckstück oben im Fach und das kleinere unter deinem Vordersitz. In den Reihen am Notausgang muss das gesamte Gepäck für die Dauer von Start und Landung in die Gepäckfächer.

Ich bleibe die ganze Zeit angeschnallt, falls es mal starke Turbulenzen gibt.

14) Start und Landung

Wenn das Flugzeug startet und landet, das ist für mich mit Flugangst am schlimmsten.

Denn der Flieger steigt steil auf und zieht dann Kreise, das ist völlig normal. Vor der Landung dreht er oft Warteschleifen.

Übrigens müssen dabei die Sitzlehnen hochgestellt und die Fensterblenden hochgeschoben sein, nachts wird die Innenbeleuchtung gelöscht. In dieser Zeit darfst du deinen Sitzplatz nicht verlassen.

15) Smartphone, Flugmodus und WLAN an Bord

Vor dem Start schalte ich vorschriftsmäßig den Flugmodus bei meinem Smartphone ein.

Aus bleibt der Flugmodus natürlich bei WiFi an Bord. Das habe ich schon bei Langstreckenflügen erlebt, jedoch noch nicht auf Europaflügen. Norwegian bietet es wohl auf den meisten Flügen kostenlos an, die irische Fluglinie Aer Lingus gegen einen Aufpreis.

Teilweise kann man das Smartphone über einen USB-Anschluss während der Flugzeit laden.

16) Essen und Trinken im Flugzeug

Bei Europareisen bestelle ich meist kein Essen. Denn mein längster Flug in der letzten Zeit dauerte nur rund 2,5 Stunden.

Stattdessen habe ich Snacks wie Müsliriegel dabei, manchmal kaufe ich im Flieger ein Getränk dazu. Teilweise kann man nur noch mit Karte zahlen, Bargeld wird nicht mehr angenommen.

17) Storniert – der Flug fällt aus

In London ist es mir zum ersten Mal passiert: Mein Flug fiel aus. Der Rückflug wurde gestrichen, wie insgesamt mehr als 500 Flüge an diesem Tag. Grund dafür waren technische Probleme bei der britischen Luftraumüberwachung.

Leider war weder die Website noch die App der Airline zu erreichen, beides war wohl überlastet. Also stand ich rund zwei Stunden in der Schlange. Die Mitarbeiterin am Schalter buchte kostenfrei einen Rückflug am nächsten Tag, allerdings nach Maastricht statt nach Köln.

Rund 150 Euro streckte ich vor für die Übernachtung in einem Flughafenhotel, Busshuttle zum und vom Hotel sowie Verpflegung. Mit einem Onlineantrag reichte ich die Quittungen bei der Fluggesellschaft ein. Vier Wochen später wurde mir der Betrag zurückerstattet.

Hast du noch Fragen oder weitere Flugtipps?

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Anja Beckmann

Reisebloggerin bei Travel on Toast
Auf diesem Reiseblog gebe ich Tipps für Ausflugsziele in NRW, Städtereisen, Strandurlaub, Urlaub mit Hund und vegan reisen. Folge mir gerne auf Social Media!

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