Traumjob Reiseblogger? Mit einem Reiseblog Geld verdienen

Auf Mykonos in Griechenland

„Waaas? Du verdienst dein Geld mit Reisen? Das ist ja ein Traumjob!!!“. Das bekomme ich oft zu hören. Und ja, es ist ein Traum, der Wirklichkeit wurde. Aber eben auch ein Job, mein Vollzeitjob. Ich erzähle euch, wie ich zum Reiseblogger wurde, wie genau ich mit meinem Reiseblog Geld verdiene und von den Vor- und Nachteilen dieses Berufs. Danach kennt ihr auch die Antwort auf die Frage: Traumjob Reiseblogger?

Auf dem Titelbild stehe ich auf Mykonos am Meer und blicke auf bunte Häuser. Das sieht vielleicht entspannt aus, doch das Bild ist in 5 Minuten entstanden. Danach ging es schnell weiter mit der Recherche… Urlaub ist das also nicht.

Zum Reiseblogger Job habe ich schon einige Artikel geschrieben:

Reisen, Freund & Hund – kann ich alles haben?
Reiseblogger Job, Geld verdienen & Weltreise: 13 Fragen & Antworten
27 Dinge, die ich in 5 Jahren als Reiseblogger gelernt habe
Digitale Nomaden: Deine Checkliste Ortsunabhängig arbeiten
Arbeiten auf Reisen: Tipps & Tricks für unterwegs
Reiseblogger Ausrüstung: Kamera, Drohne, Koffer & Co.
1 Jahr Weltreise: Meine Highlights & Erfahrungen aus 14 Ländern
Reiseblogs: Die 50 besten Reiseblogger

Aber erstmal zurück auf Anfang. Wie begann alles?

Grundlage für den Traumjob Reiseblogger

  • Journalismus: Schon als Kind wollte ich Journalistin werden. Ich war neugierig, kreativ und interessiert an Storys. Also habe ich mit 18 Jahren angefangen, für lokale Tageszeitungen zu schreiben. Das habe ich bis zum Ende meines Germanistikstudiums gemacht, u. a. für die Kölnische Rundschau.
  • PR & Blogger Relations: Mein PR-Volontariat absolvierte ich bei einer Agentur in Hamburg. Danach arbeitete ich mehrere Jahre lang als Pressesprecherin für zwei Nahrungsmittelunternehmen in Bremen und Essen. Zuletzt war ich selbstständig als Blogger Relations Beraterin und Reisebloggerin. Denn direkt am Anfang waren die Einnahmen über das Reiseblog bei 0 und nahmen dann im Laufe der Zeit stetig zu.
  • Reiseblogger: Ich nahm mir zwischen zwei Festanstellungen eine Auszeit und ging auf 1 Jahr Weltreise. Dabei bloggte ich für Freunde und Familie, nutze Facebook zum Austausch. 2012 startete ich mein jetziges Reiseblog, ein weiteres Lieblingsthema ist das Essen. Deshalb kam ich auf den Namen „Travel on Toast“ – Reisen auf der Grundlage von gutem Essen. Inzwischen bin ich hauptberufliche Reisebloggerin, kann also von meinem Blog leben.

Das war mein persönlicher Weg. Grundsätzlich kann jeder bloggen. Doch erlernte Fähigkeiten wie Texten und Fotografieren sowie mein Netzwerk haben mir sehr geholfen.

Sparen im AlltagTraumjob Reiseblogger: Geld verdienen mit einem Blog

Mein Blog gehört mittlerweile zu den Top 10 der deutschsprachigen Reiseblogs laut der Wahl zum „Reiseblog des Jahres“ 2016, 2017 und 2018 von Touristik Medien. Ich erreiche bis zu 100.000 Blogleser pro Monat und 80.000 über Social Media.

Ich habe verschiedene Auszeichnungen erhalten. Außerdem war schon in Medien wie Fernsehen, Radio, Zeitschriften und Zeitungen.

So verdiene ich konkret Geld mit meinem Reiseblog:

  • Werbung auf Blog & Social Media (vor allem Instagram), immer als „Werbung“ gekennzeichnet. Ein Beispiel mit Microsoft findet ihr hier: Arbeiten auf Reisen – Tipps & Tricks für unterwegs. Ich bin sehr dankbar für meine Kooperationspartner, gerade über langfristige Begleiter wie die Targobank oder den Versicherungsanbieter Dr-Walter. Sie machen es möglich, dass ich auf Blog und Social Media für euch Leser kostenlose Informationen bereitstellen kann.
  • Bezahlte Bloggerreisen – ebenfalls stets als „Werbung“ gekennzeichnet. Beispiel: Sprachreise Málaga mit Strand, Pool & Tapas. Inzwischen lasse ich mich nicht mehr zu unbezahlten Blogger- und Pressereisen einladen, an denen viele andere Blogger sowie Journalisten teilnehmen. Denn in dieser Zeit kann ich kein Geld verdienen. Alle Artikel beruhen deshalb künftig entweder auf selbst finanzierten und organisierten Reisen oder es sind Werbebeiträge.
  • Content Creation, z. B. Inhalte für Destinations- oder Unternehmensblogs erstellen
  • Affiliate Links (Werbelinks). Wenn ihr darüber etwas bucht oder bestellt, bekomme ich eine kleine Provision, der Preis bleibt für euch gleich. Beispiele findet ihr hier: Packliste Fernreise – Tipps & Checkliste
  • VG Wort

Mit meinem Verdienst decke ich etwa ab:

  • Lebensunterhalt
  • Reisen, wie z. B. 2018 schon die selbst finanzierten und organisierten Reisen nach Stockholm, Griechenland, Straßburg und New York
  • Reiseblogger Ausrüstung, wie z. B. Kameras, Smartphone und Notebook
  • Versicherungen

Durchschnittlich 4 Monate pro Jahr bin ich auf Reisen. Hier findet ihr meine Checkliste Ortsunabhängig arbeiten und meinen Artikel Arbeiten auf Reisen – Tipps & Tricks für unterwegs.

Während meiner Reisen mache ich mir Notizen für die Artikel, erstelle Fotos und Filme sowie poste auf Social Media.

Nach der Reise schreibe ich die Blogbeiträge, wähle dafür Fotos aus und bearbeite sie. Den veröffentlichten Artikel verbreite ich über Social Media. Auf Blog und Social Media beantworte ich Kommentare.

Dazu kommt noch die Reiseorganisation: die Recherche z. B. zu neuen Reisezielen sowie das Buchen von Flügen, Hotels, Restaurants oder Touren.

Ich muss immer auf dem Laufenden bleiben, was etwa Fotografie, Suchmaschinenoptimierung und Social Media betrifft. Deshalb nehmen ich an Konferenzen und Seminaren teil.

Pool in FloridaTraumjob Reiseblogger? Vorteile

  • Ich verdiene mein Geld mit dem, was ich am liebsten mache: Reisen, spannende Dinge erleben, interessante Menschen treffen, schreiben, fotografieren, filmen und Social Media.
  • Freiheit, meinen Weg selbst zu bestimmen: Welche Reisen möchte ich wann machen? Mit welchen Kooperationspartnern arbeiten? Welche Arbeitsgeräte (z. B. Kamera, Smartphone, Notebook) schaffe ich mir an? Über all das entscheide ich selbst.
  • Ich bestimme, was auf meinem Blog und Social Media zu lesen ist. Dafür muss ich mich weder wie ein Journalist mit einem Redakteur abstimmen, noch mich an einen Redaktionsplan halten.
  • Viele nette Kontakte und ständiges Dazulernen
  • Dinge erleben, die Reisende in dieser geballten Form nicht erleben. Ich durfte z. B. in das Cockpit eines Flugzeugs, war am höchsten Infinity Pool der Welt und mit Schildkröten schwimmen.

Traumjob Reiseblogger? Nachteile

  • Schwankende Auftragslage: In einem Monat verdiene ich mehr, im anderen weniger. Gut ist da ein Polster und dass ich geringe Fixkosten habe. Ich besitze weder eine Eigentumswohnung noch ein Auto oder Markenkleidung, Reisen ist mir wichtiger.
  • Ich muss eine eierlegende Wollmilchsau sein: Um das meiste kümmere ich mich selbst – wie Reiseplanung und -buchung, die Produktion von Texten und Fotos, die Kundenakquise oder Buchhaltung. Unterstützung habe ich dabei z. B. von einem Grafikdesigner, einer Internetagentur für die Technik, einem Steuerberater oder einem Rechtsanwalt (z. B. bei der Markenanmeldung). Für diesen Support muss ich natürlich bezahlen.
  • Ein langer Atem ist wichtig: Geduld ist nicht gerade meine Stärke. Aber es hat eine Zeitlang gedauert, mein Blog bekannt zu machen.
  • Große Konkurrenz: Es gibt so viele gute deutschsprachige Reiseblogs. Geschätzt um die 3.000 und davon können die wenigsten allein vom Bloggen leben.
  • Reisen wird zur Arbeit: Vermutlich werde ich nie wieder „normal“ Urlaub machen können. Ich bin ständig im Aufnahmemodus, nehme Informationen auf, fotografiere und filme. Da bleibt das Genießen oft auf der Strecke.
  • Manchmal ist Reisen Stress: Ist es wirklich – mit langen Flügen, Jetlag, Temperaturunterschieden und Essen, das ich teilweise nicht vertrage. Dann bin ich einfach nur froh, von einer langen Reise wieder nach Hause zu kommen und mich auf’s Sofa zu legen.
  • Einsamkeit: Auf die Weltreise bin ich noch allein gegangen. Inzwischen reise ich lieber mit Carsten oder einer Freundin. Doch auch im Homeoffice bin ich manchmal einsam, da gehe ich dann raus in ein Café. Ansonsten lebe ich ja mit Carsten zusammen, das ist perfekt!

Traumjob Reiseblogger? Mein Fazit

Für mich war es genau der richtige Weg: Während der Zeit als Angestellte konnte ich viele Fähigkeiten erwerben und Kontakte knüpfen, die jetzt sehr hilfreich sind.

Ich möchte dir nicht versprechen: Kündige deinen Job, verkauf alles, zieh in die Welt und du wirst happy. Jeden macht etwas anderes zufrieden.

Traumjob Reiseblogger? Für mich persönlich stimmt das!

Ich liebe die Kombination aus Homebase und vielen Reisen. Mein Reiseblogger Job wird nie langweilig: Ich lerne ständig neue Leute kennen und entwickele mich weiter. Super!

Was ich in Zukunft noch besser hinbekommen möchte: regelmäßig Sport machen (mein Schwachpunkt) und mich gesünder ernähren (ein weiterer Schwachpunkt). Auch arbeite ich oft zu viel und habe dann zu wenig Zeit für Carsten, Freunde und Familie.

Aber insgesamt bin ich happy und möchte den Job auch in den kommenden Jahren machen.

Traumjob Reiseblogger? Was denkt ihr?

Reiseblogger Anja Beckmann in New Orleans

Weiterlesen

Reisen, Freund & Hund – kann ich alles haben?
Reiseblogger Job, Geld verdienen & Weltreise: 13 Fragen & Antworten
27 Dinge, die ich in 5 Jahren als Reiseblogger gelernt habe
Digitale Nomaden: Deine Checkliste Ortsunabhängig arbeiten
Arbeiten auf Reisen: Tipps & Tricks für unterwegs
Reiseblogger Ausrüstung: Kamera, Drohne, Koffer & Co.
1 Jahr Weltreise: Meine Highlights & Erfahrungen aus 14 Ländern
Reiseblogs: Die 50 besten Reiseblogger

Newsletter & Social Media

Du möchtest über neue Blogbeiträge informiert werden? Dann abonniere Travel on Toast per Newsletter. So erhältst du einmal im Monat Inspiration, Geheimtipps und Hinweise auf Gewinnspiele. Folge mir auch gerne über Instagram, Facebook oder Pinterest. Hier erfährst du noch mehr über mich.

Pinne diesen Artikel auf Pinterest

 

Traumjob Reiseblogger? Ich erzähle euch, wie ich 2012 zum Reiseblogger wurde, wie genau ich mit meinem Reiseblog Geld verdiene und von den Vor- und Nachteilen dieses Berufs. #Traumjob #Reiseblog #Reiseblogger #DigitalNomade #DigitalNomad

The following two tabs change content below.

Anja Beckmann

Reiseblogger bei Travel on Toast
Reisen ist meine große Leidenschaft, am liebsten bin ich mit meinem Freund Carsten und unserem Hund Buddy unterwegs. Ob nah oder fern, Städte, Strände, Roadtrips oder leckeres Essen - als hauptberufliche Reisebloggerin bringe ich euch hier im Blog zum Träumen, gebe praktische Hinweise und Geheimtipps. Über Instagram Stories nehme ich euch live mit.

Das könnte Dir auch gefallen

39 Kommentare

  • Antworten
    Myriam
    3. Juli 2015 um 23:55

    Ich glaube, dass es für mich auch ein Traumjob werden könnte. Entweder meinen eigenen Blog ausbauen oder als Reiseautorin tätig zu sein. Ich finde es sehr interessant, dass du auch die Nachteile geschrieben hast. Dass man dann Reisen nicht mehr komplett genießen kann, ist ein wichtiger Punkt. Es ist halt Arbeit und wenn man selbstständig ist, muss man sich um alles selbst kümmern, man hat aber die freie Themenwahl und keinen Redakeur im Nacken sitzen.
    Ich finde es auch super, dass du geschrieben hast, dass Bloggen nicht deine einzige Einnahmequelle ist, sondern du auch noch andere Standbeine hast. Vielleicht ist Reisebloggerin/Journalistin nicht der ultimative Traumjob, aber er könnte mich einige Jahre glücklicher machen und das ist alles was ich will. :)
    Grüße Myriam

    • Antworten
      Anja Beckmann
      4. Juli 2015 um 08:04

      Es freut mich, dass dir mein Artikel gefallen hat. Für deinen ganz persönlichen Weg wünsche ich dir alles Gute!

      Liebe Grüße
      Anja

1 2 3

Antwort hinterlassen

Durch den Besuch meiner Seite erklärst du dich mit der Nutzung von Cookies einverstanden. Mehr Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen