Ob die leuchtenden Supertrees, der höchste Infinity Pool der Welt oder Relaxen am Strand – ich zeige euch 10 geniale Singapur Highlights. Denn der asiatische Insel- und Stadtstaat so groß wie Hamburg hat viel Sehenswertes zu bieten, ob fürs Sightseeing beim Stopover oder einen längeren Urlaub. Auch gebe ich euch Tipps für schöne Hotels, die besten Stadtteile, leckeres Essen, Shopping, Touren und verrate einige echte Insider Tipps.
Inhaltsverzeichnis
Singapur Highlights: Viele Sehenswürdigkeiten in der Löwenstadt
Viele besuchen Singapur auf einem Stopover, weil es sie an ein anderes Reiseziel zieht. Doch für einen kurzen Zwischenstopp ist Singapur viel zu schade, hat es doch so viel zu bieten.
Der Flughafen Changi allein ist schon sehenswert mit Kakteen-, Sonnenblumen- und Orchideengärten sowie einem Garten mit über 1.000 Schmetterlingen.
In der Stadt selber war ich angenehm überrascht von den vielen Sehenswürdigkeiten (es gibt sogar Strände), der Vielfältigkeit der Kulturen und dem guten Essen.
Ich hatte eine Woche Zeit, um die Stadt ausgiebig zu erkunden. Wie viele Tage sollte man einplanen? Meine Empfehlung: Verbringt mindestens drei Tage in Singapur!
Kosten und Stadtteile in Singapur
Wie teuer ist Singapur? Ganz günstig ist es nicht. Es gilt als eine der Städte mit den weltweit höchsten Lebenshaltungskosten.
Bei mir war das Hotel am teuersten. Dagegen könnt ihr Transport, Touren oder auch das Essen relativ günstig bekommen. Natürlich geht es bis hin zur Luxusklasse, falls ihr das wollt.
Singapur versammelt viele Kulturen, Religionen und westliche Einflüsse auf einer überschaubaren Fläche. Es gibt neben Chinatown auch Kolonialbauten zu sehen sowie das muslimische Viertel Kampong Glam oder Little India.
Singapur Urlaub – ist das Asien light?
Bevor ich zum ersten Mal Singapur vor der Südspitze Malaysias besuchte, hatte ich viel darüber gehört. Sauber, ordentlich, sicher und damit auch ein wenig langweilig? Von wegen langweilig!
Als „Asien light” oder “Asien für Einsteiger“ wird die Stadt oft bezeichnet. Tatsächlich wirkte sie an vielen Stellen deutlich ruhiger als wuselige Städte wie Hanoi, Bangkok oder Kuala Lumpur.
Mit Englisch konnte ich mich überall gut verständigen. Kein Wunder: Singapur war lange Zeit britische Kronkolonie (1867 bis 1963) und gehörte später kurze Zeit zu einer Föderation mit Malaysia.
Singapur besteht aus einer Hauptinsel sowie rund 60 weiteren Inseln.
Wie viele Einwohner hat Singapur?
Auf einer Fläche wie der von Hamburg leben 5,6 Millionen Einwohner. Davon sind u. a. 77 Prozent Chinesen, 14 Prozent Malaien und 8 Prozent Inder.
Was für eine Sprache spricht man in Singapur?
Die Amtssprachen sind Chinesisch, Englisch, Malaiisch und Tamil.
Singapur Sehenswürdigkeiten auf eigene Faust entdecken
Zu Fuß konnte ich mich in Singapur gut bewegen. Allerdings machte die Hitze längere Wege beschwerlich.
Da kürzte ich dann schon mal ab, indem ich zwischendurch die U-Bahn MRT nutzte. Alles war angenehm, wo es eine Klimananlage gab, denn es war draußen durchgehend um die 30 Grad warm.
Schön war auch die Flussfahrt mit einem der kleinen Boote.
Die Top 10 Singapur Highlights
1) Marina Bay Sands: Besucht den höchsten Infinity Pool der Welt
10 Bayfront Avenue, MRT Station Bayfront
Als ich das Marina Bay Sands Gebäude (es enthält neben dem Hotel Marina Bay Sands etwa auch Shops und Restaurants) zum ersten Mal sah, war ich direkt fasziniert: Auf seinen drei Säulen schwebte es in Bootsform über der Stadt.
Es sah aus jedem Winkel spannend aus: Von den “Gardens by the Bay” mit den Supertrees aus. Da schien ich wirklich in einen Science Fiction Film geraten zu sein. Oder von unten, als es über unseren Köpfen aufragte.
Am schönsten war aber der Blick vom Dach. Hier befindet sich der höchste und längste Infinity Pool der Welt, der durch den unsichtbaren Rand wirklich ins Unendliche zu gehen scheint.
Er ist von Palmen gesäumt und bietet aus 200 Metern Höhe einen Wahnsinnsblick auf die Stadt. Aber auch ausgiebiges Schwimmen ist hier möglich, denn er ist stolze 150 Meter lang.
Der Pool ist allerdings den Gästen des Hotels Marina Bay Sands vorbehalten.
Ihr übernachtet nicht im Hotel? Dann empfehle ich euch, alternativ das Skypark Observation Deck zu besuchen. Hier genoss ich den Rundblick auf die Stadt.
Toll ist der Blick auf das Riesenrad der Stadt. Der Singapore Flyer ist 165 Meter hoch und damit das zweithöchste Riesenrad der Welt.
Am besten gefällt mir aber die Aussicht auf die Gardens by the Bay mit den Supertrees und viel Wasser.
2) Entdeckt die Gardens by the Bay mit den Supertrees
18 Marina Gardens Drive, MRT Station Bayfront
Bei den Gardens by the Bay verliebte mich gleich in die gigantischen, künstlichen Supertrees. Sie sind tagsüber und auch nachts einen Besuch wert. Mein Tipp zusammen mit Marina Bay Sands, falls ihr für nichts anderes Zeit habt!
Sie sind Teil der Gardens by the Bay mit ihren zwei riesigen Gewächshäusern. Für diese und den OCBC Skyway müsst ihr Eintritt bezahlen, zu den Supertrees kommt ihr kostenlos.
Der Flower Dome hat einen Eintrag im Guinness Buch der Rekorde als weltweit größtes Glasgewächshaus.
Ich bewunderte von unten die Menschen, die über den 128 Meter langen OCBC Skyway liefen. Er verbindet in 22 Metern Höhe zwei Supertrees im Supertree Grove.
Jeden Abend findet hier die Musik- und Lichtshow Garden Rhapsody statt. Um 19.45 Uhr und 20.45 Uhr.
Ganze Familien kommen hierhin, mit den Kindern und Großeltern. Genauso wie Besucher. Und alle blicken staunend hoch zu den Supertrees, um die herum aus 48 Lautsprechern Musik erklingt. Das müsst ihr erleben!
3) Genießt Sentosa Island mit Fun, Strand und Pool
Wusstet ihr, dass Singapur Strände hat? Ziemlich viele sogar. Ich fuhr auf die Freizeitinsel Sentosa, in den “State of Fun”.
Der Tanjong Beach ist groß, mit goldgelbem Sand (importiert aus Malaysia und Indonesien) und dem Meer, auf dem Containerschiffe schwimmen.
Dort findet ihr den Tanjong Beach Club, zu erkennen an seinen gelb-weißen Sonnenschirmen unter den Palmen.
Ich machte es mir auf einem Sonnenbett am Pool gemütlich: im Schatten, mit einem Singapore Sling Cocktail und bei angenehmer Loungemusik. Ab und zu stieg ich zum Abkühlen ins Wasser.
Der Club wurde übrigens von Condé Nast Traveller als einer der weltbesten Beach Clubs ausgezeichnet. Mir gefiel es hier ausgesprochen gut!
Der schicke Tanjong Beach Club ist ein Platz für alle, die sich mal etwas gönnen wollen. Denn Sonnenbett, Cocktail oder Essen sind ziemlich teuer.
4) Besucht Merlion – das Wahrzeichen der Stadt
Merlion Park, MRT Station Raffles Place
Halb Löwe, halb Fisch – das ist der Merlion. Er ist seit 1964 das Wahrzeichen Singapurs. Das Original steht im Merlion Park und spuckt Wasser aus.
Es war immer ziemlich voll um ihn herum. Das Gute: Ihr findet immer jemanden, der ein Foto von euch macht, wenn ihr nicht gerade ein Selfie schießen wollt.
Einen weiteren Merlion entdeckte ich auf Sentosa, er ist stattliche 37 Meter groß. Ihr bekommt ihn im Miniformat aber auch an den Nippesständen von Chinatown.
5) Genießt leckeres Essen
Für mich als Foodliebhaber besonders schön: In den verschiedenen Stadtteilen gibt es überall etwas anderes zu essen. Der Einheimische Toon Hee meinte: “Singapur ist ein Shopping- und Foodparadies. Die Menschen essen hier die ganze Zeit.”
Ich war zum alljährlichen Singapore Food Festival in der Stadt – erlebte also die ganze Vielfalt von Hawker Centres (Ansammlung von Garküchen), Bäckereien über Dim Sum Restaurants bis hin zum einem 10-Gänge-Menü auf Sterne-Niveau. Hier findet ihr meinen Artikel zum Singapur Essen.
6) Entdeckt Kampong Glam, das arabische Viertel
MRT Station Bugis
Ich mag die hippe Haji Lane mit ihrer Streetart, kleinen Boutiquen und Vintagestores. Jaclynn vom Singapur Reiseblog “The Occasional Traveller” zeigte mir diese Ecke.
Nachdem wir uns mehrere Streetartwerke angeschaut haben (diese Vorliebe teilen wir), tranken wir hier abends etwas. Dazu legte auf der Straße ein DJ Platten aus den Sixties auf.
7) Erkundet die Köstlichkeiten von Chinatown
MRT Station Chinatown
Ihr mögt leckeres Essen? Dann müsst ihr nach Chinatown! Hier gibt es unzählige Restaurants und auch im Hawker Centre könnt ihr essen. Meine Lieblinge sind Dim Sum, die kleinen, gedämpften Köstlichkeiten.
In Chinatown gibt es außerdem den Buddha Tooth Relic Temple zu sehen sowie den hinduistischen Sri Mariamman Temple. Und hier findet ihr jede Menge Stände, um Souvenirs zu kaufen.
8) Taucht ein ins bunte Little India
MRT Station Little India
Frauen in Saris, bunte Blüten und der Geruch nach Gewürzen – das ist Little India. In Indien war ich ja bereits. Little India ist wirklich “Indien light”, es ging verhältnismäßig ruhig zu.
Hier könnt ihr bei “The Banana Leaf Apolo” (54 Race Course Rd.) das berühmte Fischkopf Curry probieren – es war wirklich gut. Der Kellner legte mir auf den Teller ein besonders zartes Stück Fisch, das leicht scharf schmeckte.
9) Geht auf der Orchard Road shoppen und essen
MRT Station Orchard
Ihr liebt Mode und Einkaufen? Dann werdet ihr auf der Orchard Road euren Spaß haben! Auf 2,2 Kilometern findet ihr zahlreiche Shoppingmalls und Kaufhäuser. Alles von den üblichen Kleidungsketten bis zu Luxusmarken.
Dazu gibt es hier noch unzählige Restaurants und Cafés. Mich hat vor allem der High Tea begeistert, der eher “Full meal for a whole day” genannt werden sollte. Ihr bekommt ihn im Carousel Restaurant des “Royal Plaza on Scotts” (25 Scotts Rd).
Kein Wunder, dass sich hier eine lange Warteschlange bildete! Es gab Leckereien von Sushi über Meeresfrüchte und Curry bis hin zu Gebäck und gleich drei (!!!) Schokoladenbrunnen. Ein echter Geheimtipp.
10) Entdeckt die Stadt bei einer Bootsfahrt
In einem kleinen Boot fuhr ich auf dem Singapore River. Wir sahen etwa die Merlion Statue und Marina Bay Sands.
Die Fahrt dauerte 40 Minuten. Währenddessen bekamen wir über einen englischsprachigen Audioguide viele Infos.
Häufig gestellte Fragen
In welchem Land befindet sich Singapur?
Der Insel- und Stadtstaat Singapur liegt in Südostasien. Er besteht aus einer Hauptinsel sowie rund 60 weiteren Inseln. Auf einer Fläche so groß wie Hamburg leben 5,6 Millionen Einwohner.
Wann ist die beste Reisezeit für Singapur?
Die beste Reisezeit für Singapur ist von März bis September. Im Oktober beginnt die Regenzeit, die bis Februar geht.
Wie lange fliegt man von Singapur nach Deutschland?
Die Flugzeit beträgt von Frankfurt nach Singapur rund 12,5 Stunden. Dabei werden über 10.000 Kilometer zurückgelegt.
Vielen Dank für die Unterstützung an das Singapore Tourism Board, das die Reise ermöglicht hat.
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Anja Beckmann
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