Malta, Gozo & Comino: Tipps & Fotos für zwei Tage auf den Inseln

Bunte Fischerboote (Luzzus) in MaltaAktualisiert am 26. April 2017. Die einheimische Limonade Kinnie schmeckt dank Orangen und Kräutern herb-süß. Kontrastreich ist ganz Malta, die Inselgruppe bei Sizilien. Zwei Tage lang war ich dort, erlebte kantige Felsen vor türkisfarbenem Meer, die vornehme Sandsteinblässe der Häuser neben den Knallfarben der Boote und würziges Essen mit honigsüßem Nachtisch.

Malta, Gozo & Comino: Tipps & Fotos für zwei Tage auf den Inseln
Ab auf die Inseln: Malta, Gozo & Comino

Mai ist der neue Winter in Deutschland, es war empfindlich kühl. Deshalb nahm ich von Düsseldorf aus den Flieger von Air Malta. Temperatur am Ausgangsort: 7 Grad. Brrr…

Auf dem nicht ganz drei Stunden langen Flug freute ich mich auf die drei Inseln Malta, Gozo und Comino – mit viel Sonnenschein, Meer und mediterranem Essen.

Malta: viel Sonne, wenig Regen

Beim Anflug sah ich schon: Malta ist ein trockenes Land. Es gibt mehr als 300 Sonnentage pro Jahr und wenig Regen im Sommer. Die Einheimischen nenne es deshalb liebevoll „The Rock“.

Der Boden war meist braun, von niedrigen Mauern durchzogen und später sollte ich einige Kakteen und Disteln entdecken. Wir hatten 24 Grad. Also erst mal Sonnenmilch auf meine winterbleiche Haut und die Sonnenbrille aufgesetzt.

Maltesisch und Englisch als Sprachen

Mich faszinierte die Sprache: Maltesisch zählt zu den semitischen Sprachen. In meinen Ohren klang sie wie eine Mischung aus Italienisch und Arabisch. Sie hat Begriffe wie „Hobz biz-zejt u t-tadam“ (= Brot mit Öl und Tomaten) hervorgebracht. Lustig, oder?

Die zweite offizielle Amtsprache ist Englisch, deswegen kommen viele Sprachschüler nach Malta.

Beides zeugt von einer bewegten Geschichte, die mehr als 7.000 Jahre zurückreicht: In der kleinen Republik mit heute rund 400.000 Einwohnern ließen sich zunächst Menschen aus Sizilien nieder.

Dann herrschten u. a. die Phönizier, Karthager, Römer und Araber. Später kamen die Ritter des Malteserordens. Malta war von 1814 bis 1964 britische Kolonie.

Mdina ist die älteste Stadt MaltasMdina – die älteste Stadt Maltas

Mdina war vor Valletta die Hauptstadt. Der Name geht auf das arabische Wort „Medina“ für „von Mauern umgebene Stadt“ zurück. Ihr Spitzname? „Die stille Stadt“. Denn sie hat enge Gassen (autofrei) und nur rund 400 Einwohner.

Malerisches MdinaGanz so still kam sie mir allerdings nicht vor, es waren ziemlich viele Touristen unterwegs. Kein Wunder, sie hatte einen ganz eigenen Charme.

Toll fand ich die vielen engen und verwinkelten Gassen. Damit kein Gegner einen Pfeil durchschießen konnte, wurden sie versetzt angelegt. Clever…

Eine von 365 Kirchen in Malta365 Kirchen in Malta

In Mdina sah ich die erste von 365 Kirchen in Malta – eine für jeden Tag des Jahres. 98 Prozent der Bevölkerung sind katholisch.

Segway Tour: Auf zwei Rädern über die Insel

Super war die Segway Tour auf Malta. In einer Gruppe mit mehreren Leuten düste ich auf einem der Zweiräder über die Insel.

Nach vorne lehnen – das Gefährt gab Gas. Nach hinten lehnen – es bremste. Der Lenker bewegte sich wie ein Joystick nach links und rechts.

Am Anfang stand ich etwas wackelig auf dem Segway. Doch schon nach kurzer Zeit hatte ich den Kniff raus und schaffte sogar eine elegante Drehung um die eigene Achse.

Es war eine tolle Art, Malta zu erkunden. Nur ein leises Surren war zu hören, bei bis zu 25 Stundenkilometern genoss ich den Fahrtwind und die Sonne auf meiner Haut. Kirchen, Windräder, Häuser zogen vorbei und immer wieder glitzerte das Meer.

Normalerweise bin ich gerne zu Fuß unterwegs. Aber mit dem Segway konnte ich wesentlich mehr entdecken. Gleichzeitig fiel das Geknatter weg, das ich von Touren mit unseren Vespas aus den 60er Jahren kannte. Wenn ihr Zeit und Gelegenheit habt: Unbedingt mit Segways auf Tour gehen!

Grand Hotel Excelsior auf Malta in VallettaHotel in Malta: Grand Hotel Excelsior (5 Sterne)

Übernachtet habe ich im Grand Hotel Excelsior, einem Fünf-Sterne-Hotel. Es lag direkt am Hafen Marsamxett und nur einen Steinwurf von der Innenstadt Vallettas entfernt.

Grand Hotel Excelsior auf Malta in VallettaWenn ihr euch mal was gönnen wollt, ist das der richtige Ort.

Ein bequemes Bett, ein üppiges Frühstücksbüffet und tolle Beautyprodukte im Bad erwarteten mich.

Hotel in Malta: Grand Hotel Excelsior (5 Sterne)Vom Balkon meines Zimmers im vierten Stock hatte ich eine unglaubliche Aussicht auf Pool und Hafen – sowohl tagsüber als auch nachts.

Bootstour zur Blauen Lagune in Malta
Comino und die Blaue Lagune

Am zweiten Tag zog es mich zu den Nachbarinseln. Mit einem kleinen Boot, das ziemlich Gas gab (ihr seht das wilde Spritzwasser auf dem Bild), ging es am winzigen Comino vorbei zur Blauen Lagune – das Highlight meines Maltabesuchs.

Die Blaue Lagune in Malta bei CominoDas Wasser war unglaublich klar und schimmerte in einem Türkisblau, das ich sonst nur aus der Karibik kenne.

Blaue Lagune in Malta bei CominoLeider war der Strand klein, so dass sich dort die Sonnenanbeter drängten. Ich steckte nur meine Füße ins Wasser, zum Baden war es mir noch zu kalt. Im Sommer kommen viele Einheimische mit Booten in die Bucht, ankern dort und grillen.

Gozo in MaltaGozo: beschauliche Nachbarinsel

Gozo ist mit 43 Kilometern Küstenlinie die zweitgrößte Insel Maltas. Mit den Inseln Malta und Gozo verhält es sich wohl ähnlich wie mit Köln und Düsseldorf – es gibt eine gewisse Rivalität.

Die Gozitaner sind sehr stolz auf ihre Insel. Diese ist mit rund 30.000 Einwohnern sehr viel beschaulicher und auch grüner als Malta.

Gozo in MaltaVon der Insel machen auch viele auf Gozo Urlaub, dafür sind die „Farmhouses“ beliebt. Hier besuchte ich das Restaurant Ta‘ Mena Estate und kochte lokale Gerichte. Auch auf Gozo gab es natürlich jede Menge Kirchen. :)

Valletta in MaltaValletta – die Hauptstadt der Republik Malta

Mit der Fähre fuhr ich gemächliche 30 Minuten zurück nach Malta, denn ich wollte mir Valletta noch anschauen.

Die barocke Hauptstadt wurde von den Rittern des Malteserordens erbaut. Ich schlenderte durch die Straßen. In den Läden konnte man Kleidung oder Souvenirs kaufen, dazu gab es viele Restaurants und Cafes.

Rote Telefonzelle in Valletta, MaltaVieles erinnerte mich an England, wie z. B. die roten Telefonzellen oder Geschäfte wie Marks & Spencer.

Valletta in MaltaWas ich schön fand: Es war ziemlich hügelig in der Stadt, ging mal auf und mal ab. Und ob ich geradeaus schaute, nach links oder rechts – immer hatte ich das Meer in Sichtweite. Als mein Blick nach oben ging, sah ich Reklame, durch die ich mich in die 60er Jahre versetzt fühlte.

St. John’s Co-Cathedral in Valletta auf MaltaIn einem Restaurant bei der St. John’s Co-Cathedral ließ ich mich zum Abendessen nieder. Sie wird als Ko-Kathedrale bezeichnet, da sie als zweiter Sitz des Erzbischofs von Malta neben der Kathedrale St. Paul in Mdina dient.

Von einem der Außentische aus beobachtete ich die Einheimischen, die in Scharen aus der Messe strömten. Zum Samstagabend hatten sich viele schick gemacht: Die Frauen trugen Kleider, Blumen im Haar und stöckelten auf hohen Schuhen.

Valletta in Malta„The place to be“ für die Jugendlichen schien der Triton Brunnen zu sein.

Valletta in MaltaZum Abschluss sah ich mir noch den Sonnenuntergang beim Stadttor an.

MaltaAm nächsten Tag flog ich früh am Morgen nach Düsseldorf zurück. Hinter mir ließ ich Malta zurück. Die Morgensonne überzog Inseln und Meer verführerisch mit einem Goldschleier.

Liebes Malta, ich bin doch schon überzeugt. Ich werde wiederkommen: Dieses Mal in der Blauen Lagune schwimmen, ein paar mehr Strände sehen, tiefer in die Kultur und Geschichte von Malta eintauchen und mich weiter durch die Süßigkeitenpalette probieren.

Habt ihr noch Tipps für Malta, Gozo oder Comino?

Weiterlesen zu Malta

Mdina auf Malta – ein Spaziergang
Maltas Restaurants: Extraportion „lecker“
Essen aus Malta – mit einer Prise Sonnenschein

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Malta, Gozo & Comino: Tipps & Fotos für zwei Tage auf den Inseln

Diese Reise haben Visit Malta und Air Malta ermöglicht. Vielen Dank dafür!

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Anja Beckmann

Reiseblogger bei Travel on Toast
Erst war ich ein Jahr auf Weltreise, heute bin ich hauptberufliche Reisebloggerin. Am liebsten reise ich mit Freund Carsten und Hund Buddy, mit denen ich im Rheinland lebe. Ob nah oder fern, Städte, Strände, Roadtrips oder vegetarisches Essen - ich bringe euch im Blog zum Träumen, gebe praktische Hinweise und Geheimtipps. Über Instagram Stories nehme ich euch live mit.

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15 Kommentare

  • Antworten
    Julia
    11. November 2016 um 22:06

    Super Bericht! Ich fliege in ein paar Tagen für einige Monate nach Malta um dort ein Auslandspraktikum zu absolvieren, und freue mich, dass ich bei dir einige coole Tipps gefunden habe!

    • Antworten
      Anja Beckmann
      14. November 2016 um 15:17

      Klasse, dass ich dir weiterhelfen konnte. Ich wünsche dir eine tolle Zeit in Malta!

      Liebe Grüße
      Anja

  • Antworten
    Colmans
    30. Dezember 2013 um 16:33

    Wie schön der Vergleich von Gozo mit Malta, wobei Köln eher Gozo entspricht, denn wir waren vor Jahren mal auf Gozo und sind – nichts ahnend – nach Valetta gefahren. Dort gab es einen Rosenmontagszug bei dessen Anblick ich dachte: Mensch, der Zoch in Köln ist doch viel schöner als dieser hier… ;)

  • Antworten
    Die Top 20 Blogbeiträge 2013 | Travel on Toast - Reiseblog & FoodblogTravel on Toast – Reiseblog & Foodblog
    30. Dezember 2013 um 13:53

    […] Malta: Eigenwillige Schönheit Zwei Tage lang war ich dort, erlebte kantige Felsen vor türkisfarbenem Meer, die vornehme Sandsteinblässe der Häuser neben den Knallfarben der Boote und würziges Essen mit honigsüßem Nachtisch. […]

  • Antworten
    Gabriele Henning
    29. September 2013 um 17:47

    Einfach toll Malta. Wer wäre da nicht gerne!Der nächte Urlaub bestimmt, denn die Bilder machen Lust!

  • Antworten
    BERNHARD REINDERS
    11. September 2013 um 11:34

    war in der Vergangenheit mehrfach mit meiner großen Liebe auf Malta. War jedesmal so beeindruckt . . . und habe auf jeder Reise immer wieder einen neuen Grund entdeckt um nochmals hinzufahren

  • Antworten
    Rebekka Badenheuer
    4. August 2013 um 11:21

    Hallo Anja,

    vor ca 9 Jahren habe ich Malta besucht und ich habe ganz wundervolle Erinnerungen daran: die staubigen Straßen mit blühenden Oleander, die wunderbaren geschmackvollen Tomaten, leckerste Melonen an der Straße kaufen und schwimmern in seichten Buchten. Oder die unzähligen Moskitos, die mir einen Arztbesuch bescherten, oder die Überlegungen, ob ich an der Ost- oder an der Westküste zurück ins Hotel fahre.

    In Valletta gibt es den wohl gefühlt schmalsten Tabak-Laden der Welt, der nicht viel breiter als eine Tür ist, dafür aber umso länger war. Das fande ich damals sehr ulkig.

    Vielen Dank für Deinen wunderbaren Bericht aus Malta, ich glaub ich muss nochmal hin. Vielleicht dieses Mal vom Segelboot aus?

    Liebe Grüße
    Rebekka

  • Antworten
    Marco
    4. August 2013 um 10:58

    Servus Anja,
    über Facebook bin ich auf diesen Artikel gestossen und wollte Dir nur kurz mitteilen das Du eine absolute Urlaubslust mit diesen tollen Bildern bei mir ausgelöst hast! ;-)

    Have Fun
    Marco

    • Antworten
      Anja Beckmann
      4. August 2013 um 11:08

      Das freut mich sehr! :)

      Viele Grüße
      Anja

  • Antworten
    Tanja
    30. Mai 2013 um 13:39

    Toller Reisebericht und tolle Fotos! Lese gern Deinen Blog. Danke für Deine Berichte!

    • Antworten
      Anja Beckmann
      2. Juni 2013 um 10:42

      Das freut mich sehr!

  • Antworten
    Dani
    27. Mai 2013 um 14:25

    Ach Sonne, Wärme und ein Sommergefühlt. Tolle Bericht mit tollen Bildern die Lust auf Sommer machen.

    • Antworten
      Anja Beckmann
      28. Mai 2013 um 10:09

      Vielen Dank! Ich hoffe, dass der Sommer auch bald nach Deutschland kommt.

  • Antworten
    Jana
    27. Mai 2013 um 10:09

    Tolle Bilder!!! Bei all dem Regen und der Kälte hier in Deutschland hat das doch ein bisschen Wärme in mein Herz gebracht!!! Vielen Dank dafür!!!

    Liebe Grüße,
    Jana

    • Antworten
      Anja Beckmann
      28. Mai 2013 um 10:10

      Das freut mich. :)

      Liebe Grüße
      Anja

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