Zuckerfrei leben seit 3 Monaten: Meine Erfahrungen, Erfolge & Rückschläge

Pasteis de Belem

Ob Schokolade, Kuchen oder Eis – davon habe ich bis vor kurzem viel zu viel gegessen. Vor drei Monaten bin ich auf zuckerfrei essen umgestiegen. In diesem Artikel erzähle ich dir davon: ob mir der Verzicht auf Industriezucker schwer fällt, was ich statt Süßem esse, ob es Rückschläge gab und ob ich abgenommen habe.

Zuckerfrei essen – die Umstellung

Seit ich denken kann, liebe ich alles Süße. Da gibt es bei mir nur ganz oder gar nicht. Sprich: Es im Übermaß essen oder komplett darauf verzichten.

Da ich Sport deutlich weniger liebe als Essen, ging mein Gewicht immer weiter nach oben. Dem wollte ich entgegenwirken.

Zucker ist in fast allen Produkten im Supermarkt enthalten. Doch mir geht es beim Projekt zuckerfrei nicht darum, nie mehr Zucker in seinen vielen Formen zu essen. Sondern darum, mich gesünder zu ernähren durch den Verzicht auf raffinierten Zucker in geballter Form.

Das heißt: keine Süßigkeiten mehr.

Denn darüber habe ich den meisten Zucker aufgenommen, einfach nur leere Kalorien.

Morgens esse ich jetzt entweder ein Käsebrot oder ein ungesüßtes Müsli mit Obst. Als warme Hauptmahlzeiten gibt es Herzhaftes.

Ich trinke meist Leitungswasser, habe Kaffee und Tee noch nie gesüßt. Zumindest nicht mit Zucker, den Karamellsirup auf der Latte verkneife ich mir.

Zum gleichen Zeitpunkt wie „zuckerfrei“ wurde ich auch Vegetarierin. Den Tieren, der Umwelt und meiner Gesundheit zuliebe. Hier findest du den Artikel dazu: Vegetarier werden und auf Zucker verzichten.

Das fiel mir sehr leicht. Denn ich habe vorher schon wenig Fleisch, Wurst und Fisch gegessen. Nur selten habe ich jetzt noch Lust auf Steak, Grillhähnchen oder gebratenen Lachs. So fällt es mir leicht, durchzuhalten.

Zuckerfrei essen seit 3 MonatenTräumen von Kuchen, Gummibärchen und Schokolade

Beim zuckerfreien Leben ist es leider anders. Ich habe weiterhin sehr oft Appetit auf Süßes.

Vor allem nachmittags, wenn es vorher Kaffee und Kuchen gab. Oder abends bei Netflix, wo ich bisher Gummibärchen genascht habe. Ich träume von Schokolade, die beim Hineinbeißen knackt und dann im Mund schmilzt.

Am besten fahre ich deshalb damit, dass wir nichts Süßes im Haus haben. Dann komme ich gar nicht erst in Versuchung. Carsten macht das nichts aus: Er mag vor allem Herzhaftes und lässt für Chips jeden Schokoriegel liegen.

Ich habe übrigens einige Bücher zum Thema „zuckerfrei“ gelesen. Das erste kann ich empfehlen, auch die anderen beiden haben gute Bewertungen bei Amazon:

Für immer zuckerfrei: Schlank, gesund und glücklich ohne das süße Gift (Empfehlungslink*)
Zuckerfrei: Die 40 Tage-Challenge*
Zuckerfrei leben mit den 150 besten Rezepten für das Kochen ohne Zucker*

Zuckerfrei vorher – nachher: Hat es mit dem Abnehmen geklappt?

Meine Waage zeigt 13 Kilo weniger an als mein absoluter Höchststand war. Allerdings fing ich schon an, Gewicht zu verlieren, als vor neun Monaten unser Hund Buddy zu uns kam.

Durchschnittlich zwei große Gassirunden pro Tag, also zwei bis drei Stunden durch Wald und Feld halten fit.

Meine Haut sieht besser aus. Sie wirkt klarer und frischer.

Energie und Schwung habe ich meist genauso viel wie vorher auch.

Es gab allerdings eine Phase von rund zehn Tagen, wo ich mich schlapp und müde fühlte. Ich ging zum Arzt und ließ eine Blutuntersuchung machen: Alles im grünen Bereich. Ob es die heftige Erkältung war, die ich kurz danach bekam? Oder ob es an der Umstellung auf vegetarische Ernährung und zuckerfrei lag? Inzwischen fühle ich mich auf jeden Fall wieder topfit.

Zuckerfrei leben seit 3 MonatenRückschläge bei der zuckerfreien Ernährung

Es gab ein paar Momente, wo ich selbst Carsten und Buddy gegen Schokolade getauscht hätte.

Als absoluter Zuckerjunkie bin ich sehr stolz darauf: In den drei Monaten wurde ich nur zweimal schwach und habe Süßigkeiten mit Industriezucker gegessen.

So habe ich eine Freundin in Köln besucht, die für uns etliche kleine Pasteis de Nata gekauft und liebevoll auf einer Etagere angerichtet hatte. Magst du die Puddingtörtchen aus Portugal auch so gerne? Ich griff zu. Daraus gelernt habe ich: Freunden Bescheid sagen, dass ich meine Ernährung umgestellt habe. Ich hätte mir problemlos unterwegs etwas Gesundes kaufen und bei meiner Freundin essen können.

Und nach einer Party – ich hatte dort etwas getrunken – kamen wir spätnachts nach Hause. Ich hatte vorher zu wenig gegessen und mich überfiel ein Heißhunger. Der Hundesitter hatte die bereitgestellten Süßigkeiten nicht angerührt. Auch die konnte ich nicht stehen lassen. Meine Lektion: Vor der Party sattessen und zu Hause keine Süßigkeiten haben.

Lissabon Tipps EssenObst statt Süßigkeiten essen

Himbeeren, Erdbeeren oder Birnen sind klasse. Ich esse sie sehr gerne und habe trotzdem nicht den Drang, sie kiloweise zu futtern.

Doch ich habe die Erfahrung gemacht, dass ich mich am besten weit von sehr Süßem fernhalte. Auch wenn es keinen Haushaltszucker enthält.

Die zuckersüßen Datteln habe ich am Anfang gekauft und teilweise die ganze Tüte verputzt.

Falls ich etwas zum Knabbern haben möchte, esse ich Studentenfutter oder Nussmischungen.

Gesundes Naschzeug ohne Industriezucker

Gute Erfahrungen haben ich mit Leckereien ohne Zucker aus Drogeriemärkten gemacht. Z. B. mit Energy Balls oder Raw Bars mit Trockenfrüchten, Nüssen wie Kokos oder Kakao.

Ich lasse übrigens die Finger von Süßstoffen und vermeide Produkte, die sie enthalten.

Zuckerfreie Rezepte: kochen und backen

Auf Pinterest findest du mein Board Zuckerfreie Rezepte. Da möchte ich noch einiges ausprobieren…

Auch gibt es inzwischen etliche Kochbücher* für zuckerfreies Kochen und Backen.

The Food Temple LisbonZuckerfrei essen in Cafés und Restaurants

Gute Erfahrungen habe ich in zwei veganen Restaurants mit Desserts gemacht, die ohne Haushaltszucker zubereitet worden waren.

Nach der winzigen Portion Tiramisu in Lissabon und dem größeren Stück Key Lime Pie in London war ich völlig happy. Hier findest du übrigens meine Lissabon Tipps Essen vegan und vegetarisch.

Bei meinen Köln Insider Tipps habe ich das Clean Eating Restaurant Edelgrün aufgelistet. Dort gibt es fantastische Smoothies. Etwa einen mit Mandelmilch, Banane, Cashews, Espresso, Zimt, Datteln und der Sesampaste Tahini – so gut wie ein Nachtisch.

Mein Fazit zu 3 Monaten zuckerfrei

Ich freue mich sehr, dass ich bisher so gut durchgehalten habe. Die beiden Rückfälle finde ich nicht so schlimm, so lange ich prinzipiell mit zuckerfrei weitermache.

Schon vorab wusste ich, dass es für mich als Zuckerjunkie schwierig werden könnte.

Klasse finde ich, dass ich abgenommen habe.

Ich möchte verstärkt wieder zum Yogakurs gehen. Das macht nicht nur fit und wirkt gegen Rückenschmerzen, sondern entspannt mich auch. Und je weniger gestresst ich mich fühle, umso leichter fällt mir der Verzicht auf Zucker.

Ernährst du dich auch ohne Zucker oder würdest das gerne?

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Zuckerfrei: Vor drei Monaten bin ich auf zuckerfrei leben umgestiegen. Im Blog erzähle ich dir davon - ob mir die zuckerfreie Ernährung schwer fällt, was ich statt Süßigkeiten esse, ob es Rückschläge gab und ob ich abgenommen habe. Dazu Tipps, wo du zuckerfreie Rezepte findest. #zuckerfrei #Abnehmen

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Anja Beckmann

Reiseblogger bei Travel on Toast
Seit meinem Jahr Weltreise hat mich die Reiselust so richtig gepackt. Als hauptberufliche Reisebloggerin bin ich rund vier Monate pro Jahr unterwegs, am liebsten mit Freund Carsten und Hund Buddy. Ob nah oder fern, Städte, Strände, Roadtrips oder vegetarisches Essen - ich bringe euch hier zum Träumen, gebe praktische Hinweise und Geheimtipps. Über Instagram Stories nehme ich euch live mit.

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2 Kommentare

  • Antworten
    Jenny
    31. März 2019 um 15:23

    Hallo,
    ich bin ja begeistert, dass du das so gut durchgehalten hast.
    Ich weiss nicht ob ich das schaffen könnte, denn ab und zu schreit mein Körper förmlich nach etwas Süßem was dann Obst auch nicht wett machen kann.
    Liebe Sonntagsgrüße!

    • Antworten
      Anja Beckmann
      31. März 2019 um 20:51

      Hallo Jenny,

      ich freue mich auch, dass es so gut klappt! Und die Ausrutscher waren nicht schlimm, ich mache weiter.

      Liebe Grüße
      Anja

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