Reiseplanung: So findest du die besten Reiseziele

Reiseziele: Opal Beach in Florida

Brighton, Santorin, Teneriffa, Amsterdam, eine Sprachreise nach Andalusien und eine Winterauszeit in Asien – das sind meine nächsten Reiseziele. Nach welchen Faktoren ich entscheide, wohin die Reise geht? Meine Erfahrung von 55 besuchten Ländern hilft mir dabei. Ich verrate dir meine 10 Tipps für die Reiseplanung.

Reiseblogger Anja Beckmann in FloridaPersönlicher Reisestil

Reist du allein, mit deinem Partner oder der Familie? Buchst du Pauschalreisen oder bist du individuell unterwegs? Magst du lieber Europa- oder Fernreisen? Stadt, Strand oder Berge? Reicht das Budget für Günstig- oder Luxusreisen?

Meine Reisen plane ich mit unterschiedlichem Vorlauf: Wochenendtrips innerhalb von Europa oft spontan, den zweiwöchigen Urlaub mit Carsten oder Fernreisen dagegen meist mit drei bis sechs Monaten Vorlauf.

Bei mir haben sich nach 1 Jahr Weltreise und inzwischen 55 besuchten Ländern diese 10 Faktoren bei der Wahl der Reiseziele herauskristallisiert:

1) Mit wem verreisen?

Mit meiner Familie haben wir früher Europareisen unternommen, mit dem Campingwagen. Wir drei Kinder saßen auf der Rückbank des Autos, da kam es schon mal zu wilden Legoschlachten.

Meine ersten eigenen Reisen unternahm ich mit einer Freundin und dann meinem Freund nach London, Italien oder Spanien. Es waren Pauschalreisen mit Busfahrten.

Auf der Weltreise mit 14 Ländern war ich weitgehend allein unterwegs. In den Mehrbettzimmern der Hostels habe ich viele andere Reisende kennengelernt.

Inzwischen gehe ich am liebsten mit Carsten oder einer Freundin auf Reisen. Da ich in meinem Reiseblogger Job selbstständig arbeite, kann ich flexibel planen.

Doch meine Reisebegleiter sind angestellt, müssen Urlaub nehmen. Danach planen wir den Reisezeitraum.

2) Individuell oder Pauschalreise?

Ich reise individuell. Dabei starte ich mit einem guten Flug: Es sollte ein Nonstopflug sein, günstig und trotzdem bequem. Gerade habe ich auch mal den Blind Booking Überraschungsflug innerhalb von Europa ausprobiert.

Über Buchungsplattformen wie Booking.com reserviere ich vorab die Unterkünfte. Dabei mag ich Abwechslung, in Bangkok waren wir etwa in drei verschiedenen Hotels für je zwei Nächte.

Touren – falls ich welche mitmache – buche ich vor Ort.

3) Europa- oder Fernreise?

Ich liebe ferne, exotische Reiseziele. Dabei habe ich eine Schwäche für Asien, Lateinamerika, Australien und Neuseeland. So mag ich neben den letzten beiden Reisezielen etwa Thailand, Bali, Singapur, Mexiko oder Panama sehr.

Doch ich kann mir vorstellen, dass ich irgendwann die langen Flüge, die Temperaturunterschiede und den Jetlag nicht mehr so leicht wegstecke. Dann werde ich wohl eher auf Europareisen setzen.

In der letzten Zeit habe ich noch mehr von Europa gesehen, war erstmals in Kroatien und auf Mallorca.

Es gibt viele tolle Reiseziele in Europa im Sommer, wenn es warm ist. Denn ich bin eine Frostbeule: Alles unter 25 Grad ist für mich kalt.

4) Strand, Stadt oder Berge?

Verrückt bin ich nach Stränden, dem Meer und Wassersport wie Schwimmen, Schnorcheln oder Segeln.

Auch liebe ich Großstädte wie Barcelona, Paris, London, Bangkok oder Singapur.

Häufig unternehme ich mit Carsten Roadtrips, wie in Australien, Neuseeland, Florida oder in Südengland.

Immer bin ich dabei auf der Suche nach dem besten lokalen Essen.

5) Neue oder bewährte Reiseziele?

Wir sind mit der Familie früher oft nach Frankreich gefahren. Das war immer eine Auszeit vom Alltag, aber trotzdem vertraut. Ich kehre auch immer wieder gerne nach Spanien, England oder Thailand zurück.

Ich habe jedoch eine riesige Liste an Reisezielen, die ich noch sehen möchte oder an Dingen, die ich erleben möchte. Ein Sonnenuntergang auf Santorin gehört dazu, ebenso wie der Sprachkurs in Andalusien. Denn mein Spanisch kann etwas Nachhilfe gebrauchen…

Über andere Reiseblogs, Instagram und Pinterest erhalte ich Ideen für neue Reiseziele. Hier findest du eine Liste der 50 besten Reiseblogs – meinen persönlichen Favoriten.

Auf meinem Reiseblog findest du auch Geheimtipps von Einheimischen, z. B. zu Mallorca, Barcelona, Bali, Sydney oder Singapur.

Immer bin ich auf der Suche nach neuen Plätzen, Erlebnissen und Eindrücken. So habe ich in Mexiko den Tag der Toten erlebt, auf Aruba (Karibik) Flamingos am Strand oder in Singapur den höchsten Infinity Pool der Welt. Weitere tolle Erlebnisse:

  • Schwimmen mit Schildkröten in Mexiko
  • Schnorcheln am Great Barrier Reef
  • Roadtrip rund um die Südinsel von Neuseeland
  • Elefantensafari in Sri Lanka
  • Maya-Ruinen in Tikal (Guatemala)
  • Hubschrauberrundflug über Kapstadt
  • Yogaurlaub auf Bali
  • Übernachtung im Taj Lake Palace Hotel in Indien
  • Thai Afternoon Tea im Mandarin Oriental Bangkok
  • Kochkurs in Thailand

6) Zeit für’s Reisen

Wie viel Zeit habe ich für die Reise zur Verfügung? Das spielt für meine Reiseplanung eine wesentliche Rolle.

Auf Mallorca war ich für ein Wochenende, der Flieger brachte mich schnell dorthin.

In Brighton sind wir rund eine Woche lang, allein der Roadtrip dorthin kostet Zeit.

Für meinen ersten Australienbesuch hatte ich drei Wochen eingeplant. Schließlich ist der Flug dorthin lang, vor Ort hatte ich mit Jetlag zu kämpfen. Und das Land ist riesig, für die Wege musst du genug Zeit und/oder Geld einplanen.

7) Reisebudget

Wie viel Geld hast du in der Reisekasse? Das ist ein weiterer entscheidender Faktor bei der Reiseplanung. Hier findest du meine Tipps zum Sparen im Alltag und Sparen im Urlaub.

An Inforeisen für Journalisten und Blogger nehme ich nur selten teil. Denn dabei sind Reiselänge und Programm fix, auch reise ich ohne Carsten in einer Gruppe mit. Urlaub ist das nicht…

Also plane ich meist selbst, wie z. B. bei meinen bisherigen Reisen 2017 nach Australien, Thailand und Mallorca.

Ich versuche immer das Meiste aus meiner Zeit und meinem Budget herauszuholen. So schaue ich nach günstigen Flügen, etwa über die Newsletter der Fluggesellschaften oder Plattformen wie Urlaubsguru.

Teurere Reiseziele wie Australien oder Brighton mixe ich mit günstigen Reisezielen wie Thailand. Mal besuche ich Touristenhotspots wie Santorin, mal weniger besuchte und damit günstigere Ecken.

Unser 5 Sterne Hotel in Bangkok etwa kostete rund 100 Euro pro Zimmer und Nacht, so viel wie unser Bed & Breakfast in Brighton.

Wann immer vom Wetter her möglich, versuche ich in der Nebensaison zu reisen. Denn in der Hochsaison sind die Preise für Flüge und Unterkünfte entsprechend hoch.

Touren mache ich selten mit, meist entdecken wir das Reiseziel auf eigene Faust. Oder nutzen Free Walking Touren wie in Sydney.

Beim Essen liebe ich Streetfood, Food Courts oder Märkte. Da kann ich viel ausprobieren und es ist meist günstig.

8) Wetter am Reiseziel

Im Sommer bin ich gerne in Europa unterwegs. Aber auch Spätfrühling oder Frühherbst können von den Temperaturen angenehm sein, um Zeit am Strand zu verbringen oder eine Stadt zu erkunden. Da ich Sonne liebe, zieht es mich im Winter in die Ferne.

Dabei informiere ich mich vorab, wie das Wetter am Reiseziel ist, z. B. in Hinblick auf die Regenzeit oder Hurrikane.

Auf Google suche ich immer nach „Beste Reisezeit für xy“. Da kommen dann Infos mit Übersichten zu den Höchst- und Tiefsttemperaturen der Luft, Wassertemperaturen und Regentagen in den entsprechenden Monaten.

9) Sicherheit

Vorab informiere ich mich (z. B. über das Auswärtige Amt, den Tropenarzt oder Erfahrungsberichte anderer): Bin ich als Frau am Reiseziel relativ sicher? Wie hoch ist die Kriminalitätsrate? Gibt es Erdbeben- oder Hurrikangefahr? Kann ich mich mit Krankheiten wie Malaria oder Denguefieber anstecken?

Mein Fazit nach 55 Ländern:

  • Meine Geldbörse wurde mir in London gestohlen. In Wien und Bolivien versuchten Taschendiebe vergeblich ihr Glück bei mir.
  • Ich bin nie ernsthaft krank geworden. Magen-Darm hatte ich einmal in Kambodscha. Aber ich bekomme leicht einen Sonnenbrand, reagiere stark auf Insektenstiche und habe dauernd Erkältungen – unangenehm beim Fliegen.

10) Sprache

Mit meinen guten Englischkenntnissen komme ich an den meisten Reisezielen gut klar. Französisch und Spanisch spreche ich jeweils nur ein wenig.

Probleme wegen der Sprache hatte ich bisher nur an Reisezielen mit weniger Touristen, z. B. in Japan, Chile oder Guatemala.

Wie suchst du deine Reiseziele aus?

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Wie ich die besten Reiseziele finde? Meine Erfahrung als Reiseblogger und von 55 besuchten Ländern hilft mir dabei. Ich verrate dir meine 10 Tipps für die Reiseplanung.

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Anja Beckmann

Gründerin & Reiseblogger bei Travel on Toast
Ein Jahr Weltreise war nicht genug. Es zieht mich immer wieder in die Ferne - zu Traumstränden, lebendigen Städten, Roadtrips und leckerem Essen. 2012 habe ich Travel on Toast gegründet, heute unter den Top 10 der deutschsprachigen Reiseblogs. Als hauptberuflicher Reiseblogger bin ich rund vier Monate pro Jahr unterwegs, 55 Länder habe ich bisher gesehen. Ich bringe euch hier zum Träumen, gebe praktische Hinweise und Geheimtipps - damit eure Reise unvergesslich wird!

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2 Kommentare

  • Antworten
    Sabi
    24. August 2017 um 15:50

    Coole Liste!
    Ich habe ein paar Ziele die ich unbedingt sehen will, die stehen natürlich ganz oben. Dann schau ich zu welcher Jahreszeit die Ziele am besten sind. Und dann versuche ich das am besten zu koordinieren und auch ein bisschen aufs Geld zu schauen. Heuer war ich schon viel unterwegs durch ein Praktikum in den usa und hab mich deshalb für günstigere Europareisem entschieden. Dafür will ich im Winter wieder weiter weg 🙂 Und manchmal ergibt sich spontan dazwischen was, wie meine Santorin Reise, weil eine Freundin einen Reisepartner gesucht hat 🙂
    lg Sabi

  • Antworten
    Anna
    24. August 2017 um 14:08

    Hey, super interessanter Beitrag! Ich lasse mich auch gerne von Sendungen, wie Galileo Big Pictures inspirieren, da wird man auch manchmal auf coole Orte aufmerksam!
    Liebe Grüße
    Anna

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