Die optimale Flugroutine in 24 Schritten

Flug mit Condor von Frankfurt nach New Orleans

Ihr kennt doch sicher Morgenroutinen? Also etwa um 6 Uhr aufstehen, dann joggen und anschließend meditieren. Bei mir reicht es um 9 Uhr meist nur zu einer Minirunde Yoga und einem Maxibecher Kaffee. Wie meine Flugroutine aussieht, gerade für einen Langstreckenflug? Ich erzähle euch Schritt für Schritt, wie ich vorgehe – von der Flugbuchung über den Check-in und Aufenthalt am Flughafen bis hin zum Flug selbst. Das erkläre ich euch anhand meines Nonstopfluges von Frankfurt nach New Orleans.

Oak Alley Plantage bei New Orleans
Reiseblogger Anja Beckmann bei der Oak Alley Plantage in der Nähe von New OrleansUnterwegs war ich mit einer Freundin. Wir wollten gemeinsam erstmals die Südstaaten der USA erleben – mit Plantagen, Schaufelraddampfer und jeder Menge Soul Food. Hier findet ihr meinen Bericht zum lebenslustigen French Quarter in New Orleans.

Die optimale Flugroutine in 24 Schritten

St. Louis Cathedra in New Orleans 1) Flugroutine: Reiseziel festlegen

Neue Reiseideen habe ich eigentlich ständig. Ich bekomme sie meist durch andere Reiseblogs, Instagram oder Pinterest.

Bei New Orleans waren es Filme und Serien wie „True Blood“ oder „The Originals“. Ihr merkt, ich bin ein Vampirfan. :)

Steht mein Wunschziel fest, schaue ich nach:

  • Grobe Kosten für Flug, Hotel, Touren etc. – passt es in mein Budget?
  • Wann habe ich Zeit? Und mein Reisebegleiter?
  • Wann ist die beste Reisezeit für den Zielort?

Dann entscheide ich, wann ich wie lange reise. Im Mai ging es für zwei Tage nach New Orleans, dann weiter für zehn Tage nach Florida.

Langstreckenflüge buche ich meist vier bis sechs Monate vor der Reise.

2) Flugroutine: Der passende Flughafen

Da ich im Rheinland wohne, sind meine Heimatflughäfen Köln und Düsseldorf. Oft bietet sich auch Frankfurt an: Dort bin ich schnell mit dem Zug und viele Langstreckenflüge gehen ab hier.

Condor Langstreckenflug3) Flugroutine: Nonstopflug oder mit Zwischenlandung?

Ich schaue meist nach Nonstopflügen, auch wenn Langstreckenflüge mit einem oder sogar mehreren Zwischenstopps oft günstiger sind.

Doch ich habe Flugangst, die sich vor allem bei Start, Landung und Turbulenzen zeigt. Ja, Flugangst – auch nach 1 Jahr Weltreise und seither vier Monaten pro Jahr auf Reisen.

Auch kostet das Umsteigen einfach viel Zeit. Und ich bin ungeduldig, möchte schnell am Reiseziel ankommen.

4) Flugroutine: Entscheidung für eine Fluglinie

Über Google oder Suchmaschinen wie Skyscanner verschaffe ich mir einen allgemeinen Überblick, welche Airlines die jeweilige Strecke bedienen.

Dann wähle ich aus. Dabei zählen bei mir nicht nur der Preis, sondern eben auch der Nonstopflug und wie sehr ich die Fluglinie mag.

Nach New Orleans nahm ich einen Condor Nonstopflug ab Frankfurt, er dauerte rund 11 Stunden. Mit der Airline bin ich schon häufig geflogen, z. B. nach Teneriffa, Südafrika oder eben jetzt in die USA.

Ich mag sie gerne, etwa das sehr nette Personal, das gute Essen und Unterhaltungsprogramm.

Premium Economy Class bei Condor5) Flugroutine: Beförderungsklasse wählen

Ich mag die Premium Class bei Condor. Der Flug nach New Orleans kostete 320 Euro pro Person und Strecke, dazu kamen 50 Euro Aufschlag für die Premium Class.

Dafür erhaltet ihr etwa:

  • Priority Check-in, Priority Security Check, Priority Boarding und Priority Baggage
  • kostenfreie Sitzplatzreservierung
  • rund 15 cm mehr Beinfreiheit. Ich bin 1,80 Meter groß, mit langen Beinen, da ist das sehr willkommen.
  • weiter nach hinten neigbare Rückenlehnen – mehr Chancen auf Schlafen während des Fluges
  • einen Monitor inkl. Premium Entertainment
  • Auswahl aus dem Zeitschriftensortiment
  • ein Premium Menü
  • Decken und extrabreite Kissen
  • Set mit Schlafbrille, Socken und Zahnbürste

6) Flugroutine: Entscheidung für einen Sitzplatz

Am liebsten sitze ich in der Nähe eines Notausgangs – siehe Flugangst. Und vorzugsweise in der Mitte bei den Flügeln, da wackelt der Flieger am wenigsten.

Bei der Sitzreihe meide ich die Plätze in der Mitte. Am liebsten sitze ich am Fenster, dann kann ich während des Fluges hinausschauen, Fotos machen und meinen Kopf anlehnen zum Schlafen.

Inzwischen wähle ich aber meist einen Sitzplatz am Gang. Dann muss ich meinen Nachbarn nicht stören, wenn ich auf Toilette gehe oder mal ein paar Schritte durch den Gang laufen möchte.

7) Flugroutine: Nur Handgepäck oder Koffer einchecken?

Wenn ich wie nach New Orleans mein Notebook zum Bloggen mitnehme, checke ich meinen Koffer ein. Denn ich hätte sonst zu viel im Handgepäck.

In der Premium Class konnte ich in die USA einen Koffer bis 32 Kilo einchecken. Für mein Handgepäck galt eine erhöhte Handgepäckmenge bis 10 Kilo.

Flugroutine: Koffer für den Langstreckenflug8) Flugroutine: Koffer packen

Ich liebe Reisen einfach über alles: die Vorfreude, den Aufenthalt vor Ort und wenn ich nachher an die Reise zurückdenke.

Was ich jedoch gar nicht mag, ist das Kofferpacken. Meist mache ich das in letzter Minute und sehr schnell.

Ich habe glücklicherweise eine Packliste Fernreise. Die habe ich ausgedruckt und hake sie jedes Mal einfach ab. So kann ich sicher sein, dass ich nichts vergesse.

9) Flugroutine: Bequeme Kleidung für die Reise

Beim Flug schwöre ich auf den Lagenlook: T-Shirt und Strickjacke, das hält schön warm. Meine Kleidung sitzt locker und bequem, nichts schnürt ein.

10) Flugroutine: Puffer bei Anreise zum Flughafen einplanen

Bei Langstreckenflügen bin ich meist 3 Stunden vor dem Abflug vor Ort.

Da ich kein Auto habe, nehme ich die Bahn. Für New Orleans buchte ich bei Condor Rail & Fly, für rund 30 Euro pro Strecke in der 2. Klasse.

Da es teilweise zu Verspätungen und Zugausfällen kommt, baue ich immer einen Zeitpuffer ein. Bisher habe ich noch keinen Flug verpasst.

Reiseunterlagen für den Flug11) Flugroutine: Schneller Check-in

Bin ich erstmal am Flughafen, gehe ich zügig zum Check-in Schalter. Hier können sich schon mal Schlangen bilden, nach New Orleans ging es glücklicherweise schnell.

Ich gab meinen Koffer ab und bekam meine ausgedruckte Bordkarte.

Bei den meisten Flügen checke ich jedoch vorab online ein. Wenn ich nur mit Handgepäck reise, kann ich dann direkt zum Security Check gehen.

12) Flugroutine: Zügige Sicherheitskontrolle

Mit der Bordkarte lief ich zur Sicherheitskontrolle weiter, dort wurde sie am Eingang eingescannt. Dann kam ich zum Scanner für das Handgepäck und mich.

Die Sicherheitskontrolle kann ebenfalls schon mal dauern… Gerade im Winter, wenn alle sich erstmal aus ihren wärmenden Schichten schälen müssen.

Bei mir sind es:

  • Jacke ausziehen
  • Strickjacke ausziehen
  • Notebook herausnehmen
  • Tablet herausholen

und alles in die Schalen legen.

An manchen Flughäfen muss ich auch die Schuhe ausziehen, die große Kamera aus der Tasche holen oder mein ganzes Kabelgewirr.

Bin ich nur mit Handgepäck unterwegs, ziehe ich auch meinen 1 Liter Plastikbeutel mit den Kosmetikartikeln (jeder darf nur 100 ml haben) heraus. Denkt auch an Schlüssel oder Kleingeld in den Hosentaschen.

Bei mir piept der Körperscanner trotzdem häufig, so dass ich von einer Angestellten noch mal zusätzlich kontrolliert werde.

Auch mein Handgepäck scheint sehr interessant zu sein. Oft wurde es schon durchsucht…

13) Flugroutine: Passkontrolle

In die USA brauchte ich meinen Reisepass und eine elektronischen Einreisegenehmigung (ESTA). Der Pass ist neben meiner Kreditkarte der Gegenstand, auf den ich auf Reisen am meisten aufpasse. Zusätzlich habe ich in anderen Gepäckstücken noch Kopien davon mit.

Ist für euer Reiseziel eine Passkontrolle nötig, zeigt ihr ihn dem Mitarbeiter vor. Schneller geht es meist an den Automaten wie in Düsseldorf und Frankfurt, wo der Pass eingescannt und das Bild mit eurem Gesicht verglichen wird.

14) Flugroutine: Wartezeit am Flughafen verkürzen

So bin ich meist zeitig am Gate. Dann gehe ich immer noch gerne in den Duty Free Shop oder einen Kaffee trinken. Meist gibt es inzwischen kostenloses Wifi an den Flughäfen, teilweise auch Steckdosen zum Aufladen von Smartphone oder Tablet.

Ich wünschte, unsere Flughäfen hätten wie der in Singapur auch Fußmassagegeräte oder einen Pool im Programm. In Amsterdam gibt es mehrere Spas.

15) Flugroutine: Boarding

Beim Boarding schaue ich, dass ich relativ weit vorne in der Schlange stehe. Denn manchmal ist sonst im Flieger das Fach direkt über mir für das Handgepäck belegt. Und das behalte ich gerne im Blick.

Das Warten macht mir hier nichts aus, ich erledige noch letzte Dinge am Smartphone. Und schreibe eine WhatsApp an Carsten mit Grüßen vor dem Abflug.

Übrigens sehe ich immer wieder Passagiere, die vor dem Schalter warten. Das ist nicht nötig, außer ihr habt eine Frage an die Angestellten. Ihr stellt euch am Bereich an, wo eure Bordkarten eingelesen werden.

Bei unserem Flug nach New Orleans zeigten wir Bordkarte und Reisepass vor, dann gingen wir an Bord.

16) Flugroutine: Druckausgleich zu Start und Landung

Kaugummis oder Bonbons helfen beim Druckausgleich. Ansonsten können die Ohren schon mal beim Abheben und Landen schmerzen.

Leider musste ich teilweise auch fliegen, obwohl ich eine Erkältung hatte. Da hilft Nasenspray…

17) Flugroutine: Mittel gegen die Flugangst

Ich hatte schon sehr viele Flüge, nie ist etwas passiert. Trotzdem bekomme ich oft Panik: Mir wird dann schlecht und die Hände feucht.

Von Beruhigungstabletten halte ich nicht viel. Es gibt ein besseres Mittel (bitte nicht lachen): Jemand hält meine Hand. Für euch ausprobiert. :) Und Janett machte das auf dem New Orleans Flug super!

18) Flugroutine: Unterhaltungsprogramm beim Flug

Ansonsten versuche ich mich abzulenken. Im Premium Entertainment hatte ich eine große Auswahl mit 30 Spielfilmen und 50 TV-Serien. Dazu las ich Zeitschriften.

Außerdem hatte ich Musik auf meinem Smartphone, das ich am USB-Anschluss auflud.

19) Flugroutine: Essen an Board

Nach New Orleans erhielt ich zwei Premium Menüs – ein heißes und ein kaltes Gericht. Es gibt auch Varianten für Vegetarier, Veganer sowie laktose- oder glutenfrei.

Beim Essen entscheide ich mich oft für die leichteste Variante. Also etwa Joghurt und Obst zum Frühstück.

Im Flugzeug vermeide ich koffeinhaltige oder kohlensäurehaltige Getränke sowie Alkohol.

20) Flugroutine: Schlafen im Flieger

Dabei hilft ein aufblasbares Nackenkissen und eben bequeme Kleidung. Die Flugangst macht mir das Einschlafen oft schwer, manchmal klappt es trotzdem.

Auf Flüge gehe ich übrigens immer ungeschminkt, gerade auf langen Flügen fühle ich mich so wohler. Und ich habe eine Feuchtigkeitscreme dabei.

21) Flugroutine: Vorbereitung für den Zielort

Vor der Landung gehe ich noch mal in den Waschraum. Da putze ich mir die Zähne und trage erneut Creme auf. Wenn uns am Ziel jemand erwartet, schminke ich mich auch.

22) Flugroutine: Langsam aus dem Flieger

Erstmal angekommen, warte ich in Ruhe ab, bis ich aussteigen kann. Dabei kann ich schon mal meine Mails und Social Media Accounts checken.

23) Flugroutine: Einreisekontrolle

In New Orleans machten wir uns auf eine lange Wartezeit bei der Einreise gefasst. Und was war: Es war überraschend schnell und völlig unkompliziert.

24) Flugroutine: Koffer am Band abholen

Danach schauten wir auf der Tafel nach, auf welchem Band unsere Koffer eintreffen sollten. Da dauerte es ein wenig, dann kamen sie in Sicht. Und schließlich konnte unser New Orleans Aufenthalt starten!

Habt ihr noch Fragen oder Tipps zur Flugroutine?

Hinweis: Condor hat meinen Flug von Frankfurt nach New Orleans unterstützt. Vielen Dank dafür!

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Wie meine Flugroutine aussieht, gerade für einen Langstreckenflug? Ich erzähle euch Schritt für Schritt, wie ich vorgehe - von der Flugbuchung über den Check-in und Aufenthalt am Flughafen bis hin zum Flug selbst. Das erkläre ich euch anhand meines Nonstopfluges von Frankfurt nach New Orleans. #Flug #Flüge #Langstreckenflug #Handgepäck #Koffer

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Anja Beckmann

Reiseblogger bei Travel on Toast
Reisen ist meine große Leidenschaft, am liebsten bin ich mit meinem Freund Carsten und unserem Hund Buddy unterwegs. Ob nah oder fern, Städte, Strände, Roadtrips, Winterurlaub oder leckeres Essen - als hauptberufliche Reisebloggerin bringe ich euch hier im Blog zum Träumen, gebe praktische Hinweise und Geheimtipps. Über Instagram Stories nehme ich euch live mit.

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6 Kommentare

  • Antworten
    Thomas
    26. Februar 2018 um 23:14

    Hallo,
    noch ein Tipp von mir: Möglichst weit vorne sitzen. Vor den Triebwerken ist es leiser als dahinter. Und zum Entspannen gern einmal ein Gläschen mit alkoholischem Getränk. Sit back and relax.
    Lg Thomas

    • Antworten
      Anja Beckmann
      27. Februar 2018 um 11:16

      Hallo Thomas,

      ich fühle mich in der Mitte am wohlsten, der Lärm macht mir nichts aus…

      Liebe Grüße
      Anja

  • Antworten
    Miuh
    26. Februar 2018 um 22:35

    Hallo Anja, ich bin sehr überrascht, dass Du nicht am Vortag (online) eincheckst? Meist ist das ab 24 Stunden vor dem Flug möglich. am Flughafen musst Du so nur noch das Gepäck schnell am Drop-off Schalter abgeben, falls Du mit mehr als Hangepäck reist. Ich habe schon miterlebt, wie eine Arbeitskollegin (obwohl sie bewusst extra früh am Flughafen war) bis zur letzten Minute hoffen und bangen musste, ob vielleicht jemand nicht zum (wie immer überbuchten) Flug erscheinen würde und sie mit uns mitfliegen kann.
    Wer ein spezielles Menü (wie ich Vegi) möchte, sollte dies am besten schon bei der Buchung mitbestellen (oder auch etwas später noch online). Spontan im Flugzeug sind nämlich meist nicht mehr sehr viele Spezialmenüs extra vorhanden.
    Liebe Grüsse und allzeit gute Flüge, Miuh

    • Antworten
      Anja Beckmann
      27. Februar 2018 um 11:15

      Hallo Miuh,

      das hatte ich schon in anderen Artikeln geschrieben: Meist checke ich vorab online ein. In diesem Beitrag habe ich ergänzt.

      Vielen Dank für den Tipp zum Veggie-Menü.

      Liebe Grüße
      Anja

  • Antworten
    Ann-Kathrin
    26. Februar 2018 um 19:59

    Liebe Anja,
    Toller Beitrag. Ich musste auch erst einiges für mich ausprobieren, bis ich eine gute Flugroutine vor allem auf Langsteckenflügen entwickelt habe. Jetzt hab ich Lust auf New Orleans 🤪😊😉
    Danke fürs zusammen tragen.
    Viele Grüße

    • Antworten
      Anja Beckmann
      27. Februar 2018 um 11:14

      Liebe Ann-Kathrin,

      gern geschehen! New Orleans war wirklich schön, mir hat vor allem das Essen gefallen.

      Viele Grüße
      Anja

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