Hongkong, my love – ein Travel Guide

Hongkong

Wenn ich mich verliebe, dann heftig. Und dauerhaft. Hongkong ist so ein Fall. Die chinesische Weltstadt mit ihren über 7 Millionen Einwohnern hat mich umgehauen. In meinem Travel Guide erzähle ich euch, was euch erwartet, gebe euch Tipps für Flug, Hotel, zur Orientierung und den Sehenswürdigkeiten.

Hongkong: Die chinesische Weltstadt mit ihren über 7 Millionen Einwohnern hat mich umgehauen. In meinem Travel Guide auf dem Reiseblog erzähle ich euch, was euch erwartet, gebe euch Tipps für Flug, Hotel, zur Orientierung und den Sehenswürdigkeiten.Victoria Harbour - Hong KongDie Geschichte von Hongkong
Hongkong war einst ein chinesisches Fischerdorf, dann britische Kronkolonie und wurde 1997 zur Sonderverwaltungszone der Volksrepublik China erklärt. Es ist damit weitgehend unabhängig vom Festland China.

In Hong KongÜbersicht über die Stadt
Hongkong liegt an der südchinesischen Küste und besteht aus Hong Kong Island, der Halbinsel Kowloon (dort befand sich mein Hotel), den New Territories und über 200 Inseln. Die größte Insel ist Lantau Island.

Hongkongs Einwohnerzahl wächst und die bebaubare Fläche ist überschaubar. Deshalb wird Land gewonnen, indem im Meer aufgeschüttet wird und Wolkenkratzer gebaut werden. So ist das „New York Asiens“ entstanden.

Straßenbild Hong KongNonstop-Flug von Frankfurt nach Hongkong
Asien bin ich schon oft bereist, nach China bzw. Hongkong zog es mich jetzt zum ersten Mal. Eine Premiere war für mich auch der Flug mit der Airline Cathay Pacific. 10 Stunden und 20 Minuten betrug die Flugzeit von Frankfurt bis Hongkong.

Ich flog in der Premium Economy Class und war gleich angetan: Mein Sitz war schön breit und ich hatte viel Platz für meine langen Beine. Zur Begrüßung gab es ein Getränk und ein feucht-heißes Tuch.

Das Unterhaltungsprogramm ist für mich auf einem Langstreckenflug (hier sind übrigens meine Tipps und Tricks dafür) am wichtigsten. Bei den Serien entdecke ich „Walking Dead“ wieder. Sechs Stunden vertrieb ich mir allein damit…

Auch das sehr gute Mittagessen kurz nach dem Start verkürzte mir den Flug: saftiges Rindfleisch mit Wasabibutter, Rosmarinkartoffeln, Wildpilzen und Edamame.

Ich schaffte es dann auch noch, ein wenig zu schlafen. Rechtzeitig zum Anflug war ich wieder hellwach, blickte auf das Meer und die Boote.

Visum
Deutsche Staatsangehörige können nach Hongkong für einen Zeitraum von 90 Tagen ohne Visum einreisen. Aktuelle Informationen findet ihr immer beim Auswärtigen Amt.

Hong KongMein erster Eindruck
Ich hatte schon gehört, dass Hongkong anders sei als der Rest von China. Doch ich erwartete Menschenmassen, Gedränge und Lärm. So wie ich es aus anderen asiatischen Großstädten wie Bangkok, Tokyo, Ho-Chi-Minh-Stadt oder Kuala Lumpur kannte.

Doch die Straßen waren relativ leer. Wo waren die Autos hin? Menschengedränge gab es dann doch, in der U-Bahn „Mass Transit Railway“ (MTR). Aber alles war gut organisiert und lief gesittet ab. Niemand beachtete mich großartig, dabei sehe ich mit 1,80 Metern und roten Haaren wirklich anders aus als die meisten Einwohner. Sehr angenehm…

Hochhäuser in Hong KongGründe zum Verlieben
Warum mir Hongkong so gut gefallen hat? Ich mag die Hochhäuser im „New York Asiens“, dazu kommt das viele Wasser mit dem Hafen. Es erinnerte mich teilweise wirklich ein wenig an New York. Und mir gefiel der Kontrast von schicken Wolkenkratzern und Ecken, in denen das ganz normale Leben stattfand.

In Hongkong konnte ich mich unkompliziert bewegen, Fortbewegungsmitteln wie MTR und Star Ferry sei Dank. Und die Aussicht – ob vom Victoria Peak oder von der höchsten Bar der Welt – war immer gigantisch. Das Essen war dazu noch sehr gut, vor allem die Dim Sum.

Wusstet ihr schon, dass Hongkong auch über 30 verschiedene Strände und unzählige Wanderwege hat? Kaja ist eine Einheimische und verrät euch hier ihre Geheimtipps zu Hong Kong.

Hong Kong - MarktstandReisedauer
Ich war drei Tage in der Stadt. Das mag für einen Stopover zu einem anderen Reiseziel in Asien reichen. Doch beim nächsten Mal werde ich für längere Zeit wiederkommen. Ich würde fünf Tage empfehlen, um die Stadt entspannt genießen zu können.

Nach Osten ist der Jetlag ja immer schlimmer als nach Westen. Doch ich steckte den Zeitunterschied gut weg, im Moment ist uns Hongkong sechs Stunden voraus.

The Luxe Manor - Hong KongHotel in Hongkong
Ich übernachtete im ausgefallenen Hotel The Luxe Manor (39 Kimberley Road, Tsim Sha Tsui, Kowloon), es kostet ab 106 Euro pro Nacht. Das Luxus-Boutiquehotel war plüschig-verspielt eingerichtet und lag günstig in der Nähe der Nathan Road.

Das Beste: Ich bekam als Hotelgast ein Smartphone, das mir als Hotspot für mein iPhone diente. So konnte ich immer unterwegs online sein, ohne Roaminggebühren.

Wetter in Hongkong
Es war heiß, als ich die Stadt im Mai besuchte. Bei um die 30 Grad und viel Sonne (Sonnencreme nicht vergessen) wurde die Städtetour automatisch etwas langsamer. Abkühlen könnt ihr euch in der MTR, in Cafés und Restaurants. Übrigens: Hier findet ihr alle Infos zum Klima in Hongkong.

Kosten
Hongkong gilt als eine der Städte mit den weltweit höchsten Lebenshaltungskosten. Mein zentral gelegenes, gemütliches Hotel war nicht übermäßig teuer. Beim Essen könnt ihr sparen, indem ihr auf einheimisches Essen setzt. Und mit den öffentlichen Verkehrsmitteln könnt ihr euch gut durch die Stadt bewegen.

Straße in Hong KongSprache
Die zwei Amtssprachen in Hongkong sind Englisch und Chinesisch (vor allem Kantonesisch). Die Menschen sprachen gut Englisch, so dass die Verständigung einfach war.

Verkehrsmittel in der Stadt
Bei der Octopus Card handelt es sich um eine wiederaufladbare, berührungslose Chipkarte, die in Hongkong ein weit verbreites bargeldloses Zahlungsmittel ist.

Neben dem Einsatz als Fahrkarte im öffentlichen Nahverkehr (U-Bahn MTR, Bus, Tram und sogar Fähre) kann sie unter anderem in Lebensmittelläden und Supermärkten verwendet werden.

Das System der MTR ist übrigens leicht zu verstehen und es ist angenehm kühl dort.

Taxi bin ich nur gefahren, als ich am letzten Abend nach einer Hafenrundfahrt ins Hotel zurück wollte. Mich machte schon misstrauisch, dass eine Reihe von Leuten auf Taxen warteten, obwohl immer mal wieder welche anhielten und dann leer weiterfuhren.

Tatsächlich wollte mich niemand mitnehmen, es sei zu nah. Schließlich erbarmte sich ein Taxifahrer…

App „My Hong Kong Guide“
Diese App könnt ihr euch kostenlos herunterladen. Dort findet ihr 1.800 Attraktionen und Aktivitäten, bekommt Anregungen von anderen Reisenden und ihr könnt eure Erfahrungen über Social Media teilen.

Sehenswürdigkeiten
Hier kommen im Überblick die Sehenswürdigkeiten, die mir richtig gut gefallen haben – ganz oben stehen meine Favoriten:

Hong Kong von The PeakThe Peak
Hongkongs beliebteste Sehenswürdigkeit ist ein Muss, weil ihr vom höchsten Punkt auf Hong Kong Island die Stadt mit ihren Wolkenkratzern und Victoria Harbour von oben seht. Ein fantastisches Panorama! Allerdings ist der Ansturm auf die Peak Tram groß, rechnet genügend Zeit fürs Anstehen ein.

Aqua Luna HafenrundfahrtHafenrundfahrt
Ein weiteres Highlight war die Fahrt mit der chinesischen Dschunke Aqua Luna im Hafen (45 Minuten). Abends startete die „Symphony of Lights“, bei der die umliegenden Skyscraper beleuchtet wurden – im Takt der Musik. Sehr stimmungsvoll und für umgerechnet 23 Euro erschwinglich. Ein Glas Wein gab es noch dazu.

Star Ferry - Hong KongStar Ferry
Auch in Hongkong gibt es ein Riesenrad, von ihm aus könnt ihr den Blick auf den Hafen genießen. Ich war jedoch schon völlig happy mit der Star Ferry, die seit 1888 Kowloon und Hong Kong Island verbindet. Toll, um Fotos vom Hafen und den Hochhäusern zu machen!

Höchste Bar der Welt
Hongkong ist eine Stadt der Superlative: Hier gibt es die längste Rolltreppe, den größten freistehenden Buddha und eben auch die höchste Bar der Welt. Weitere Infos dazu findet ihr in meinem Artikel Hongkong – Stadt der Superlative.

In der „Ozone Bar“ im Ritz-Carlton (im siebthöchsten Gebäude der Welt) trank ich meinen Gin Tonic im 118. Stock: „Ginelicious“ mit Orangenschale und Zimt. Er kostete übrigens umgerechnet 20 Euro.

Man Mo TempelMan Mo Tempel
Ein schöner Tempel, der 1847 gebaut wurde und dem Gott der Literatur (Man) und dem Gott des Krieges (Mo) gewidmet ist. Wenn ihr von der sonnigen, belebten Straße hier hinein tretet, wird es auf einmal dunkel und ruhig. Eine tolle Atmosphäre!

Avenue of Stars
Ich bin ein Filmfan, also musste ich natürlich zur Avenue of Stars am Hafen. Wie in Hollywood haben sich hier die Stars verewigt – vor allem aus Asien. Denn Hongkong ist als „Hollywood of the East“ für seine Regisseure und Schauspieler bekannt. Hier findet ihr etwa eine lebensgroße Statue von Kung Fu Star Bruce Lee.

Big Buddha - Lantau IslandLantau Island mit „Big Buddha“
Wir besuchten die Insel mit dem 34 Meter großen Tian Tan Buddha. Die bronzene Statue bei Ngong Ping ist die weltgrößte freistehende Buddhastatue in sitzender Haltung. Wer mag, kann die 268 Stufen zu ihm erklimmen.

Tai O VillageTai O Village auf Lantau Island
Das ist ein malerisches Fischerdorf auf Lantau Island, fernab vom Trubel der Innenstadt. Hier könnt ihr Häuser auf Stelzen sehen, bunte Fischerboote und in einem der unzähligen Restaurants essen. Wir fuhren mit einem kleinen Boot hinaus, denn hier soll es rosafarbene Delfine geben. Leider bekamen wir sie nicht zu sehen…

Dim Sum in Hong KongDas Essen
Ich liebe Dim Sum, das bedeutet „das Herz berühren“. Es sind kleine Gerichte, die meist gedämpft oder frittiert sind. Ich aß sehr gute Dim Sum im Luk Yu Teahouse (24 – 26 Stanley Street). Auch sonst mochte ich das Essen gerne, ich wagte mich sogar an geröstete Schweinehaut (knusprig und nicht zu fettig).

Tai O Village - Hong KongHabt ihr noch Fragen zu Hongkong oder weitere Tipps?

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Hongkong: Die chinesische Weltstadt mit ihren über 7 Millionen Einwohnern hat mich umgehauen. In meinem Travel Guide auf dem Reiseblog erzähle ich euch, was euch erwartet, gebe euch Tipps für Flug, Hotel, zur Orientierung und den Sehenswürdigkeiten.

Vielen Dank für die Unterstützung an das Hong Kong Tourism Board (auf der Website findet ihr viele hilfreiche Informationen), das die Reise  ermöglicht hat

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Anja Beckmann

Gründerin & Reiseblogger bei Travel on Toast
Ein Jahr Weltreise war nicht genug. Es zieht mich immer wieder in die Ferne, der Sonne entgegen - zu Traumstränden, lebendigen Städten, Roadtrips und leckerem Essen. 2012 habe ich Travel on Toast gegründet, heute unter den Top 10 der deutschsprachigen Reiseblogs. Ich bringe dich hier zum Träumen, gebe praktische Hinweise und Geheimtipps - damit deine Reise unvergesslich wird!

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2 Kommentare

  • Antworten
    Nadja
    31. Juli 2015 um 21:26

    Toll! Danke für die TIpps! Nächste Woche gehts nach Hong Kong:)

  • Antworten
    N.Berger
    29. Juli 2015 um 15:44

    Ein Freund von mir ist auch einmal nach Hong Kong geflogen. Er fand die Stadt mit seinen vielen Facetten sehr faszinierend. Ich war mir nie so sicher, ob ich da überhaupt hinfliegen sollte. Jedoch haben deine Bilder wieder das Reisefieber in mir geweckt. 😉

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